Wie entwickelten sich die Fusionsklubs? In dieser Folge: Fußball–Bezirksligist FC Altenbochum. Dafür haben wir mit dem Geschäftsführer Bruno Otto gesprochen.

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Fusionsklubs: So entwickelte sich der FC Altenbochum

13. Mai 2020, 14:54 Uhr
Foto: Olaf Ziegler

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Wie entwickelten sich die Fusionsklubs? In dieser Folge: Fußball–Bezirksligist FC Altenbochum. Dafür haben wir mit dem Geschäftsführer Bruno Otto gesprochen.

Zurück ins Jahr 2016: Auf dem Sportplatz „Am Pappelbusch“ sind zwei rivalisierende Vereine beheimatet: Der SC Post Altenbochum und die Sportfreunde Altenbochum. Jeder dieser Vereine hat seine Vor- und Nachteile. Die Post Altenbochumer sind mit ihrer ersten Mannschaft in der Bezirksliga vertreten. Die Zweite in der Kreisliga B. Bei den Sportfreunden Altenbochum läuft es sportlich weniger rund, doch dafür besitzt der Verein eine ausgesprochen große Jugendabteilung mit 15 Mannschaften – bei Post Altenbochum gibt es keinen Nachwuchs. Mehrmals bieten sie den Sportfreunden verhältnismäßig hohe Summen für A-Jugendspieler.

Bruno Otto kam die goldene Idee

Bruno Otto, damals zunächst als Trainer und später als Geschäftsführer und Sportlicher Leiter der Sportfreunde Altenbochum aktiv, schlug die sinnvolle Idee einer Fusion vor: „Ihr kauft uns Spieler für teures Geld ab, weil ihr keine eigene Jugend besitzt. Wir sind auf dem gleichen Platz zu Hause – was haltet ihr davon, wenn wir fusionieren?“

Daraufhin wurden gemeinsame Gespräche geführt. Am Ende herrschte weitestgehende Einigkeit, dass eine Fusion beide Vereine sportlich und finanziell weiterbringen wird. Nach einer Mitgliederversammlung einigte sich der zusammengelegte Vorstand auf den Klubnamen FC Altenbochum. Nicht alle Mitglieder waren begeistert: „Es gibt auch heute noch vereinzelt Mitglieder im Verein, die in ihrem Herzen entweder Sportfreunde oder Post Altenbochum tragen. Der Großteil der 600 Mitglieder hat sich damit aber sehr gut abgefunden.“

Infrastruktur erweitert und sportlich weiterentwickelt

In den darauffolgenden vier Jahren ist am Pappelbusch ein gemeinsamer, großer Verein entstanden. Das Gelände wurde erweitert, ein neues Jugendvereinsheim ist gebaut worden. Aktuell entsteht ein Fitnessraum für die Jugendspieler, damit diese sich im Winter fithalten können.

Auch auf dem Platz ging es bergauf. Die ehemalige erste Mannschaft von Post Altenbochum ist heute die des FC Altenbochum und spielt weiterhin Bezirksliga. Letztes Jahr erreichte diese den zweiten Platz der Tabelle und scheiterte in der Relegation. Auch in diesem Jahr mischten die Altenbochumer lange Zeit um den Aufstieg mit und sind aktuell Vierter. Die Jugendmannschaft A1 ist in diesem Jahr in die Bezirksliga aufgestiegen. „So, wie es jetzt läuft, hatten wir es uns erhofft. Die Fusion ist für beide ehemaligen Vereine ein Vorteil. Es ist Weiterentwicklung und Leben im Verein zu erkennen“, sagt Geschäftsführer Bruno Otto.


Autor: Dustin Arnold

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