Oberliga Westfalen

FC Eintracht Rheine: Zwischen Wartemodus und Angriffsplan

RevierSport
16. April 2021, 15:47 Uhr
Cihan Tasdelen, Trainer des FC Eintracht Rheine. Foto: Thorsten Tillmann

Cihan Tasdelen, Trainer des FC Eintracht Rheine. Foto: Thorsten Tillmann

Bei Oberligist FC Eintracht Rheine herrscht große Sehnsucht nach dem Fußball. Cheftrainer Cihan Tasdelen spricht über den aktuellen Stand und die Ziele des Vereins.

Die Oberliga Westfalen steht nach wie vor still. Ein Umstand, der Einfluss auf die Kaderplanung sowie auf das Mannschaftstraining hat. Die aktuellen Einschränkungen haben auch vor dem FC Eintracht Rheine nicht Halt gemacht. Übungsleiter Cihan Tasdelen sagt über die jetzige Situation: „Wir befinden uns derzeit im Wartemodus. Die Jungs haben Bock wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Um die Mannschaft fit zu halten, wurde der Trainingsplan angepasst, beispielsweise durch Trainingseinheiten per Videokonferenz. Außerdem wird ein- bis zweimal in der Woche ein Einzeltraining abgehalten damit die Jungs am Ball bleiben.“

Laut Tasdelen kommt die pandemiebedingte Umstrukturierung dennoch gut bei den Spielern an „Wir stehen in engem Kontakt mit den Spielern und bekommen regelmäßig positives Feedback von der Mannschaft. Es ist für uns alle eine schwierige Situation, aber besser als nichts.“

„Wir wollen immer das Maximum rausholen“

Tasdelen gibt eine klare Marschrichtung bezüglich der nächsten Saison vor: „Ich habe in Rheine zugesagt, weil ich enormes Potenzial in der Mannschaft sehe. Ich weiß was meine Jungs können und kann sagen, dass sie nicht auf die unteren Tabellenplätze gehören. Wir wollen immer das Maximum rausholen und wir gehen in jede Partie mit dem Ziel, drei Punkte mitzunehmen.“

In punkto Transfers scheint die Planung für die kommende fast abgeschlossen, aber nur fast. Gegenüber RevierSport verriet Tasdelen: „Eine Situation wie diese habe ich in 25 Jahren Trainerkarriere nicht erlebt. Was Neuverpflichtungen angeht, bin ich immer vorsichtig, fast schon pingelig. In der Regel schaue ich mir immer die letzten drei bis vier Partien von potenziellen Spielern an. Da dies aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich ist, war es natürlich schwieriger passende Kandidaten zu sichten. Jedoch kannten wir die Spieler dennoch gut und haben niemanden blind verpflichtet.“

Eintracht Rheine: Topscorer Luca Meyer ist flexibel

Trotz der kurzen Saison konnte in der vergangenen Spielzeit vor allem ein Spieler auf sich aufmerksam machen. Mit vier Toren führt Luca Meyer die vereinsinterne Torjägerliste an. Dabei ist Meyer keinesfalls ein klassischer Stürmer.

„Luca ist eigentlich kein gelernter Stürmer, sondern zentraler Mittelfeldspieler. Er kann als Innenverteidiger, Sechser, Zehner oder Stürmer spielen und hat gezeigt, dass er auch in der Box gefährlich ist. Von dieser Flexibilität profitieren wir als Verein enorm.“

Auf die Frage, ob Meyer auch nächste Saison als Stürmer gesetzt ist, entgegnete Coach Tasdelen: „Mit Luca musste am Anfang der Saison unser Ex-Trainer Tobias Wehmschulte aus der Not eine Tugend machen. Mittlerweile sind wir aber auf jeder Position zweifach besetzt und haben mit Viktor Maier (von SC Wiedenbrück) einen neuen Angreifer verpflichtet, sodass Luca aller Voraussicht nach ab nächster Saison wieder aus dem Mittelfeld agieren wird.“

Autor: Lennard Becker

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