Wie entwickelten sich die Fusionsklubs? In dieser Folge: Fußball-Landesligist ESC Rellinghausen 06. Dafür haben wir mit Vorstandsmitglied Thomas Fehre gesprochen.

Essen

Fusionsklubs: Die Entwicklung des ESC Rellinghausen 06

20. Mai 2020, 14:59 Uhr
Zu Ehren von Manfred Scheiff wurde das Stadion in Rellinghausen nach dessen Namen benannt. Foto: Thorsten Tillmann

Zu Ehren von Manfred Scheiff wurde das Stadion in Rellinghausen nach dessen Namen benannt. Foto: Thorsten Tillmann

Wie entwickelten sich die Fusionsklubs? In dieser Folge: Fußball-Landesligist ESC Rellinghausen 06. Dafür haben wir mit Vorstandsmitglied Thomas Fehre gesprochen.


Der Essener Sport Club Rellinghausen 06 setzt sich aus mehreren Fusionen zusammen. Damals, im Jahr 2004, waren vier unterschiedliche breit aufgestellte Fußballvereine auf dem Sportplatz „am Krausen Bäumchen“ beheimatet. Zuerst einigten sich die Ballfreunde Essen-Süd und der SC Rellinghausen auf eine Zusammenarbeit unter dem Namen SC Rellinghausen-Süd 19/46. Kurz darauf fusionierte dieser mit dem VfB Rellinghausen 08 und dem ESV 10/21. 


Seit 2006 geht der gemeinsame Verein unter dem Namen Essener Sport Club Rellinghausen 06, kurz ESC Rellinghausen 06, auf Torejagd. „Wir wollten konkurrenzfähiger für die Zukunft sein, interessanter für Sponsoren und Jugendspieler werden und bekamen zwei neue Kunstrasenplätze von der Stadt“, sagt ESC Vorstandsmitglied Thomas Fehre.

Gutes Verhältnis zu ETB Schwarz-Weiß Essen

Auf einem der beiden Plätze trainiert mittlerweile die Jugend von ETB Schwarz-Weiß Essen, mit denen der ESC Rellinghausen ein gutes Arbeitsverhältnis pflegt: „Wir arbeiten mittlerweile sehr eng zusammen. Gute Jugendspieler wechseln für andere Trainingsmöglichkeiten zu ETB. Bei den Senioren, die es vielleicht nicht in den Oberligakader schaffen, haben wir gute Chancen auf eine Verpflichtung“, verrät Fehre, der den ESC als Ausbildungsverein betitelt: “Wir versuchen oft U19-Spieler, die in ihre erste Senioren-Saison gehen, für Rellinghausen zu gewinnen und freuen uns, wenn diese in zwei bis drei Jahren über uns den Sprung in eine höhere Liga schaffen.“

Abrunden würde die Modernisierung des Vereins ein neuer Kabinentrakt, auf den Vorstandsmitglied Fehre sehnsüchtig wartet: „Leider sind die Kabinen immer noch dieselben wie vor 30 Jahren. Die Stadt hat uns versprochen, dass diese bald erneuert werden.“

Zu Ehren des langjährigen Vorsitzenden Manfred Scheiff, der 2011 verstarb, wurde die Sportanlage am Krausen Bäumchen im darauffolgenden Jahr offiziell in das Manfred-Scheiff-Stadion umbenannt. Scheiff war einer der Entscheidungsträger in den Fusionsjahren beim ESC.

Etablierter Landesligist trotz niedrigen Etats

Ein Jahr nach der letzten Verschmelzung, im Jahre 2007, wurden die Senioren des ESC Rellinghausen Meister in der Bezirksliga. In den darauffolgenden Jahren etablierte der Verein sich trotz vergleichsweisen niedrigen Etats in der Landesliga, schneidet überwiegend in der oberen Tabellenhälfte ab und verpasste in der Saison 2012/13 als Vizemeister sogar nur knapp den Aufstieg in die Oberliga Niederrhein. Aktuell belegt das Team von Trainer Sascha Behnke mit 28 Punkten den elften Tabellenplatz.

Autor: Dustin Arnold

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22.05.2020 - 09:40 - Lokutus

Der ESC Rellinghausen hätte schon als Thema mehr her gegeben, als diesen kurzen Artikel. Alleine schon die Tradition der fusionierenden Vereine hätte pro Verein einen Artikel verdient.