Regionalliga West

Fortuna Köln: Abwehrchef Löhden leidet mit RWO

28. Oktober 2020, 15:25 Uhr
Bravo! Jannik Löhden und seine Fortuna-Mannschaftskollegen holten 18 Punkte aus den ersten neun Spielen. Foto: Thorsten Tillmann

Bravo! Jannik Löhden und seine Fortuna-Mannschaftskollegen holten 18 Punkte aus den ersten neun Spielen. Foto: Thorsten Tillmann

Nach neun Spielen liegt Fortuna Köln in der Regionalliga West gerade einmal drei Zähler hinter Spitzenreiter Rot-Weiss Essen. Am Samstag erwartet die Fortuna die U23-Mannschaft des Bundesligisten Borussia Dortmund zum Spitzenspiel.

Jannik Löhden hat im vergangenen Sommer scheinbar alles richtig gemacht: Nach drei Jahren bei Rot-Weiß Oberhausen verließ er das Ruhrgebiet mit einem weinenden Auge in Richtung Rheinland. Fortuna Köln ist seit dem 1. Juli der Arbeitgeber des 2,01 Meter großen Innenverteidigers.

Vor rund drei Monaten nannte Löhden einen seiner Gründe für seinen Weggang aus Oberhausen. "Ich wollte zu einer Mannschaft, die oben mitspielt. In Oberhausen findet aktuell ein Umbruch statt. Die Fortuna sehe ich da besser aufgestellt. Auch das war ein Grund für den Wechsel", erklärte Löhden gegenüber RevierSport.

Und Löhden sollte Recht behalten. Während RWO einen enttäuschenden Saisonstart, samt Trainerwechsel, hinlegte, gehört Fortuna Köln zu den Spitzenmannschaften der Liga. "Wir hätten gerne zwei, drei Punkte mehr auf dem Konto. Spiele wie gegen Lotte oder Wiedenbrück müssen wir eigentlich gewinnen. Aber trotzdem sind wir mit dem Zwei-Punkte-Schnitt zufrieden. Wenn wir diesen beibehalten, dann haben wir gute Chancen, lange oben dranzubleiben", sagt Löhden.

Löhden beruhigt RWO-Fans: "Für unten ist die Mannschaft viel zu gut besetzt"

Um weiter an Ligaprimus RWE dranzubleiben, wollen die Fortunen am Samstag gegen Borussia Dortmund II, das bei einem ausgetragenen Spiel weniger zwei Punkte vor den Kölnern liegt, gewinnen. "Am Ende werden die kleinen Spiele entscheiden. Hiervon muss man in der Summe versuchen, so viele wie möglich zu gewinnen. In den Topspielen gilt es, sich als Mannschaft den Spirit aufrechtzuerhalten. Klar, da helfen natürlich auch Siege. Wir wollen Dortmund schlagen."

Dass das kein leichtes Unterfangen wird, weiß auch Löhden. "Spiele gegen die U23-Mannschaften sind immer schwer. In den letzten Jahren habe ich im Trikot der Alemannia, Viktoria oder RWO immer viele Partien gegen die U-Teams bestritten und es war nie einfach. Wir wissen, welche große Qualität mit dem BVB II auf uns zu kommt", betont der gebürtige Buxtehuder Löhden, der seit sieben Jahren in Köln lebt.

Auch wenn er mit der Fortuna in den oberen Gefilden der Tabelle Zuhause ist, schielt er immer wieder darauf, was denn sein Ex-Klub macht. Und am Samstag gibt es auch ein Wiedersehen mit einem alten RWO-Bekannten. Benjamin Schüßler ist nämlich seit der Saison 2020/2021 Athletiktrainer beim BVB II, zuvor arbeitete er viele Jahre in Oberhausen. "Dass es für RWO schwer werden würde, die guten vergangenen Jahre zu wiederholen, war mir eigentlich klar. Leider fühle ich mich nach einem knappen Viertel der Saison bestätigt. Es sind ja nicht nur gute Spieler gegangen, sondern das komplette Trainerteam, inklusive Benny Schüßler, der in Oberhausen auch eine Institution und sehr wichtig war. Aber am Ende wird RWO keine Probleme haben die Klasse zu halten und einen ordentlichen Rang belegen. Für unten ist die Mannschaft viel zu gut besetzt", sagt Löhden.

Und für ganz oben, ist Fortuna Köln dafür gut besetzt? Löhden: "(lacht) Rot-Weiss Essen hat doch oft betont, dass sie aufsteigen wollen. Reicht ja, wenn das ein Klub macht. Wir bleiben in Lauerstellung und fühlen uns in dieser Rolle auch wohl. Dass man als Fußballer immer das Maximum in einer Saison erreichen will, ist doch auch klar."

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28.10.2020 - 17:42 - Platzwart_sein_sohn

ich bin auch für Unentschieden.

28.10.2020 - 17:34 - Anton Leopold

Ein Unentschieden zwischen Fortuna Köln und BVB II wäre eine feine Sache.

28.10.2020 - 17:04 - Außenverteidiger

Wer mit ein paar hundert Zuschauer in der Pandemie kalkuliert, kann sich theoretisch jeden Topspieler leisten. Mal schauen, wie es um die Bonität der Fortuna steht.