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Fürth zurück im Oberhaus, Kiel muss in die Relegation

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Die SpVgg Greuther Fürth kehrt nach acht Jahren in die Bundesliga zurück. Holstein Kiel muss dagegen in die Relegation gegen den 1. FC Köln.

Der hohe Norden bangt um Holstein Kiels Bundesliga-Traum: Das Team von Trainer Ole Werner ist vorerst der Verlierer des Aufstiegs-Dreikampfs der 2. Liga. Die „Störche“ unterlagen Darmstadt 98 am 34. Spieltag mit 2:3 (1:0) und gaben das Direktticket für die deutsche Eliteklasse trotz Führung noch aus der Hand.

Der Meister von 1912, der in den vergangenen Wochen einem Mammutprogramm beeindruckend getrotzt hatte, kämpft nun in der Relegation gegen den 1. FC Köln am Mittwoch und Samstag darum, als erster Klub aus Schleswig-Holstein in der Bundesliga zu spielen. 2018 hatte die KSV in den Entscheidungsspielen den Sprung nach oben knapp verpasst.

Janni Serra brachte Kiel früh per Kopf in Führung (18.). Darmstadts Torschützenkönig Serdar Dursun schlug nach dem Seitenwechsel mit einem Doppelpack zurück (51., 58.) und erhöhte sein Konto auf 27 Treffer. Immanuel Höhn (75.) erzielte den dritten Treffer der Gäste. Für Kiel verkürzte Finn Bartels (87.).

Die Stadt hatte sich für den erhofften Festtag blau-weiß-rot herausgeputzt. Und Holstein startete mit frischen Kräften in sein Finale. Nach einem aufreibenden Spielplan infolge der beiden Quarantäne-Situationen kam Werners Team in den Genuss einer vollständigen Trainingswoche. Für Kiel enorm bedeutend gegen den formstarken Gegner um den früheren Störche-Coach Markus Anfang.

Die ersten Minuten waren enorm umkämpft, Holstein erarbeitete sich aber leichte Vorteile mit aktivem Pressing und spielte kontrolliert nach vorne. Dabei waren die Gastgeber auf die richtige Balance bedacht, um Darmstadts Dursun keine Räume zu bieten.

Auf die Zulassung einiger Zuschauer hatten die Gastgeber trotz der großen Bedeutung der Partie freiwillig verzichtet. Vor dem Stadion jubelte aber ein großer Holstein-Block über den Führungstreffer und feuerte die nun sichtlich beflügelten Kieler Profis an. Darmstadt blieb gefährlich, Dursun kam in der 30. Minute zur großen Ausgleichschance.

Der Hausherren gingen verdient mit der Führung in die Halbzeitpause, nach dem Wiederanpfiff spielte Dursun aber seine Qualitäten aus und für Kiel begann das große Zittern. Holstein war nun verunsichert und die Fans der Nordlichter hofften immer mehr auf einen Patzer von Fürth. Auch, weil Serra in der 73. Minute eine Riesenchance ausließ.

Fürth zurück in Liga eins

Die Konkurrenz patzt - und die SpVgg Greuther Fürth schlägt zu: Das Kleeblatt hat sich am letzten Spieltag nach acht Jahren den Traum von der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga erfüllt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl kam trotz Unterzahl und zweimaligen Rückstands im Saisonfinale zu einem 3:2 (0:1) gegen Fortuna Düsseldorf und machte seinen zweiten Erstliga-Aufstieg der Vereinshistorie nach 2012 perfekt.

Die Franken profitierten dabei vom gleichzeitigen 2:3 des Rivalen Holstein Kiel gegen Darmstadt 98. Mit 64 Punkten schob sich Fürth noch an den Norddeutschen auf den zweiten Aufstiegsplatz vor. Düsseldorf schließt die Spielzeit auf dem fünften Platz (56 Punkte) ab.

Julian Green (69.) und Dickson Abiama (83.) gelangen die entscheidenden Treffer der Fürther, die nach der Roten Karte von Anton Stach (45.+4) in Unterzahl agierten. Kristoffer Peterson (26.) und Shinta Appelkamp (56.) trafen für die Fortuna, Branimir Hrgota glich zwischenzeitlich erstmals für die Platzherren aus (54., Handelfmeter nach Videobeweis).

Bereits vor der Partie hatte Leitl betont, dass das bisher Erreichte „eine Sensation“ sei und sagte weiter: „Wir sind gewillt, alles dafür zu tun, um in die 1. Bundesliga aufzusteigen.“

Das merkte man den Gastgebern gleich zu Beginn an. Fürth begann zunächst konzentriert und hatte zunehmend mehr Ballbesitz. Hinten verteidigten die Gastgeber kompakt und ließen Düsseldorf wenig Räume. Nach einem Konter traf jedoch Peterson, der auf Höhe des Strafraums abschloss. Fürths Torhüter Sascha Burchert verhinderte einen weiteren Treffer nach einem Konter durch Rouwen Hennings (35.).

Trotz des Rückstands spielte Fürth weiter nach vorne, musste kurz vor der Halbzeit allerdings den Platzverweis von Stach verkraften, der nach Videobeweis wegen groben Foulspiels an Düsseldorfs Appelkamp die Rote Karte sah.

Nach der Pause übte Fürth weiter Druck aus. Den Elfmeter verwandelte Hrgota sicher, im Anschluss nutzte Appelkamp eine Fortuna-Chance jedoch effektiv. In einer hektischen Schlussphase wurden die Fürther für ihre anhaltenden Bemühungen belohnt: Green glich aus kurzer Distanz aus, bevor Abiama die Weichen endgültig Richtung Oberhaus stellte. sid

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