14.849 Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena sahen ein hitziges Flutlichtspiel zwischen dem MSV Duisburg und Eintracht Braunschweig. Der Tabellenführer sicherte sich mit dem 1:1-Remis (0:1) dank Ahmet Engin einen wichtigen Zähler.

Gegen Lieberknechts Ex-Klub Braunschweig

Formstarker Engin rettet MSV Duisburg einen Punkt

Fabian Kleintges-Topoll
07. Februar 2020, 20:39 Uhr

Foto: firo

14.849 Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena sahen ein hitziges Flutlichtspiel zwischen dem MSV Duisburg und Eintracht Braunschweig. Der Tabellenführer sicherte sich mit dem 1:1-Remis (0:1) dank Ahmet Engin einen wichtigen Zähler.

Die Ausgangslage: Die Vorzeichen vor dem traditionsreichen Spitzenspiel hätten unterschiedlicher kaum stehen können. Spitzenreiter Duisburg startete mit vier Punkten souverän ins neue Jahr. Doch die Zebras haben den 4:1-Erfolg in Münster teuer bezahlt. Routinier Marvin Compper zog sich einen Muskelfaserriss zu und fällt wochenlang aus. Lukas Boeder erhielt in der Innenverteidigung neben Vincent Gembalies den Vorzug gegenüber Lotte-Neuzugang Matthias Rahn. Die Gäste aus Braunschweig warten seit sechs Spielen auf einen Sieg. Die Mannschaft von Marco Antwerpen ist bis auf Rang fünf abgerutscht.

Spruchband-Konter: Das Hinspiel gewann der MSV Anfang August 2019 klar mit 3:0. Die Anhänger der Niedersachsen richteten damals eine deutliche Botschaft an ihren Ex-Trainer Torsten Lieberknecht. „Torsten lass die Zebras raus. Die Löwen haben Hunger“, hieß es damals aus der Kurve im Eintracht-Stadion. Grund genug für die MSV-Anhänger dem Spruchband der Braunschweiger trocken zu kontern: „Löwen sind nur große Katzen. Torsten lass die Zebras nochmal raus.“

Denkzettel des Spiels: Den bekam Lukas Daschner verpasst. Das Duisburger Eigengewächs bekam in der vergangenen Woche eine Pause, am Freitag saß er erneut nur auf der Bank. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass Torsten Lieberknecht in seiner Startelf zwei Mal hintereinander auf den 21-Jährigen verzichtete. Der Grund: Ahmets Engin Formkurve steigt und steigt. Zudem spielte Leroy-Jacques Mickels an Stelle von Lukas Scepanik – der Trainer vertraute seiner treffsicheren Offensive, die allerdings zunächst kaum ins Rollen kam.

Vermeij-Comeback: Eine halbe Stunde vor Schluss durfte Daschner dann doch noch ran. Er kam für Petar Sliskovic, der in Münster doppelt traf. Der Vermeij-Vertreter blieb am Freitag völlig blass und war an der Entstehung des 0:1 nicht unbeteiligt. Vermeij, der zwei Spiele wegen einer Grippe fehlte, betrat nach 59 Minuten ebenfalls den Rasen und feierte sein Comeback.

Das Spiel: Wenige Augenblicke vor der Pause schien der MSV gedanklich schon in der Kabine gewesen zu sein. Sliskovic und Joshua Bitter rauschten an einem eigentlich ungefährlichen Braunschweiger Freistoß vorbei. Robin Ziegele, der früh für den verletzten Benjamin Kessel aufs Feld musste, lauerte und tauchte völlig frei vor Leo Weinkauf auf. Aus fünf Metern hatte er leichtes Spiel und traf zur Braunschweiger Führung. Bis dahin war es eine chancenarme Partie. Die Zebras brauchten ihre Anlaufzeit. Erst nach 74 Minuten stellte Engin mit einer gelungenen Einzelaktion auf 1:1.

Der Ausblick: Trotz der Punkteteilung bleibt der MSV Tabellenführer der 3. Liga. Der FC Ingolstadt könnte mit einem Sieg in Würzburg am Sonntag allerdings an den Zebras vorbeiziehen. Die Meidericher reisen am kommenden Wochenende zum Auswärtsspiel nach Zwickau.

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