Mikhail Ponomarev, Präsident des KFC Uerdingen, hat aktuell alle Hände voll zu tun. Und das nicht nur beim KFC, der auf der Suche nach einem neuen Trainer ist. Ponomarev hat Ärger mit den Krefeld Pinguinen. 

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Finanzielle Zusagen nicht eingehalten: Pinguine vs. Ponomarev

25. September 2019, 14:17 Uhr

Foto: firo

Mikhail Ponomarev, Präsident des KFC Uerdingen, hat aktuell alle Hände voll zu tun. Und das nicht nur beim KFC, der auf der Suche nach einem neuen Trainer ist. Ponomarev hat Ärger mit den Krefeld Pinguinen. 

Der russische Geschäftsmann ist Gesellschafter beim Eishockey-Klub aus Krefeld. Der Erstligist hat Ponomarev nun  öffentlich dazu aufgefordert, ausstehende Schulden zu begleichen.

Bei der Pressekonferenz am Mittwoch hat Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos ein Statement verlesen, welches den KFC-Boss Ponomarev nicht gut dastehen lässt. "Leider kommt Mikhail Ponomarev seinen Verpflichtungen und Zusagen gegenüber der KEV Pinguine Eishockey GmbH seit Monaten nicht nach. Grundsätzlich habe ich kein Interesse mit einem Gesellschafter zu arbeiten, der ein derart respektloses Verhalten an den Tag legt und an Unzuverlässigkeit kaum mehr zu überbieten ist. Herr Ponomarev gefährdet damit die Zukunft des DEL Standorts Krefeld erheblich. Sollte sich auch in den nächsten Wochen an seinem Verhalten nichts ändern, bleiben mir als Geschäftsführer nicht viele Möglichkeiten darauf zu reagieren. Dahingehend fordere ich Sie, Herr Ponomarev, nun öffentlich auf, ihren Verpflichtungen und Zusagen gegenüber der KEV Pinguine Eishockey GmbH nachzukommen."

Nach Informationen der "Westdeutschen Zeitung" soll Ponomarev den Krefeld Pinguinen rund 500.000 Euro schulden. 

Niederländischer Zweitligist verhandelt mit KFC-Boss

Ponomarev, der am Dienstagabend KFC-Trainer Heiko Vogel in den Wind geschossen hatte, verhandelt aktuell auch mit dem niederländischen Fußball-Zweitligisten NEC Nijmegen


Laut einem Medienbericht steht er davor, dem niederländischen NEC Nijmegen Geld zu leihen. Nach Angaben der niederländischen Zeitung "De Gelderlander" laufen Gespräche zwischen dem russischen Geschäftsmann, der seit dem Frühjahr 2015 beim KFC Uerdingen das Sagen hat, und Nijmegen über „finanzielle Optionen“. Die NEC ist in Not. Laut des Berichts muss eine Finanzlücke von 700 000 Euro bis zum Ende des Jahres geschlossen werden.

Wie NEC-Chef Wilco van Schaik jedoch den Kollegen von "De Gelderlander" erklärte, gehe es bei den Verhandlungen mit dem KFC-Boss überhaupt nicht um eine Übernahme des Vereins durch Ponomarev. Lediglich um eine finanzielle Unterstützung. 

Die Verhandlungen Ponomarevs mit Nijmegen dürften die Verantwortlichen der Krefelder Pinguine wohl noch stutziger machen...

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Kommentieren

27.09.2019 - 19:54 - Jünther, Jötz und Jürgen

Liebe Krefelder Fußballfreunde.
Ist es eigentlich richtig was man sich so erzählt, dass Herr Ponomarev in der Kabine nach dem 0:3 gegen Mannheim komplett ausgerastet ist?
In Liga3-Online berichtet man über einen Mitschnitt eines Spielers.
Nun schaltet sich auch die Mutter von Herrn Ponomarev ein: ,, Ja, wenn mein kleiner Mikhail sein Spielzeug nicht bekam oder japutt jegangen ist, huihuihui.......´´
Arme Spieler, armesTeam,armer Verein. Trotz Geld. Wie jeht datt denn?

26.09.2019 - 12:25 - Rattenfänger

Wo ist "Moskau-Inkasso", wenn sie mal gebraucht werden? Oder besuchen die keine Landsleute?

26.09.2019 - 10:51 - Cronenberger

Noch zur Ergänzung:
Mich wundert, daß ausgerechnet die Stadt Düsseldorf dem KFC die Arena zur Verfügung gestellt hat, nachdem man mit ihm ja sowieso schon schlechte Erfahrungen bei der DEG gesammelt hat!
Aber vielleicht war man da ja mittlerweile cleverer und hat sich die Saison im Voraus bezahlen lassen!

26.09.2019 - 10:47 - Cronenberger

@Bahnschranke
Wieso hat der Bericht nichts mit dem KFC zu tun?
Sehe ich ganz anders, schließlich ist der KFC auch von Herrn P. finanziell bis in die Haarspitzen abhängig!
Wenn man sieht, wo er bisher überall mitgemischt hat, hat er in keinem (!) Engagement seine Verpflichtungen erfüllt, oder erst nach massiver Aufforderung.
Warum sollte es also gerade beim KFC anders sein?
Insofern sollten beim KFC schonmal die Alarmglocken ganz laut schrillen, denn was dort abläuft, ist nur eine tickende Zeitbombe1
Einschlägige Erfahrungen haben nun ja die DEG, Fortuna Düsseldorf, die Krefeld Pinguine, aber auch einige dutzend ehemaliger Spieler und Trainer, sowie private Geschäftsleute
gemacht, die Rechnungen ausgestellt und von ihm nicht bezahlt bekommen haben, oder nur nach intensiven Androhungen und Mahnverfahren.
Man denke nur in der Spitze an die Eigentümer der Arena in Duisburg, Hotels in Deutschland die den KFC beherbergten und andere!
Der Mann scheint nach dem Motto zu leben, was interessieren mich die Gesetze in meinem Gastland!
Ich zahle nur wenn ich Lust dazu habe!
Dumm genug, wer sich die Zusagen nicht schriftlich geben lässt!
Wer mit solchen Leuten Geschäfte macht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er unter die Räder kommt!
Ich frage mich nur, warum immer wiedr genug Dumme auf solche Machenschaften reinfallen?
Auch Nijmwegen müsste doch mittlerweile mitbekommen haben, daß die Worte n ur leer und hohl sind und man früher oder später darüber stolpert!
Nur dort, und in Krefeld beim KFC und dessen Anhängern glaubt man immer noch an den gutherzigen Onkel mit dem dicken Geldbeutel, der das alles uneigennützig macht!

Fakt ist, wenn er seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, bekommt jeder Verein Probleme.
Denn die Rechnungen sind ja nicht auf ihn ausgestellt!
Das wird der KFC auch noch zu spüren bekommen.
Ist nur eine Frage der Zeit!

26.09.2019 - 10:32 - Bahnschranke

Obwohl der Bericht mit dem KFC eigentlich nichts zu tun hat, sollten bei den Verantwortlichen und den Fans, oder zumindest denen die mit Uerdingen sympathisieren, sich die Nackenhaare aufstellen. Man erkennt ein Muster, ob man will oder nicht. Man erhält ein Bild von Herrn P. das jedem im Verein Angst machen muss. Es ist nicht die Frage, ob der KFC sich auflöst, sondern nur noch wann er es tut.
Die Ausrichtung ist klar und die Abhängigkeit von einer Person, die je nach Laune einen Scherbenhaufen hinterlässt, ist beunruhigend. Die die es nicht wahrhaben wollen, sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht. Der KFC besteht überwiegend aus Lemminge....

26.09.2019 - 10:30 - asaph

Mr. P. ist so wie viele seiner Landsleute: einfach arrogant, stolz und besserwisserisch!

26.09.2019 - 09:17 - Wupperstolz

Der russische Oligarch sucht sich doch schon in den Niederlanden ein neues Spielzeug, weil er bald sein Spielzeug KFC fallen lässt!

26.09.2019 - 08:02 - Jünther, Jötz und Jürgen

Gähn.

Warum schreibt man immer von einem Investor? Wenn jeder weiß, dass man in diesen Vereinen und Ligen kein Geld verdienen kann.
Man sollte einfach mal die wahren Gründe hinterfragen. Den KFC Mitgliedern und Fans kann man nur raten sich ihren Verein wieder zurück zu holen.
Es wird sonst immer schwieriger seriöse Unternehmen, Sponsoren und Mäzene für den Verein zu gewinnen.

25.09.2019 - 18:28 - RWEimRheingau

Nun bleibt mal fair, der KFC ist auch ein Traditionsverein und auch die Pinguine sind so einzustufen! Aber hier geht es nur den großkotzigen Investor, der deutlich macht, dass man sich einem solch windigem Geschäftsmann nicht ausliefern darf darf!

25.09.2019 - 17:38 - Spieko

und alle ihn lassen...

25.09.2019 - 16:01 - westkurver

Weil er es kann......

25.09.2019 - 15:36 - elfmeterkiller

Einfach nur unfassbar was eine einzelne Person mit einem Verein anrichten kann.
Da klammert sich der Verein an den letzten Strohhalm, gibt sich in fremde Hände und geht dann ganz unter.

25.09.2019 - 14:34 - rwebvb

Wen interessiert die Hähnchenbraterei Uerdingensbums?

25.09.2019 - 14:28 - firlefanz1905

Wen interessiert Eishokey

25.09.2019 - 14:28 - firlefanz1905

Wen interessiert Eishokey