Die Regionalliga-West-Saison geht in den Endspurt. Der Aufstiegskampf ist so spannend wie lange nicht mehr. Rot-Weiß Oberhausen will das Wunder mit Geschlossenheit packen.

Liga-Endspurt

Fans sollen RWO zum Wunder tragen

Philip Ronden
13. April 2019, 21:45 Uhr

Foto: Micha Korb

Die Regionalliga-West-Saison geht in den Endspurt. Der Aufstiegskampf ist so spannend wie lange nicht mehr. Rot-Weiß Oberhausen will das Wunder mit Geschlossenheit packen.


Es ist schon eine besondere Geschichte, die Rot-Weiß Oberhausen in dieser Saison schreibt. In der Regionalliga West berechtigt der erste Platz in diesem Jahr zum direkten Aufstieg in Liga drei. Die großen Traditionsvereine aus Essen, Aachen und Wuppertal wollten oben mitmischen und Viktoria Köln Paroli bieten. Letztlich waren es jedoch die Kleeblätter, die sich als ärgster und sogar einziger Konkurrent der Kölner herauskristallisierten.

Elf Jahre ist es bereits her. Damals stieg RWO aus der Regionalliga, - die Spielklasse war die heutige 3. Liga -  in die 2. Bundesliga auf. So nah wie in diesem Jahr war man einem Aufstieg in Oberhausen schon ewig nicht mehr. „Wir erleben im Moment auf vielen Ebenen eine außergewöhnliche Saison. Ich sehe eindeutig Parallelen zu 2008 als wir in die 2. Liga aufgestiegen sind“, sagt Sportdirektor Jörn Nowak. 


Die offensichtlichste Ebene, die sportliche, liest sich mehr als nur beeindruckend: 16 Siegen stehen nur fünf Niederlagen gegenüber. Nach 29 Spielen hat RWO 56 Punkte auf dem Konto. Das sind sechs Zähler mehr als in der gesamten letzten Spielzeit. Nowak hat sogar noch präzisere Zahlen parat: „Wir haben fast 2,0 Punkte pro Spiel. Viktoria hat momentan diese Marke. Wir wollen diese auch knacken“, sagt er.

Schaut man bei den Niederrheinern jedoch hinter die Kulissen kann der aufmerksame Beobachter weitere Besonderheiten in dieser Saison erkennen. „Der Zusammenhalt ist unbestritten. Die Mannschaft ist eine Familie“, beurteilt Nowak den Teamgeist. Zeugnis dafür sind auch die jüngsten Krankengeschichten von Alexander Scheelen und Patrick Bauder. „Beide waren oder sind noch für eine sehr lange Zeit raus aus dem Spielbetrieb, aber immer Teil der Mannschaft“, betont Nowak. Das Gesicht des Teams wird unabhängig von der Ligazugehörigkeit gleich bleiben: „Wir haben mit allen Spielern entweder verlängert oder befinden uns in finalen Gesprächen“, betont Nowak.

Fan-Zuspruch und Unterstützung als Zünglein an der Waage

Eine Mixtur aus Erfolg und Zusammenhalt braucht es auch in den verbleibenden fünf Ligaspielen. Die Gegner für RWO lauten: Köln II, TV Herkenrath, Rot-Weiss Essen, SV Lippstadt und SC Verl. Ein kompliziertes Restprogramm. Nowak weiß jedoch: „Wir müssen alles gewinnen. Allerhöchstens dürfen wir uns noch ein Unentschieden erlauben. Das war's dann aber auch“, stellt er klar. Entscheidend werden dabei vor allem die drei Heimspiele gegen Köln, Essen und Verl sein. „Wir wollen alle drei Spiele gewinnen. Wir brauchen aus diesen Partien alle neun Punkte“, betont Nowak.

Und genau an dieser Stelle kommt die dritte Besonderheit der tollen RWO-Saison ins Spiel: Die Fans. „Die Zuschauer sind genauso Teil der RWO-Familie, wie die Spieler und Verantwortlichen. Wir brauchen unsere Zuschauer sehr“, sagt Nowak und fügt hinzu: „Allein die Energie der RevierKraft-Tribüne ist unglaublich. Wie das Stadion beim Sieg gegen Wuppertal gebebt hat. Das war einzigartig“, schwärmt er von der Unterstützung.

Das gab es in Oberhausen lange nicht mehr. Beim verrückten 4:3-Auswärtssieg in Siegen gegen Kaan-Marienborn waren knapp 500 RWO-Fans mit dabei. Auf dieser Euphorie will Nowak für die letzten Partien aufbauen: „Wir wollen natürlich in jedem Spiel so viele Fans wie möglich haben. Aufgrund der aktuell besonderen Situation brauchen wir diesen Umstand aber noch dringender. In Oberhausen passiert gerade etwas Außergewöhnliches. Vielleicht gibt es bald wieder eine Profimannschaft in der Stadt. Das zu erreichen, schaffen wir jedoch nur mit den Fans gemeinsam“, verdeutlicht Nowak 

Autor: Philip Ronden

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

14.04.2019 - 23:40 - Rweharry 1907

Frankiboy
Ich glaube Du nimmst Dein Trinkwasser aus dem Kanal.Anders ist das nicht zu erklären.

14.04.2019 - 18:27 - Frankiboy51

Ach, noch ein großes Lob an den Journalisten dieses Artikels.
Eine sehr schöne Zusammenfaßung des "ist" und des "war" bei RWO.
Vormals hatten wir das "Wunder von Bruns". "Wenn keiner es will, dann machen wir´s eben."
Heuer streben wir das "Wunder von Brunson" an, oder auch TERRA genannt, der Fußballgott und jetzt, folgerichtig, der Trainergott.
Und dann hat RWO auf der STOAG noch den "Fußballgott" des WDR zu sitzen, aus dem Pflichttermin am Sonntag Abend "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs"
Also, zusammengefaßt. Die Macht am Niederrhein hat alle Vorteile gegen die Millionäre der Schäl Sick auf seiner Seite.
Jetzt muß das nur in Eßen verstanden werden.

14.04.2019 - 18:05 - Frankiboy51

Nee faser, es beschwert sich keiner über den 100sten Bericht der Woche über deinen Verein oder den letzten Füllvorgang des Kreidewagen.
Manche fragen hier nur mach, ob ein Team des westlichen Potts heute wirklich ein Heimspiel habe und warum keine News darüber im Newspaper zu finden ist.

Dadurch wird den fußballinteressierten Stadionhopper aus Dinslaken, Duisburg, Mülheim. Bottrop und Kirchhellen verwehrt, Spitzenfußball in der Semiprofiliga zu genießen.

Selbst Augenkrebs geschädigte östliche Nachbarn werden daran gehindert, einen neuen RL West Rekord aufzustellen.
Ihre nicht genutzte DK wird in der Arena E gezählt, wie es bei den RS Formulierungen über Zuschauerzahlen bei RWEs immer geschieht, und diese Fußballfans kaufen sich dann einen genußvolles Erlebnis auf der Emscherinsel.

14.04.2019 - 16:17 - redbull1de

@faser
Dein Statement war wirklich schwer zu deuten.Aber alles Okay.
Die Aufmerksamkeit bei Reviersport liegt nun mal beim RWE als Heimatverein.
RS versucht nun mal alles in dieser Saison zu rechtfertigen warum es nicht läuft.
Jeder 2 Artikel die Aufzählung der Verletzten, das hat jeder andere Verein genauso, mal mehr mal weniger.Auch wir haben 3 Langzeitverletzte die nicht zu ersetzen sind.
Nächstes Jahr läuft es wieder besser bei Euch.
Sportliche Gruesse.

14.04.2019 - 15:24 - faser1966

@ redbull1de
ne redbull, ich habe nur auf einige andere Artikel reagiert, wo man sich darüber auslässt, dass man zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Ich würde es sogar von Herzen gönnen, wenn sie den Aufstieg schaffen. Dass hätten sie vollkommen verdient. Auch der MSV soll die Klasse halten, aber nur weil über RWE mehr geschrieben wird, ist das Geheule groß.

14.04.2019 - 14:34 - redbull1de

@faser
Was ist bei Dir schief gelaufen?Wie ein trotziges Kleinkind.
Dir haben viele Essener Fans ne Menge Voraus.

14.04.2019 - 13:46 - Kleeblättersammler

Ehrliche Arbeit wird meist belohnt.
Man kann es gerne als Wunder bezeichnen, ist aber Keins !!
Ruhige sachliche Arbeit wird bei RWO abgeliefert .
Wenig Geld und doch Erfolgreich. Bei RWO nicht zum ersten Mal !!
Trotz weniger Zuschauer, selbst in der 2.Liga kamen im beinahe Aufstiegsjahr zur 1.Liga gerade mal 5000 Zuschauer im Schnitt.
Fazit ; RWO belohnt sich Traditionell nur Selbst..... leider

14.04.2019 - 13:44 - faser1966

Ihr steigt nicht auf, der MSV steigt ab und Basta.
Dann hört das jammern bei euch vielleicht auf, damit Ihr keine Anerkennung bekommt.