Der FSV Duisburg unterlag am Sonntag dem SC Düsseldorf-West mit 1:4. Dabei ist das Schlusslicht nach dem 4:1 in der Vorwoche gegen Ratingen mit breiter Brust in die Landeshauptstadt gereist.

Nach 1:4

FSV-Trainer Albayrak tobt nach Pleite

07. Oktober 2018, 18:46 Uhr

Foto: Michael Gohl

Der FSV Duisburg unterlag am Sonntag dem SC Düsseldorf-West mit 1:4. Dabei ist das Schlusslicht nach dem 4:1 in der Vorwoche gegen Ratingen mit breiter Brust in die Landeshauptstadt gereist.

Die Duisburger hatten sich so viel für das Sechs-Punkte-Spiel beim SC West vorgenommen - und dann so was. 1:4 aus Sicht des FSV. Trainer Erhan Albayrak, der seit drei Spielen im Amt ist, tobte nach der Niederlage in Düsseldorf.


Erhan Albayrak, wie erklären Sie sich nach dem 4:1 gegen Ratingen diese Leistung in Düsseldorf?
Wir waren auf das Spiel sehr gut vorbereitet und gut in die Partie gekommen. Leider sind wir durch zwei individuelle Fehler in Rückstand geraten. Das ist der Wahnsinn, diese Unkonzentriertheiten! Das hat uns letztlich das Genick gebrochen. Wenn du da unten stehst, musst du auch mal einfach spielen. So wie bei den Gegentoren dürfen wir niemals agieren. Ich hoffe, dass die Jungs das verstanden haben und demnächst besser machen werden.

Waren die Spieler zu schnell zufrieden? Haben Sie unter der Woche gemerkt, dass etwas nicht stimmt?
Nein! Womit sollten die Spieler den zufrieden gewesen sein? Mit drei Punkten aus neun Spielen? Nein, das habe ich unter der Woche nicht gemerkt. Wenn du solche Kreisliga-Fehler begehst, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn du das Spiel verlierst. SC West hat einfach gespielt und auf unsere Fehler gewartet. Wir hatten mehr Ballbesitz, doch dafür können wir uns nichts kaufen. Fußball ist ein Fehlerspiel, heißt: Wer weniger Fehler macht, gewinnt das Spiel. Wir haben mehr Fehler als SC West gemacht und verdient verloren.

Sie haben sich bereits von sechs Spielern getrennt. Folgen weitere Konsequenzen?
Wir werden jeden Einzelnen belohnen, der gut trainiert und spielt. Wir werden das bis zum Winter beobachten, wer sich für den Verein zerreißt und wer nur Alibi-Arbeit abliefert. Von diesen Spielern werden wir uns im Winter trennen.

Bleiben Sie dabei, dass man mit dem aktuellen Kader den Klassenerhalt schaffen kann oder müssen im Winter einige Verstärkungen her?
Mit dem aktuellen Kader werden wir bis zur Winterpause weiter spielen. Uns bleibt ja nichts anderes übrig. Erst im Winter können wir eventuell was machen. Aber das ist nicht einfach. Denn im Winter stehen die guten Leute unter Vertrag. Dass Spieler auf dem Markt sind, die nicht unter Kontrakt stehen, hat Gründe. Da müssen wir genau hinschauen, wer für uns geeignet ist. Das werden wir auch tun.

Welche Punktzahl muss der FSV Duisburg bis zum Winter erreichen, damit man im Jahr 2019 angreifen und den Klassenerhalt realistisch schaffen kann?
Die Niederlage im Sechs-Punkte-Spiel hat uns natürlich zurückgeworfen. Trotzdem: Wir haben 45 Minuten gezeigt, dass wir in die Oberliga gehören. Aber leider nur eine Halbzeit lang. Wenn wir die krassen individuellen Fehler abstellen, haben wir noch eine Chance. Bis zum Winter gilt es den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze mindestens zu halten, wenn nicht sogar um zwei, drei Punkte zu verkürzen. Größer darf der Abstand nicht werden. Ich habe schon in der Regionalliga mit Ahlen mal eine Aufholjagd gestartet. Am Ende hat uns ein Punkt gefehlt. 

Autor: Krystian Wozniak

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07.10.2018 - 19:26 - magic75

Unbestreitbar einst ein sehr guter Spieler, ein Sympathieträger war er für mich persönlich während seiner KFC-Zeit indes nie - weder als Spieler, noch (insbesondere) als Trainer. War (und wenn ich so etwas mitbekomme bin anhaltend) froh, dass das Kapitel bei uns ein Ende hatte, und kann mir auch nicht vorstellen, wie so ein Trainer-Typ überhaupt irgendeinem Verein gut tun kann. Diese Zeit damals mit Albayrak und Salar war mein persönlich empfundener KFC-Tiefpunkt in knapp vier Jahrenzehntan als Fan. Tiefer konnte man nicht sinken, zu der Zeit war es so ... sagen wir mal "turbulent" - da konnte man wohl auch niemanden sonst mehr für ein Engagement beim KFC gewinnen als Albayrak und Salar erst als Gespann und hinterher Salar allein. (Mich gruselt noch heute bei Betrachtung diverser PK- und Interview-Videos!) Man weiß natürlich nicht gesichert, wie es weitergeht mit dem derzeitigen Projekt, aber immerhin gibt es wieder Perspektive beim KFC - und innerhalb dessen mit Stefan Krämer einen fachlich wie menschlich offenbar Top-Trainer. Über beides bin ich sehr froh und sehr dankbar dafür. Dem FSV Duisburg alles Gute! Mögen diese Tage des Chaos bald vergehen und wieder ruhigere und erfolgreiche Zeiten kommen!