Kreisliga A2 Essen

FSV Kettwig: Coach Franjic hat ein klares Ziel vor Augen

Philipp Kappenstein
26. Dezember 2020, 16:00 Uhr
Slavko Franjic vom FSV Kettwig hofft, seinen Spielern bald wieder Instruktionen auf dem Platz geben zu dürfen. Foto: Funke (Kerstin Kokoska).

Slavko Franjic vom FSV Kettwig hofft, seinen Spielern bald wieder Instruktionen auf dem Platz geben zu dürfen. Foto: Funke (Kerstin Kokoska).

Mit dem FSV Kettwig mischt Trainer Slavko Franjic in der Kreisliga A2 Essen nach acht Spieltagen ganz oben mit. Ginge es nach dem Übungsleiter, ändert sich dies bis zum Ende der Saison nicht. In Kettwig ist das Wort "Aufstieg" nicht verboten.

Slavko Franjic, die Saison wurde erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?

Ganz klar: der Moment, in dem wir uns nach den Pleiten gegen Niederwenigern und Holsterhausen ausgesprochen und danach auch zum Glück wieder gefangen haben. Das war ein Punkt, wo ich die Jungs bei der Ehre packen musste. Mit der Qualität in unserem Kader, darf man Spiele auf diese Art und Weise nicht verlieren. Mit dem Heimsieg gegen den bis dato ungeschlagenen SuS Haarzopf haben wir dann ein wichtiges Zeichen gegeben. Das war extrem wichtig für den weiteren Verlauf der bisherigen Hinrunde. 

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?

Wir wollen nahtlos dort anknüpfen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Das ist mein persönlicher Wunsch, weil ich weiß, was die Jungs können. Wir wollen aus dieser Liga raus. Ehrlich gesagt muss der Aufstieg mit diesem Kader auch das Ziel sein.

Auch die Amateurfußballer- und Trainer sind verrückt nach diesem Sport. Wie erleben Sie diese unfreiwillig lange Fußballpause?

Es herrscht aktuell natürlich ein Gefühl der Tatenlosigkeit, obwohl wir das vollkommen akzeptieren. Alle wollen diese Pandemie so gut überstehen, wie es nur geht. Trotzdem haben wir richtig Lust auf Fußball und selbstverständlich fehlt uns allen die gemeinsame Zeit auf dem Platz. Ich bin in ständigem Austausch mit der Mannschaft. Trotzdem merkt man sicherlich auch, dass man für andere Dinge gerade umso mehr Zeit hat. Vor nicht allzu langer Zeit bin ich Vater geworden und lerne meine Familie so gerade noch besser kennen. Ich kann deshalb zum Glück auch etwas Positives aus dieser Fußball-Durststrecke ziehen. 

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist? Oder schadet die Krise dem Fußball allgemein?

Eines ist sicher: Für den Nachlass der Fußball-Begeisterung wird diese Pandemie definitiv nicht sorgen. Ich merke das in allen Gesprächen mit den Anhängern unseres Vereins. Die Menschen sind gottfroh, wenn sie sonntags wieder auf den Platz kommen dürfen. Wahrscheinlich werden wir ja erstmal nur diese Hinrunde beenden, die dann stellvertretend für die komplette Saison gewertet wird. Alles andere wäre zeitlich nicht zu stemmen. Aber die Leute sehnen erstmal einfach herbei, dass es grundsätzlich weitergeht. Fußball ist unabhängig von Liga und Niveau halt noch immer die schönste Nebensache der Welt. 

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