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28.02.2019

Köln

FC nach "dreckigem Sieg" Spitzenreiter zu Wieverfastelovend

Foto: firo

Die Profis des 1. FC Köln eroberten durch das 1:0 bei Erzgebirge Aue wieder die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga - pünktlich zum Start in das närrische Treiben.

Matchwinner Marco Höger brachte die Stimmung im Lager des an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga zurückgekehrten 1. FC Köln auf den Punkt. "Wenn man durch so ein krummes Ding so einen dreckigen Sieg einfährt, ist das schöner als ein 8:1 gegen Dresden", resümierte der Mittelfeldspieler, der mit dem halben Eigentor (35.) den 1:0 (1:0)-Erfolg bei Erzgebirge Aue im Nachholspiel unter Dach und Fach brachte.

Es war der erste Pflichtspieltreffer für den Ex-Schalker für Köln, obwohl zunächst Zweifel bei ihm blieben: "Ich war mir bis zur Halbzeit selber nicht sicher, ob ich das Tor erzielt habe. Dann hat es der Schiedsrichter mir aber bestätigt."

Pünktlich zu Wieverfastelovend am Donnerstag grüßt der FC somit wieder von der Spitze und scheint sein Tief nach zwei Siegen in Folge überwunden zu haben. "Wir müssen jetzt am Sonntag in Ingolstadt nachlegen. Wenn wir das schaffen, dann können die Jungs am Rosenmontag feiern", betonte Trainer Markus Anfang, dessen Team im Flugzeug auf dem Weg zurück ins Rheinland am Mittwochabend mit dem Aufdruck auf den Sitzen "Auswärtssieg" empfangen wurde.

Der Coach freute sich, dass vor allem die taktischen Maßnahmen, die Defensive der Geißböcke zu stärken, in Sachsen griffen und seine Schützlinge das Ihrige taten, um ohne Gegentor zu bleiben. Anfang: "Die Jungs wollten unbedingt zu null spielen, das ist uns zuletzt nicht oft gelungen." Torwart Timo Horn freute sich auch, dass die Null beim FC mal wieder stand: "Und dann kann man auch mal, wie man so schön sagt, solch einen dreckigen Sieg mit nach Hause nehmen."

Das Spiel der Rheinländer war zwar nicht immer schön anzuschauen, aber immerhin zeigten sich die Kölner im Abwehrverhalten stark verbessert. Die 3-3-2-2-Aufstellung von Anfang führte dazu, dass seine Mannschaft kompakter agierte als zuletzt und dem FC Erzgebirge nur wenige Chancen eröffnete. Allerdings warnte Höger zugleich: "Für das Umfeld und die mitgereisten Fans ist es schön, dass wir in der Tabelle jetzt von oben grüßen können, aber wir wissen das schon richtig einzuordnen. Es sind noch ein paar Spiele, und es zählt am Ende nach 34 Spieltagen, wo wir stehen."

Vergessen ist beim FC vorerst der schwache Start ins neue Jahr und eine Serie von drei Pleiten in vier Partien zwischen dem 18. und 22. Spieltag, die sogar den Chefcoach unter Druck setzte. Anfang kann sich entspannen, wenngleich die Tabellensituation alles andere als ein Ruhekissen für ihn und sein Team ist. sid

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