Dynamo Dresden muss für zwei Wochen in Quarantäne. Die DFL gibt sich gelassen, doch die daraus resultierenden Folgen heben das große Problem des Konzepts hervor. Faire Voraussetzungen kann es nicht mehr geben. Ein Kommentar.

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Fall Dresden zeigt das große Problem des DFL-Konzepts

10. Mai 2020, 15:00 Uhr
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Dynamo Dresden muss für zwei Wochen in Quarantäne. Die DFL gibt sich gelassen, doch die daraus resultierenden Folgen heben das große Problem des Konzepts hervor. Faire Voraussetzungen kann es nicht mehr geben. Ein Kommentar.

Nach außen gab sich Christian Seifert im ZDF-Sportstudio gelassen. „Wenn Dresden jetzt 14 Tage in die Quarantäne geht, dann ist das für den Moment noch kein Grund, die Fortführung der Zweiten Liga komplett in Frage zu stellen“, sagte der Geschäftsführer der DFL am Samstagabend. Wenige Stunden zuvor war bekannt geworden, dass Zweitliga-Schlusslicht Dynamo Dresden wegen zwei positiven Corona-Fällen für 14 Tage in Quarantäne gehen muss. 


Die geplante Partie bei Hannover 96 am kommenden Wochenende ist damit bereits hinfällig. Auch hinter dem Spiel gegen Greuther Fürth eine Woche später steht ein Fragezeichen. Schlimmer noch aus Dynamo-Sicht: Auch Mannschaftstraining ist nun für 14 Tage hinfällig. 

Derartige Fälle, das predigte Seifert in den vergangenen Wochen immer wieder, seien vereinzelt eingeplant. Der Spielplan gibt noch Puffer her, bislang plant die DFL "lediglich" mit zwei Englischen Wochen bis Ende Juni. "Klar ist, es gibt sicherlich eine Größe, dann ist das irgendwann nicht mehr machbar“, gab der DFL-Boss zu, dass eine geschlossene Quarantäne von 14 Tagen nicht bei allzu vielen Teams auftreten darf.


Und dennoch: Die Dresdner Quarantäne zeigt bereits vor dem Re-Start der beiden Bundesligen das größte Problem des Wiederaufnahmekonzeptes der DFL auf. Denn kann wirklich noch von sportlicher Fairness geredet werden, wenn eine Mannschaft - die zudem dick im Abstiegskampf steckt - mal eben zwei Wochen komplett auf Mannschaftstraining verzichten muss und dann wieder schnellstmöglich in den Spielbetrieb einsteigen soll? Immerhin haben die Dresdner dann auch ein wesentlich größeres Pensum zu absolvieren, als die Konkurrenz.

Der Fall Dresden beeinflusst zudem nicht nur den Abstiegskampf, sondern auch den Aufstiegskampf. Denn Dynamo muss noch gegen die drei Spitzenteams der Liga antreten - am 28. Spieltag bei Arminia Bielefeld, am 29. Spieltag gegen den VfB Stuttgart und am 31. Spieltag gegen den Hamburger SV. Das Spiel in Bielefeld ist für den 27. Mai angesetzt - zu dem Zeitpunkt kann Dynamo erst maximal wieder vier Tage im Training sein. Gleiche Voraussetzungen sehen anders aus.

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10.05.2020 - 20:41 - Gatsby

Kleines Grundgehalt zzgl. Leistungsboni und Gewinnbeteiligungen am Gesamtverein! Fände ich gut.
Wo nichts zu verteilen ist, gibt es halt nichts.

10.05.2020 - 19:39 - RWO-Oldie

@gatsby, es geht mir ja nicht um die Gehälter in Normazeiten, sondern um den Erhalt eines Systems von dem sich die Spieler selbst finanzieren.
Ein Rockstar muss gerade auf Millionen verzichte, weil er nicht auftreten kann. Man sollte grundsätzliche überlegen Fußballern einen Honorarvertrag geben anstatt eines Anstellunggsvertrags.

10.05.2020 - 19:01 - Horst15_sein_Pfleger

@dr. breitner: Sicher hätten die DFL und die Vereine der 1. und 2. Liga andere Konzepte vorlegen können. Aber das Bedarf der Einsicht, dass das aktuelle Konzept under den aktuellen Voraussetzungen nicht funktioniert. Zudem wäre das auch ein Eingeständnis, dass das aktuelle Konzept ein einziger struktureller Fehler ist. Wenn Herr Seifert von den Reaktionen der Fans und der Gesellschaft überrascht wurde, oder wenn ein Herr Watzke diese Reaktionen nicht versteht, dann zeigt das nur, wie weit sich die Vertreter dieses Systems von der Wahrnehmungsrealität der Bevölkerung bereits verabschiedet haben. Das war damals bei den Banken und deren Managern dasselbe. Ich persönlich habe nichts anderes erwartet. Der DFB hätte niemals die Gründung der DFL zulassen dürfen. Damit hat man die Büchse der Pandorra geöffnet. Es liegt jetzt an den Fans und der Bevölkerung, eine weitere Fehlentwicklung im Fußballsport zu unterbinden und DFL un Co. sehr bewusst zu machen, dass sie ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz für unser System bei weitem überschätzen. Denn nochmal, die aktuelle Entwicklung zeigt ja gerade aufgrund des starren Festhaltens am Konzept der Geisterspiele, wie wenig Bereitschaft vorhanden ist, das bisherige Handeln überhaupt in Frage zu stellen. Fähige und innovative Manager hätten für DFL und DFB mit seinen angeschlossenen Vereinen längst Lösungen parat. Die aktuell handelnden Personen haben über den Faktor Zeit nur versucht, ihr altes Konzept bestmöglich über die Zeit zu retten, damit es später soweit weitergehen kann, wie vor der Pandemie. Es ist auch hier die Mär von der Alternativlosigkeit. Die gibt es nicht. Es gibt immer Alternativen, mögen manche davon auch unbequem sein. Man muss aber erst einmal bereit sein, dies zu akzeptieren, bevor man auch über unbequeme Alternativen nachdenken kann. Die handelnden Personen bei DFL und DFB haben bisher gezeigt, dass ihnen diese geistige Mobilität völlig abgeht.

10.05.2020 - 18:58 - Gatsby

@RWO-Oldie
Mir geht der Kommerzfußball genauso gegen den Strich. Andererseits stört es mich nicht, wenn einige wenige es schaffen, Millionen-Einkommen zu generieren.
Sind halt Ausnahmespieler, die sich ihren Erfolg oft auf Kosten der Gesundheit (kaputte Knochen und Gelenke) erkaufen. Nach ganz oben schaffen die es ehe
nicht, weil sie nicht zu gewissen Seilschaften und deren Blutlinien verbunden sind. Sozialneid kommt auch von oben. Als Mittelständler zum Beispiel kannst du
noch so genial sein. Irgendwann fahren die ganz großen (Multimilliardäre) deinen Laden an die Wand. Genau, wie es jetzt beim Shutdown passieren soll.

@Horst15-sein-Pfleger
BROT UND SPIELE funktionieren ja immer noch wie im alten Rom. Und Fußball hat da schon seine Daseinsberechtigung. Noch!
Denn es deutet sich an, dass Fußball sicht abnutzt und für eine Clique gelangweilte und milliardenschwere Freaks zu langweilig wir.
Der KICK fehlt.
Schauen wir uns nach Hollywood um. DIE HUNGERSPIELE VON PANAM! Nur Phantasie? Meist greift Hollywood der Wirklichkeit voraus.

10.05.2020 - 18:39 - dr. breitner

@Horst
in fast allen Punkten bin ich zu 100 % deiner Meinung.
In meinen Augen kann man aber schon offensiver mit der Situation umgehen.
Als Verein ein finanzielles Konzept zur Vermeidung der Insolvenz erstellen, dann den notwendigen Anteil des Gehaltsverichts mit Trainern, Spielern und Beratern kommunizieren.
Die DFL muss gleichzeitig überlegen, wie die Fernsehgelder umverteilt werden können. Langfristige Fernsehverträge mit kurzfristigen Zahlungszielen, um
weitere Liquidität zu gewährleisten. Ausgleichs- und Hilfsfonds einrichten, Lizenzierungsverfahren verbessern usw.
Es ist genügend Geld im System, vieles aber ungleich verteilt und Gehälter viel zu hoch.
Hätte man diese Ansätze vor einigen Wochen so intensiv verfolgt, wie das sog. "Weiterführungskonzept", wäre man auf dieses Pokerspiel wahrscheinlich gar
nicht mehr angewiesen.

10.05.2020 - 18:14 - Horst15_sein_Pfleger

@RWO-Oldie: Wenn "Geiz ist geil" ein erfolgreicher Werbeslogan ist, sollte man sich nicht wundern, dass gelebte Solidarität eine Ausnahme ist. Die Vereine werden keine rechtliche Handhabe haben, um die Profis zum Gehaltsverzicht zu zwingen. Das geht nur bei den "normalen" Angestellten, die man in Kurzarbeit zwingen kann. Zum wirtschaftlichen Überleben hilft dann nur die Flucht nach Vorn. Diese hat bereits dazu geführt, dass der Profifußball einen erheblichen Imageschaden hinnehmen musste. Die DFL wird sich m.E. an zwei Dingen messen lassen müssen:
1. Wie geht die Liga damit um, wenn es weitere Fälle wie Dresden gibt? Wenn hier nicht konsequent gehandelt wird, was notfalls den Abbruch der Ligafortsetzung bedeutet, verliert man komplett die Glaubwürdigkeit.
2. Wie handelt die Liga in Bezug auf die angekündigte Diskussion über mögliche Reformen? Hier gilt es, dass dieser Prozess von Fanseite eingefordert und mit maximaler Transparenz und klaren Forderungen begleitet wird.
Ich persönlich habe überhaupt keine Probleme, wenn die DFL als Konsequenz ihrer jahrelangen Elfenbeinturmpolitik damit leben muss, wenn in einiger Zeit die Hälfte der Vereine in die Insolvenz geht. Gesundheitsschutz geht vor dem Recht auf wirtschaftliche Unversehrtheit. Und es ist sicher nicht der Fehler der Fans und der Bevölkerung, dass man ein System geschaffen hat, welches in den meisten Fällen nur von der Hand in den Mund lebt. Vereine die in die Insolvenz gehen, werden das überleben und eben ein paar Ligen weiter unten wieder anfangen. Echte Fans schreckt das nicht und vielleicht wächst dann auch das Verständnis, dass die jetzige Ligenstruktur nur ein Ziel verfolgt, nämlich einem möglichst abgeschlossenen Kreis elitärer Vereine die Hoheit über das Fußballspiel zu erhalten.
Aus dieser Sicht sind es spannende Zeiten, werden sie doch zeigen, inwieweit die Verantwortlichen der DFL zur Einsicht bereit sind. Sie werden aber auch zeigen, ob Gesellschaft und Fans auch noch in ein paar Wochen diesem System kritisch gegenüber stehen, oder ob "Brot und Spiele" wie schon im alten Rom nach wie vor funktioniert. Ich hoffe und wünsche mir, dass Gesellschaft und Fans DFL und Co. in die Pflicht nehmen. Denn ohne uns geht es nicht und das wissen die Herren Seifert und Co. genau.

10.05.2020 - 18:03 - dr. breitner

Dass konsequente Quarantäne ein sehr effektives Mittel ist, sollte man schon wissen, wenn man sich mit der Materie befasst, siehe Horst.
Dass die Basketballbundesliga fortgesetzt wird, halte ich für ebenso falsch. Wir reden hier aber immerhin noch von Freiwilligkeit.
10 Mannschaften nehmen an einem Turniermodus innerhalb von 3 Wochen teil. Finde ich nicht gut, aber die Argumentation hast du evtl. auch mitbekommen:
Wenn Fussball erlaubt wird, dann muss das für den Basketball doch auch gelten (Originalton). Und diese Signale sind es, die fatal sind.

Wir reden im Fussball dann auch über einen noch längeren Zeitraum mit wesentlich mehr Mannschaften und Spielern.
Da sind weitere Negativschlagzeilen vorprogrammiert. Der sportliche Nährwert geht gegen Null und die Akzeptanz in der Gesellschaft wird weiter sinken.
Was ist daran Verschwörung ?
Und die Bundesliga, speziell die DFL hätte sich viel mehr Gedanken darüber machen sollen, wie die Vereine überleben, ohne Geisterspiele.
Da gibt es mehrere Wege und Möglichkeiten. Die These, dass ein Drittel bis eine Hälfte der Clubs nicht überleben würden ist einfach nur eine unbewiesene Behauptung.

10.05.2020 - 17:42 - RWO-Oldie

@Horst, sehr informativer Beitrag.
Was mir auf den Sack geht ist das Geheule der Bundesliga wie z.B. Herne Watzke.
Die DFL ist ein geschlossenes kapitalgetriebenes Wirtschaftssystem. Wenn es ausfällt fallen nach eigenen Aussagen 50 bis 80.000 Arbeitsplätze weg. VW hat in Deutschland 114.000 Angestellte. Das System könnte sich aber selbst erhalten ohne Geisterspiele.
Denn ungefähr 80 % der Kosten entfallen auf die Spieler und die Top-Positionen wir Trainer und Vorstände. Das sind ca. 2000 Menschen, also 2,5 % der gesamten Arbeitsplätze.
Wenn es eine solidarische Umverteilung gäbe, könnte man alle Arbeitsplätze im System erhalten.
Aber kann man es z.B einem Herrn Götze zumuten, auf die Hälfte seines 10 Mio. Gehalts zu verzichten?

10.05.2020 - 17:23 - Horst15_sein_Pfleger

@TiW: Ich lebe seit einigen Jahren in Südkorea. Dort hat man es mit konsequenten Tests und strenger Quarantäne von Infizierten aber auch mit asiatischer Selbstdisziplin der Bevölkerung geschafft, bis vor wenigen Tagen die Infektionsrate der eigenen Bevölkerung für 4 aufeinanderfolgende Tage auf Null zu reduzieren. Und das in einem Land mit mehr als der doppelten Bevölkerungsdichte als Deutschland. Es gab lediglich neue Fälle von ins Land eingereisten Ausländern. Es gab während der gesamten Zeit noch nicht einmal Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsperren. Liegt wohl daran, dass man hier die Bevölkerung seit Ausbruch des Virus konsequent und ehrlich informiert hat und die Menschen hier einsichtig und sehr diszipliniert reagiert haben. Aber gerade vor zwei Tagen hat eine einzige infizierte Person dafür gesorgt, dass über 5000 Personen nun potenziell infiziert sind. Deine Hinweis, dass eine konsequente Quarantäne Blödsinn ist, widerspricht den Erfahrungen hier eindeutig. Nicht ohne Grund wird Südkorea seit längerer Zeit als Musterbeispiel dafür genannt, wie man wirkungsvoll gegen die Pandemie vorgehen kann.

Ich kann ja verstehen, dass Du schnellstmöglich zur Normalität zurück willst. Das wollen wir wahrscheinlich alle. Aber eben nicht um jeden Preis. Und dass viele Menschen wenig Verständnis für die Durchführung von Geisterspielen haben liegt wahrscheinlich daran, dass es in anderen Bereichen des Wirtschaftslebens weiter Stillstand gibt, weil diese es sich nicht leisten können, mit einem speziellen Konzept die Arbeit wieder aufzunehmen. Das wirkt es eben wie "Brot und Spiele", die die Politik der Bevölkerung gönnt, damit diese weiter die Füße stillhält. Fakt ist, dass nur mit konsequenter Vorbeugung immenser gesundheitlicher Schaden von der Bevölkerung abgewendet werden kann. Und wenn man sich die Regelungen zur 1. und 2. Liga ansieht, dann ist da genau das Gegenteil der Fall. Oder können Sie verstehen, welche Maßstäbe die Gesundheitsämter in Dresden, Aue, Köln oder Gladbach angelegt haben. Südkorea zeigt, dass eine konsequente Quarantäne erfolgreich ist. Daher hätte schon früher die Mannschaften aus Aue, Köln und Gladbach komplett in Quarantäne gemusst. Südkorea zeigt aber auch, wie fragil das System für Neuinfektionen ist. Man wird sich Konzepte überlegen müssen, wie man in Zukunft mit diesem Problem umgeht. Auch im Sport und dort auch im Profifußball. Aber jetzt alle vorliegenden Erfahrungen einfach beiseite zu wischen, nur damit Ball und Geld wieder rollen, ist m.E. falsch. Der Profifußball hat bisher eine ganz schlechte Figur abgegeben. Und mit seinem aktuellen verhalten wird er sich weiteren Schaden zufügen, denn die Akzeptanz für das was momentan gemacht wird, ist in der breiten Bevölkerung nicht vorhanden.

10.05.2020 - 17:13 - Tief_im_Westen

Breitner, natürlich ist das hier, das was du konsequente Quarantäne nennst, absoluter Blödsinn und wird eben nicht in Betrieben umgesetzt. Hör doch einfach mal mit deinen falschen Behauptungen auf.
Des Weiteren hast du natürlich Spaß daran, wenn der Fussball zerstört wird, denn du weißt, dass gut 1/3 - 1/2 der Clubs es nicht überleben würden, würde man die Saison abbrechen.

Zu den anderen Sportarten: weniger Verschwörungstheorie, mehr Sachlichkeit ist da gefragt. Im Basketball wird die Saison fortgesetzt, im Eishockey wird der Sport von Eigentümern finanziert oder glaubst du, die Adler Mannheim würden ohne Daniel Hopp das alles zahlen können?
Eishockey war schon immer ein Zuschussgeschäft von Liebhabern. Es wäre durchaus möglich gewesen, man wollte einfach nicht. Der Punkt ist, der Fussball hat keine Sonderrolle, der Fussball will und muss es sich nun leisten. Dafür, dass es andere nocht wollen oder können, kann niemand im Fussball etwas.

Die Stimmung ist so, weil Typen wie du ewig die gleichen ungefilterten Märchen besseren Wissens erzählen. Fehlt nur noch, dass du erzählst, dass hier Testkapazitäten zu Lasten der Allgemeinheit verbraucht werden. Ganz ehrlich, hör mit deinen Schwachsinn in meine Richtung auf, es wird weder dir noch mir gerecht. Erzähl die Geschichten in deinem privaten Umfeld und erfreue dich daran, dass du ein paar arme Seelen unnötig verunsicherst. Wegen so einer Scheiße, die hier von dir behauptet wurde, treffen sich Schwachköpfe zu Massendemos, die von N*zis, Antisemiten, Aluhutträgern etc angeführt werden, die, wie du, daran Spaß haben, dass Dinge kippen oder Menschen in einer Panik versetzt werden.

10.05.2020 - 16:19 - dr. breitner

@TiW
Es geht mir nicht um zerstören, genau im Gegenteil. Ich bin dafür, dass sich der Fussball nicht !!! selbst zerstört, denn genau dies tut er gerade.
Und zu den Fakten:
Eine "konsequente Quarantäne" ist kein Blödsinn, sondern logische Konsequenz und wird auch konsequent an Schulen und in Betrieben umgesetzt, und das nicht aus Spass.

Zu den anderen Sportarten: In dem Wissen, dass "Geisterspiele" in anderen Sportarten völlig unwirtschaftlich sind, kann ich natürlich grosszügig sagen, dass es für diese
Sportarten auch mögllich gewesen wäre.

Im Übrigen sind mit mir mehr als die Hälfte der Bundesbürger der gleichen Meinung, ich mache also keine Stimmung, sondern die Stimmung ist schon so.

Ob du es glaubst oder nicht. Ich bin Fussballer durch und durch und genau deshalb kann ich nicht fassen, was da gerade gemacht entschieden und mit aller
Gewalt durchgedrückt wird. So macht man den Sport kaputt.

10.05.2020 - 16:06 - Tief_im_Westen

Franki, zum einen könnte dieses Problem ja auch viele andere Clubs noch zukommen, Dresden ist als nicht alleine und wenn die Spieler sorglos sind, sind sie es auch noch im Herbst oder im nächsten Jahr, dementsprechend würde man den Spielbetrieb einstellen müssen und bräuchte nicht in die von dir erfundene zweigkeise dritte Liga. Zum anderen gibt der Kalender noch genug Möglichkeiten, dass Dresden die Spiele noch nachholen kann. Da ist jetzt auch das Personal im Club gefragt. Es sind keine Kinder und von Erwachsenen darf und muss man erwarten, dass sie sich für ihre Arbeit einige Wochen zusammenreißen, besonders dann, wenn man dafür jeden Monat reich entlohnt wird.
Das Personal an der Kasse geht seit zwei Monaten ein viel höheres Risiko ein, bei einem Bruchteil der Bezahlung und bisher gab es nur geheuchelten Applaus, aber wenig Aufregung um eine Ungleichbehandlung, schlechter Ausrüstung und der Tatsache, dass Milliardenkonzerne ihr von der Pandemie am meisten bedrohten Personal nicht regelmäßig testen lassen. Das ist natürlich auch blöd, wenn man dort die Maßstäbe ansetzen würde, die man hier ansetzt, schließlich will man nicht vor verschlossenen Türen stehen, wenn man sein hack für 2,99 das Kilo kaufen möchte.
Und weil es ist wie es ist und due Prioritäten seit Beginn der Pandemie falsch gesetzt wurden, finden sich irgendwelche Spinner zu Massendemos zusammen und saugen dabei auch noch Leute aus der Mitte an.

10.05.2020 - 15:53 - Tief_im_Westen

Breitner, das ist schlicht falsch was du sagst und deine ständigen Wiederholungen der Desinformation lässt es auch nicht wahr werden, nur weil du gerne Dinge zerstört sehen möchtest.
Noch bevor es überhaupt eine Entscheidung gab, wurde von der Politik signalisiert, dass man dies auch beim Handball, beim Eishockey und beim Basketball so machen könnte, obwohl es dort viel mehr Kontakt gibt. Hinzu kommen Sportarten wie Boxen etc.
Der Profifußball kann und will es halt zahlen, beim Basketball wird vor allem der FC Bayern einen Großteil der Kosten übernehmen. Beim Handball und beim Eishockey hat man darauf verzichtet.
Es weiß jeder, dass eine 'konsequente Quarantäne' kompletter Blödsinn ist, besonders wenn man a) die Grundrechte des Einzelnen sieht, b) wie in diesem Bereich gearbeitet wird, c) wer Risikogruppen sind und d) es in der Regel in anderen Wirtschaftszweigen, verständlicherweise, solche Maßnahmen nicht gibt. Wer jetzt mit der 1,5m Geschichte kommt, der hat wohl die letzten zwei Monate nicht einmal das Haus zum einkaufen verlassen.
Das mit dem Schaden ist natürlich auch widerlegt. Mal ernsthaft, du bist doch nicht dumm, was bringt es dir Dinge zu erfinden, obwohl du die Sachlage kennst und richtig einschätzen kannst? Geht es dir um Stimmungsmache? Dann sag es halt, dann muss ich ja nicht mehr aus Höflichkeit antworten.

10.05.2020 - 15:26 - dr. breitner

...so ist es. Es glaubt doch niemand, dass die jeweiligen Gesundheitsämter vollkommen unabhängig entscheiden.

10.05.2020 - 15:23 - frankiboy5l

Wenn die 2.BL zu Ende gespielt wird, ist Dresden mit samt aller Spieler raus aus der Liga und findet sich in der zweigeteilten 3. Liga wieder. Was ist das allerbeste Mittel dagegen ? Eine Positive Testung und Quarantäne. Das unterstelle ich nicht dem Verein, könnte aber eine Idee von unvorsichtigen oder idealerweise, sorglosen Spielern sein. Ich dachte eigentlich, 1. und 2. Liga, also DFL Vollprofis machen es wie MSV, 2x Testen und die Gesunden gehen geschlossen in ein Trainingslager. Hotel und Trainingsplatz unter Quarantänebedingungen. Dann vor dem Punktspiel einen Test und wenn dann noch einer Positiv ist, geht der Betroffene nach Hause.

10.05.2020 - 15:18 - dr. breitner

@Tief_im_Westen
Das Problem ist, das überhaupt versucht wird und wurde, die Saison fortzusetzen.
Jede andere Sportart, die nicht so eine Lobby hat, wäre bei der Politik abgeschmettert.
Trotzdem hätte jedem klar sein müssen, dass es so endet wie es jetzt enden wird.
Für die 1. Liga hätte bei es bei konsequentem Handeln schon für Köln eine Quarantäne geben müssen, das weiss jeder.
Diese ganze Veranstaltung nutzt dem Fussball nicht sondern fügt extremen Schaden zu, einen höheren als
bei Saisonabbruch !

10.05.2020 - 14:20 - Tief_im_Westen

Naja, der Artikel widerlegt sich ja selbst und geht ja nicht auf die echten Probleme ein, die kein Konzept der Welt ändern könnte.

Populismus und Panikmache und angeblicher neuer Chancenungleichheit lassen sich eben besser verkaufen als objektive Berichterstattungen. Deshalb schreiben die Jungs ja auch für RS und sind in Lokalblättern etc tätig und nicht bei der Süddeutschen.
Panikmache frisst halt Hirn.

Was passiert denn, wenn man nicht zur Normalität zurückkommt? Das ganze System kann in drei, vier Monaten nicht mehr finanziert werden. Wird das System nicht finanziert, ist das was bisher war, was eh in Betrachtung auf die gesamte Bevölkerung ein Mückenschiss ist, mit Abstand das kleinste Übel. Was man im Fussball jetzt erlebt, deckt die ganzen Schwächen des Systems auf, was eben nicht nur den Fussball betrifft. 10km bzw ein Gesundheitsamt weiter sieht die Sache evtl schon komplett anders aus. Es ist eine rein individuelle Entscheidung, ohne objektiven Maßstab. Ein Konzept, ob Fussball oder Wirtschaft, kann nur so gut sein, wie es Werte einrechnen kann und das ist ja hier einfach nicht gegeben. Trotz dieser Unsicherheit hat man versucht solche Fälle zu berücksichtigen. Dies hat man auch noch erstaunlich gut gemacht.
Jetzt ist der Verein gefragt, evtl mit einem Eilantrag vor Gericht.

10.05.2020 - 13:29 - willi-glueck

Ihr seid doch ( Möchtegern ) Journalisten, damit habt ihr doch die Möglichkeit,
die Politik und die Bevölkerung zum STOP des Liga Starts aufzufordern.
Unternehmt ENDLICH etwas, statt nur auf Populistische Zeilen zu setzen!

10.05.2020 - 12:51 - Sch'tis

Profit schlägt Gesundheit !!!

Wie lange lassen wir uns noch verarschen ??!!

Drecks Machenschaften !!!