Der Mülheimer FC hat nach letztem Jahr erneut die Hallenstadtmeisterschaft gewonnen. Im Finale setzte sich der Bezirksligist gegen Blau-Weiß Mintard im Neunmeterschießen mit 5:4 (2:2) durch.

Halle Mülheim

Final-Wahnsinn in Mülheim - MFC verteidigt Stadtmeister-Titel

Tizian Canizales
04. Januar 2020, 20:33 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Der Mülheimer FC hat nach letztem Jahr erneut die Hallenstadtmeisterschaft gewonnen. Im Finale setzte sich der Bezirksligist gegen Blau-Weiß Mintard im Neunmeterschießen mit 5:4 (2:2) durch.

In den letzten drei Spielminuten nahm der Wahnsinn seinen Lauf. Der Mülheimer FC, bis dato mit 0:2 zurück, kam durch Celal Karabudak und Yusuf Isik per Doppelschlag zum Ausgleich. „Uns sollte man niemals abschreiben“, freute sich MFC-Trainer Hakan Katiciroglu, der bis dahin kein gutes Turnier seiner Mannschaft gesehen hatte. „Mir kam es so vor, als ob die Jungs das ganze nicht richtig ernst genommen haben“, kritisierte er und ergänzte: „Mintard hat über das ganze Turnier gesehen souveräner gespielt. Am Ende sind dann aber gegen ein klassenhöheres Team kurz vor Schluss zurückgekommen. Und auch wenn wir erst im Neunmeterschießen gewonnen haben, finde ich den Turniersieg absolut verdient.“

Eben jenes Neunmeterschießen bildete den Schlusspunkt eines hochdramatischen Finals. Torschützenkönig Marco Brings scheiterte direkt als Erster vom Punkt, je ein weiterer Schütze auf jeder Seite sollte es ihm gleichtun. Am Ende behielt der Mülheimer FC die Oberhand und darf sich nun Titelverteidiger nennen.

Mintard macht fast alles richtig

Auf der Verliererseite herrschte naturgemäß Enttäuschung. Pierre Hirtz und Sinan Kilincarslan hatten die eigentlich beruhigende 2:0-Führung herausgeschossen, am Ende reichte es aber nicht. „Hätten wir die letzten Minuten konsequenter zu Ende gespielt, hätten wir das Ergebnis sicherlich auch über die Zeit gebracht. Neunmeterschießen ist dann natürlich immer eine Lotterie, daher kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen“, erklärte Co-Trainer Fabio Audia.

Bis zum Finale war Mintard das Maß aller Dinge. Angeführt von ihrem Top-Torjäger Brings gelangen dem Landesligisten 17 Treffer in vier Spielen. „Alles in allem können wir mit diesem zweiten Platz sehr zufrieden sein. Wir haben ein starkes Turnier gespielt", lobte Audia abschließend.

B-Ligist wird Dritter

Die Überraschung des Turniers ist zweifelsohne Fatihspor Mülheim. Der B-Ligist trat als klassentiefster Verein in der Endrunde an und schaffte es zunächst, den Bezirksligisten Rot-Weiß Mülheim in einem Herzschlag-Gruppenfinale auszuschalten. Nach einer 1:4- Halbfinalpleite gegen Mintard stand dank eines 4:2-Sieges im Neunmeterschießen um Platz drei schließlich eben jener zu Buche.

Trainer Selami Gümel war zufrieden mit seiner Mannschaft, wie er im Gespräch mit RevierSport erklärte: „Meine Jungs haben eine gute Leistung gebracht, ich bin sehr stolz auf sie. Wir haben gute Hallenspieler, mit ein bisschen Glück hätten wir sogar das Finale erreichen können. Am Ende entscheidet dann eben die Tagesform.“

Die war auf Seiten der Mintarder und des MFC, die den Zuschauern ein packendes Turnierende lieferten.

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