Armin Vehs Vertrag beim 1. FC Köln läuft im Sommer aus. Noch hat der Sport-Geschäftsführer nicht entschieden, ob er bleibt - erste Nachfolgekandidaten werden bereits gehandelt.

Bundesliga

Geht er? Bleibt er? Vehs ungewisse Zukunft beim 1. FC Köln

25. Oktober 2019, 14:00 Uhr
Foto: firo

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Armin Vehs Vertrag beim 1. FC Köln läuft im Sommer aus. Noch hat der Sport-Geschäftsführer nicht entschieden, ob er bleibt - erste Nachfolgekandidaten werden bereits gehandelt.

Ehrlichkeit ist eine Tugend, die Armin Veh besonders schätzt. Etwas zu versprechen und dann doch anders zu handeln - für den Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln ist das ein Tabu, betont er immer wieder. Das führt dazu, dass der 58-Jährige nicht immer die populärsten Entschlüsse fasst, sondern jene, mit denen er am besten leben kann.

Nun steht Veh vor der nächsten schwierigen Entscheidung. Es ist gut möglich, dass er den FC im Sommer verlässt - dann läuft sein Vertrag aus, und „den werde ich natürlich erfüllen“, sagte er bei Sky. Doch was kommt danach? Veh wägt offensichtlich alle Optionen ab. „Ich bin jetzt 30 Jahre im Geschäft, und ich bin immer an vorderster Front gewesen“, sagte er: „Die entscheidenden Fragen für mich sind jetzt: Möchte ich das weitermachen? Möchte ich etwas anderes machen? Möchte ich einfach mal Pause machen?“

Ganz gleich, wie Vehs Entscheidung ausfällt - der 58-Jährige wird sie „zeitnah“ bekannt geben. Der neue Vorstand mit dem Präsidenten Werner Wolf an der Spitze wirbt zwar öffentlich um den Manager („Wir wollen verlängern“), doch letztlich hat Veh das letzte Wort. Er sei selbstbestimmt, meinte er: „Wichtig ist, dass die, die Verantwortung tragen, auch das Sagen haben. Ich habe die Verantwortung, werde im Zweifel entlassen, also entscheide ich auch.“ Das sei sein Anspruch, betonte Veh, sonst müsste er „den Job nicht machen. Dann ist es beliebig, dann kann es jeder machen. Wenn zu viele Köche dabei sind, wird das nie funktionieren.“


Veh war im Dezember 2017 als Nachfolger des zurückgetretenen Jörg Schmadtke zum FC gekommen - damals belegte Köln den letzten Platz in der Bundesliga und taumelte dem Abstieg entgegen. Dennoch sah Veh im Engagement bei den Rheinländern die Möglichkeit, „in diesem faszinierenden Traditionsklub etwas zu bewegen“.

Knapp zwei Jahre später hat der FC einen Weg eingeschlagen, „der Perspektive hat“, sagte Veh: „Wichtig ist, dass wir die Klasse halten. Wenn wir das schaffen, bin ich überzeugt, dass der FC über die nächsten Jahre ordentlich aufgestellt ist.“ Viele Spieler seien noch entwicklungsfähig und der Angriff mit Simon Terodde, Anthony Modeste und Jhon Cordoba für einen Aufsteiger außergewöhnlich gut besetzt. Zudem reife Coach Achim Beierlorzer mehr und mehr zu einer Führungspersönlichkeit, meinte Veh.

Der Manager weiß aber auch, dass das Zögern um seine Zukunft zum Problem für die Mannschaft werden kann. Jüngst hatte Trainer Beierlorzer eine Nachfrage zu Veh recht genervt pariert („Interessiert mich nicht“), zudem geistern bereits Namen potenzieller Nachfolger umher. Samir Arabi vom Zweitligisten Arminia Bielefeld wird da genannt, auch Horst Heldt oder Erik Stoffelshaus, zuletzt bei Lokomotive Moskau aktiv, sollen Kandidaten sein. sid

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