Die TV-Übertragung des DFB-Pokalfinals der Frauen zwischen dem VfL Wolfsburg und der SGS Essen (4:2 i. E.) wurde ohne Stimmen und Siegerehrung beendet. Das sorgte für Verärgerung. Jetzt hat die ARD geantwortet. 

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Frühes Ende beim Frauen-Pokalfinale: ARD bittet um Entschuldigung

05. Juli 2020, 19:51 Uhr
Foto: firo

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Die TV-Übertragung des DFB-Pokalfinals der Frauen zwischen dem VfL Wolfsburg und der SGS Essen (4:2 i. E.) wurde ohne Stimmen und Siegerehrung beendet. Das sorgte für Verärgerung. Jetzt hat die ARD geantwortet. 

Die ARD hat nach dem frühzeitigen Ende der Übertragung des Frauenfußball-Endspiels um den DFB-Pokal um Entschuldigung gebeten. „Wir können die Kritik daran verstehen, und es tut uns leid, dass wir damit manche Zuschauerin und manchen Zuschauer vor den Kopf gestoßen haben“, sagte ARD-Sprecher Bernhard Möllmann dem Express.

Unmittelbar nach dem Elfmeterschießen zwischen dem VfL Wolfsburg und der SGS Essen hatte die ARD am Samstagabend die Übertragung beendet und mit den Vorberichten aus Berlin zum Finale der Männer begonnen. Die Pokalübergabe an die Wolfsburgerinnen wurde lediglich in einem Livestream gezeigt. Die Entscheidung hatte Kritik hervorgerufen.




„Auch uns wäre es lieber gewesen, nach dem Elfmeterschießen bei den Frauen bleiben zu können, die Siegerehrung live zu übertragen und anschließend mit einem ausführlichen Vorlauf zum Pokalfinale der Männer wechseln zu können“, sagte Möllmann, der den engen Zeitplan als Grund nannte: „Es war sicherlich keine optimale Lösung, aus redaktioneller Sicht für uns aber in diesem Fall der beste Weg.“ sid

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06.07.2020 - 08:16 - Lokutus

@ Dr. Breitner

Sie sagen es, der Stellenwert ist immer mehr gestiegen, warum wird dem dann nicht Rechnung getragen ? WENN der Stellenwert gestiegen WÄRE hätte die ARD nicht erwogen so früh raus zu gehen. Ich empfinde es eher als Frechheit hier keinen Nachbericht/keine Siegerehrung zu zeigen. Zumal man schon in der Pause Hoppla Hopp mal eben zwei Fragen, zwei Tore (drei sind bis dahin gefallen !!!) abgewickelt hat und selbst für die Bundestrainerin keine Zeit mehr war.
Ausserdem, wann schaffen es die öffentlich rechtlichen endlich mal einen Reporter/eine Reporterin ins Stadion zu setzen, die sich auch mit den Spielszenen auseinander setzt.
Da schiesst eine Spielerin den Ball gegen die Latte (Nach dem Anstoss von Schönebeck) und die Reporterin muss das "nachliefern", weil sie es live nicht gesehen hat ?!
In wechem Stadion hat die gesessen ????

06.07.2020 - 05:55 - dr. breitner

Es ist doch ganz normal, dass abgewägt wird. Die Vorberichte des Männerfinals interessieren nun mal (noch) mehr Menschen als die Siegerehrung der Frauen.
Dann ist doch klar, dass der Sender diese Entscheidung trifft. Und: Wer die Siegerehrung sehen wollte, hatte die Gelegenheit dazu.
Bei Olympia z. B. müssen solche Entscheidungen auch immer getroffen werden. Was mehr interessiert, wird gezeigt. Hat ja auch finanzielle Aspekte, Werbung etc.
Indirekt hat das Frauenfinale davon ja auch profitiert und der Stellenwert ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen.

05.07.2020 - 22:01 - Spieko

Reviersport berichte über zum Teil über unwichtige Dinge...gerade dem Frauenfußball sollte mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Die ARD kann sich die verspätete Entschuldigung sparen...eh nicht ehrlich gemeint!

05.07.2020 - 21:48 - Kuk

@Reviersport:
Das Ruhtgebet besteht aus tollen Männdern und Frauen. Die Frauen haben mehr Aufmerksamkeit verdient.
Dem Kommentar von @Pschwier kann ch mich zu 100 % anschließen !

05.07.2020 - 21:46 - Kuk

Wenn die ARD (Hr. Möllmann) sagt, "Es war ... in diesem Fall der beste Weg" dann ist die Entschuldigung wohl nicht aufrichtig.
Sie würden offenbar in einem vergleichbaren Fall wieder genauso entscheiden und handeln.

05.07.2020 - 20:45 - Pschwier

Es ist jammerschade das Reviersport die SGS fast völlig in der Berichterstattung links liegen läßt. Als mit Abstand klassenhöchster Essener Verein findet man sich, wenn überhaupt, unter ferner liefen noch hinter dem Jugendfußball. Es gibt keine eigenen Berichte. Agenturmeldungen bleiben wochenlang stehen. Das gleiche gilt übrigens für die Frauen des MSV. Reviersport steht für Männerfußball, wo jedes Telefongespräch mit einem ehemaligen Viertligaspieler von RWE, den kaum noch jemand kennt, die Frauenbundesliga aus dem Blatt drängt.