Feuerwehrmänner müssen zum Einsatz - irrer Kreisliga-Abbruch

02.04.2019

KL

Feuerwehrmänner müssen zum Einsatz - irrer Kreisliga-Abbruch

Foto: Frank Oppitz

Die einzigartigsten Geschichten im Fußball schreibt - natürlich - die Kreisliga. Das bewiesen am vergangenen Wochenende zwei Vereine aus dem Kreis Tecklenburg in Westfalen eindrucksvoll.

In der dortigen Kreisliga B wurde die Partie zwischen Westfalia Westerkappeln und dem SV Brukteria Dreierwalde ll abgebrochen - der Auslöser dafür ist kurios. Die Osnabrücker Zeitung berichtet. 


Fünf Spieler der Gäste engagieren sich nämlich in der ortsansässigen freiwilligen Feuerwehr. Und diese meldete sich ausgerechnet, als die Dreierwalder gerade auf dem Hinweg zum Auswärtsspiel in Westerkappeln waren. Die Feuerwehrmänner mussten also umkehren und ihrer Pflicht nachgehen - mit weitreichenden Folgen für ihr Team. Das war ohnehin nur mit 14 Spielern angereist und hatte nun nicht mehr genügend Spieler im Kader. 

Spielwertung: 2:0 statt 6:0 

Brukteria schenkte die Partie aber vorerst nicht ab und trat in doppelter Unterzahl - mit nur neun Spielern - an. Mit mäßigem Erfolg: Zur Pause lagen sie bereits 0:6 zurück, dazu hatte sich ein weiterer Spieler verletzt. Da entschlossen sich die Dreierwalder dazu, die Begegnung nicht mehr fortzusetzen, der Schiedsrichter brach das Spiel ab. Laut der Osnabrücker Zeitung hat sich Westerkappeln die 6:0-Halbzeitführung aber umsonst erarbeitet, denn die Partie wird mit 2:0 zu ihren Gunsten bewertet. 

Markus Sparenberg Trainer der Gastgeber, war daher mäßig begeistert. "Für uns ist das extrem ärgerlich“, meinte er gegenüber der Westfälischen Nachrichten. „Ich habe großen Respekt vor dem ehrenamtlichen Einsatz der Spieler. Uns ist durch den Abbruch aber die Chance genommen worden, etwas für das Torverhältnis zu tun. Und das zählt ja auch.“

Schließlich spielt Westerkappeln als Tabellenzweiter noch um den Aufstieg in die Kreisliga A mit. Derweil liegt Brukteria Dreierwalde ll mit nur neun Punkten nach 20 Spielen bereits fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer am Tabellenende. ea










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