Der FC Kray geht ohne feste Zielsetzung in die kommende Oberliga-Saison. Corona-bedingt gibt es dafür zu wenig Planungssicherheit. 

OL Niederrhein

FC Kray: „Sind für alle Situationen gerüstet!“

03. August 2020, 14:51 Uhr
Foto: Stefan Rittershaus

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Der FC Kray geht ohne feste Zielsetzung in die kommende Oberliga-Saison. Corona-bedingt gibt es dafür zu wenig Planungssicherheit. 

Auch an der Buderusstraße nimmt die Vorbereitung auf die neue Spielzeit immer mehr Fahrt auf. Zum Start der Testspielphase unterlag der FC Kray dem klassenhöheren Wuppertaler SV am vergangenen Samstag denkbar knapp mit 2:3. Aus Sicht des Trainers ein durchaus achtbares Ergebnis: „Angesichts des Kaders, mit dem wir angetreten sind, kann man wirklich zufrieden sein“, lobt Dennis Brinkmann, der noch auf einige Spieler aufgrund von Verletzungen oder Urlaub verzichten musste.


Deutlich schwerer fällt dem neuen Cheftrainer allerdings eine Einschätzung des aktuellen Vorbereitungsstands seiner Mannschaft. „Das kann man überhaupt nicht abschätzen“, so der 41-Jährige. „Dadurch, dass noch so viele fehlen und wir auch 13, 14 neue Jungs geholt haben, ist das jetzt noch zu früh.“

Brinkmann sieht viele Unklarheiten

Auch sportlich lässt sich Brinkmann keine Prognose oder Zielsetzung entlocken, dafür gebe es einfach zu viele Variablen und Unklarheiten in Hinblick auf die kommende Mammut-Saison mit 23 Teams in der Oberliga Niederrhein. „Die Jungs, die wir geholt haben, kommen ja auch teilweise aus tieferen Ligen oder waren nicht zwingend Stammspieler beim alten Verein. Wir haben aber die Fantasie, dass das mit denen klappt und trauen es jedem absolut zu. Außerdem wissen wir nicht, wie starke Mannschaften wie zum Beispiel Monheim oder Schonnebeck aus der Pause kommen. Es gibt einfach zu viele Unbekannte, um ein klares Ziel formulieren zu können.“


In den nächsten Wochen heißt es nun, sich vor allem im athletischen Bereich bestmöglich auf den Saisonstart vorzubereiten. „Das sah in Wuppertal schon sehr ordentlich aus, trotzdem müssen wir dann auf den Punkt da sein, wenn die Meisterschaft losgeht und dann können wir schauen, wo der Weg hingeht“, gibt der Ex-Gütersloher zu bedenken. „Bei so einer langen Spielzeit muss man ja ein wenig ins Blaue hinein planen. Deswegen kann es auch sein, dass wir eine gewisse Zeit - vielleicht sogar drei bis vier Monate – brauchen, bis sich alles entwickelt hat. Da müssen wir dann alle ganz ruhig bleiben, da wir meiner Meinung nach für jede mögliche Situation gut gerüstet sind.“

Das nächste Testspiel bestreitet der FCK am kommenden Donnerstag gegen den VfB Speldorf. Für Brinkmann also die nächste Gelegenheit, um sich ein Bild des aktuellen Leistungsstands seines Teams zu machen.

Autor: Dominik Oberholz

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