Seit 2014 existiert Adler Union Frintrop - ein Fusionsklub. Wir sprachen mit dem ersten Vorsitzenden des Fußball-Bezirksligisten, Günther Droll, über die Entwicklung.

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Fusionsklubs: Die Entwicklung von Adler Union Frintrop

RevierSport
16. Mai 2020, 06:30 Uhr
Marcel Cornelissen trainiert Adler Union Frintrop. Foto: Michael Gohl

Marcel Cornelissen trainiert Adler Union Frintrop. Foto: Michael Gohl

Seit 2014 existiert Adler Union Frintrop - ein Fusionsklub. Wir sprachen mit dem ersten Vorsitzenden des Fußball-Bezirksligisten, Günther Droll, über die Entwicklung.

Im Jahr 2014 beschlossen die Essener Traditionsvereine und Platznachbarn DJK Adler Frintrop und Union Frintrop eine gemeinsame Zusammenarbeit. Günter Droll, ehemaliger Spieler, Trainer und von 1996 bis 2014 Vorstandsmitglied bei Union, erinnert sich an die Entscheidung der Fusion zurück: „Ich nahm Kontakt zum damaligen Leiter der Fußball-Abteilung von Adler Frintrop, Stefan Köther, auf. Wir beide erkannten schnell, dass beide Klubs davon profitieren würden.“

Platzmangel war der Hauptgrund

Die Unionisten lösten ihren Verein auf und traten unter Vorrausetzung einer Vereinsnamen- und Logoänderung den Adlerträgern bei. „Heute ist der Name Adler Union Frintrop in Fleisch und Blut übergegangen“, erzählt Droll.

Sowohl Adler- als auch Union Frintrop waren auf der Sportanlage an der Frintroper Straße beheimatet. „Damals war es nicht möglich auf dem gemeinsamen Fußballplatz dreimal in der Woche zu trainieren. Bedingt durch Platzmangel, waren je Verein nur zwei Trainingstage vorgesehen“, erinnert sich Droll. „Nach der Fusion und durch die Entstehung des zweiten Kunstrasenplatzes ist das überhaupt kein Thema mehr. Wir haben deutlich mehr Trainingsmöglichkeiten.“

Die Infrastruktur wuchs

Neben einem zweiten Kunstrasenplatz entstand ein kleines Fußballfeld für Jugendliche bis zur E-Jugend. Das neue Umkleidegebäude ist vor zwei Jahren fertiggestellt geworden. Momentan wird die die Turnhalle am Wasserturm saniert. Der Frintroper Verein führt neben Fußball auch eine Basketball-, Tischtennis- und Tennisabteilung, sowieso eine Frauengymnastikgruppe. Die Zusammenarbeit, auch zwischen den einzelnen Abteilungsleitern, läuft gut. Als einer der ersten Vereine im Stadtgebiet hatte der Essener Klub ein Konzept für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes nach der Corona-Pause vorgelegt.

Ein enormer sportlicher Vorteil durch die Fusion im Jahre 2014 kam durch die gute Jugendarbeit der ehemaligen DJK Adler Frintrop. „Die Spieler der jetzigen drei Herren-Seniorenmannschaften von DJK Adler Union Frintrop stammen zu 90 Prozent aus der eigenen Jugend“, sagt Vorstand Droll. Seit der Saison 2017/18 mischt der Bezirksligist aus dem Essener Westen um die oberen Tabellenplätze mit. Die laufende Saison wird die Mannschaft von Trainer Marcel Cornelissen bei Abbruch auf dem fünften Tabellenplatz beenden.

Autor: Dustin Arnold

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