Das hatte sich Christian Mikolajczak ganz anders vorgestellt. Er wollte mit dem FSV Duisburg eine Aufholjagd starten. Doch diese blieb aus. Die Zukunft des Trainers ist ungewiss.

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FSV-Duisburg-Trainer lässt Zukunft offen

09. April 2019, 18:43 Uhr

Foto: Mark Bohla

Das hatte sich Christian Mikolajczak ganz anders vorgestellt. Er wollte mit dem FSV Duisburg eine Aufholjagd starten. Doch diese blieb aus. Die Zukunft des Trainers ist ungewiss.

Acht Spieltage vor Schluss ist es zwar noch nicht amtlich, aber doch eigentlich klar: Der FSV Duisburg ist mit nur zehn Punkten auf dem Konto abgeschlagen Tabellenletzter und kann die Landesliga-Saison 2019/2020 bereits planen.

Dabei hatte der Aufsteiger im Winter noch so große Pläne und auch Hoffnungen. Mikolajczak kam als Trainer, mit ihm viele neue Spieler und ein Ziel: Das Wunder schaffen. Doch auch unter dem 37-jährigen Ex-Profi konnte der FSV nicht überzeugen. Nur einen Sieg und und ein Remis konnten die Duisburger unter Mikolajczak einfahren. Fünf Begegnungen gingen verloren. Wir haben mit Mikolajczak gesprochen.

Christian Mikolajczak, wo sehen Sie dir Gründe, dass es mit der Aufholjagd nichts wurde?
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch enttäuscht bin. Als wir mit Sascha Bruckhoff und den FSV-Verantwortlichen den Kader für die Rückrunde zusammenstellten, waren wir wirklich zuversichtlich eine Aufholjagd starten zu können. Wir haben fest daran geglaubt. Der Verein hat uns viele und gute Transfers ermöglicht. Am Ende des Tages muss man einfach sagen, dass es im Winter verdammt schwer ist, die richtigen Jungs zu finden und sie für so eine Mission zu begeistern. Zudem hat uns die Fitness einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wie meinen Sie das?
Es gibt Spieler, die einfach nicht bei hundert Prozent sind. Das kann man in ein paar Wochen Wintervorbereitung nicht nachholen. Für eine Aufholjagd, bei der die Mannschaft marschieren muss, haben wir keine Fitness - oder besser gesagt: Nicht alle Spieler haben diese Fitness. 

Wie lautet das Ziel für die letzten acht Spiele?
Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie als Absteiger mit zehn Punkten es schwierig haben werden im Sommer neue Vereine zu finden. Welche Klub ist schon auf Spieler heiß, die mit zehn Punkten abgestiegen sind. Die Jungs spielen jetzt auch für sich. Je mehr Punkte wir erreichen, desto besser wird es auch dem Einzelnen in Zukunft gehen. Das muss die Mannschaft verstehen.

Stichwort Zukunft: Werden Sie an der Warbruckstraße auch in der Landesliga arbeiten?
Das ist durchaus möglich, steht aber noch nicht fest. Ich werde Gespräche mit dem Verein führen, wie dieser sich die Zukunft vorstellt. Klar, wenn wir absteigen, wollen wir auch wieder hoch. Aber was ist dann? Wie geht es weiter? Was hat der Verein für Visionen? Und hier geht es nicht nur um die Erste Mannschaft. Wenn ich hier bleibe, dann möchte ich einen Plan verfolgen, an einer Zukunft arbeiten. Ich muss mich mit der Sache identifizieren können.

Autor: Krystian Wozniak



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