Im November präsentierte der 1. FC Köln den Rückkehrer Anthony Modeste als ablösefreien Transferzugang in der Domstadt. Nun droht den Kölnern die Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von sieben bis 30 Millionen Euro.

Wegen Modeste

FC Köln droht Schadensersatz in Millionenhöhe

Kevin Lenk
16. Februar 2019, 11:19 Uhr

Kölns Anthony Modeste steht bei der Ballannahme in der Luft. Foto: Guido Kirchner/dpa

Im November präsentierte der 1. FC Köln den Rückkehrer Anthony Modeste als ablösefreien Transferzugang in der Domstadt. Nun droht den Kölnern die Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von sieben bis 30 Millionen Euro.

„Anthony hat heute einen Vertrag unterschrieben“, verkündete FC-Präsident Werner Spinner im November unter dem Applaus der geladenen Gäste bei einer Jubiläumsfeier der Kölner. Der Angreifer wurde aus China zurückgeholt. Damals war nicht abzusehen, zu welcher Posse sich der Wechsel entwickeln würde.


Darf Modeste spielen, oder nicht? War der Wechsel aus China zurück zum 1. FC Köln rechtens, oder nicht? Nur eines galt als sicher: Der FC trägt bei dieser Rückholaktion kein finanzielles Risiko.

Nun kommt aber alles anders. Modeste darf zwar nun endlich für den FC Köln auflaufen (beim 2:3 in Paderborn gab er sein Debüt samt Tor), allerdings könnte der Wechsel die Kölner nun doch noch einiges an Geld kosten. Wie die "BILD"-Zeitung berichtet, droht den Geißböcken eine Schadensersatz-Zahlung in Höhe von sieben Millionen Euro an den China-Klub. 

Summe kann auf 30 Millionen ansteigen

Laut unterschiedlicher Juristen geht die mögliche Schadensersatz-Summe weit auseinander. Demnach liegt die geringste Summe bei sieben Millionen, die höchste bei 30 Millionen Euro. Das jüngste Urteil des internationalen Sportgerichtshofs "CAS" macht den Kölnern jedoch Hoffnung, dass sich die Zahlung im Bereich der geringsten Summe bewegen wird. 

Nun muss sich das Gericht damit befassen, ob die Kündigung von Modeste aufgrund ausstehender Gehälter beim China-Klub rechtens war, oder nicht. Der Franzose fordert rund 30 Millionen Euro an ausstehenden Zahlungen von seinem ehemaligen Arbeitgeber. Die Chinesen hingegen sehen sich im Recht und fordern nun Schadensersatz.

Sollte Modeste vor dem CAS gewinnen, dann ist auch für den FC alles gut. Dann wechselt Modeste wie geplant ablösefrei zum Zweitligisten. Wenn jedoch Ex-Klub Tianjin gewinnen sollte, dann wird es für die Kölner teuer. In vergleichbaren Fällen wurde die Höhe des Schadensersatzes immer durch das ausstehende Gehalt des Spielers bemessen. Im Fall Modeste liegt diese bei 30 Millionen Euro. kl

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17.02.2019 - 09:05 - hadi

Seltsame Sichtweise!, - # In vergleichbaren Fällen wurde die Höhe des Schadensersatzes immer durch das ausstehende Gehalt des Spielers bemessen. #

Müssen die fehlenden Gehälter denn nicht beglichen werden?

16.02.2019 - 16:12 - Meysegeyer

"Laut" steht im Deutschen mit Dativ, aber ganz sicher nicht mit Genitiv. Also: "Laut unterschiedlichen Juristen".

16.02.2019 - 13:57 - Kuk

"Nur eines galt als sicher: Der FC trägt bei dieser Rückholaktion kein finanzielles Risiko." und "In vergleichbaren Fällen wurde die Höhe des Schadensersatzes immer durch das ausstehende Gehalt des Spielers bemessen." paßt nicht wirklich zusammen.