17.09.2018

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Ex-Uerdinger ist Bocholts großer Rückhalt

Foto: Michael Gohl

Vor zwei Jahren stieg Maurice Schumacher noch mit dem KFC Uerdingen in die Regionalliga auf, jetzt darf der Keeper mit dem Oberligisten 1. FC Bocholt vom nächsten Aufstieg träumen.

Sein Trainer Manuel Jara konnte sich nach dem Last-Minute-Auswärtssieg bei der SpVg Schonnebeck (2:1) vor allem bei seinem Schlussmann bedanken, denn der 24-Jährige hielt seine Elf nach dem Rückstand mit einigen guten Paraden im Spiel. „Es war extrem kampfbetont. Am Ende hatten wir das Quäntchen Glück, aber das spricht für die Moral unserer Mannschaft“, freute sich der ehemalige deutsche U16-Nationalspieler über den sechsten Sieg im siebten Spiel.

Während in Schonnebeck nach dem siebten Spieltag das Tabellenmittelfeld die bittere Realität ist, darf in Bocholt nach einem schwachen vergangenen Jahr wieder vom Aufstieg geträumt werden. Die Liga ist ausgeglichen, die Saison noch jung. Den Topstart wissen in Bocholt alle richtig einzuordnen. „Wir müssen demütig an die ganze Sache rangehen. Der Großteil der Mannschaft hat die Krise im letzten Jahr mit überstanden. Jetzt läuft es, aber wir müssen weiter Gas geben“, lautete die Zielsetzung von Schumacher. Sein Trainer ging da noch einen Schritt weiter. „Wenn alle Spieler fit bleiben, können wir jeden in der Liga schlagen. Ein Platz unter den ersten fünf, sechs Teams ist dann mit Sicherheit möglich“, strotzte Jara voller Optimismus.

Im RS-Niederrheinpokal gegen Wuppertal

Ähnlich souverän wie der 1. FC Bocholt aktuell auftritt, marschierte auch der KFC Uerdingen vor zwei Jahren durch die Oberliga Niederrhein. Schumacher war Teil der damaligen Aufstiegsmannschaft von André Pawlak. Seinen Ex-Klub hat der 24-Jährige nach wie vor im Blick. „Natürlich verfolge ich das noch, auch wenn ich nicht mehr so viele Spieler kenne. Uerdingen steht zurecht oben in der 3. Liga und wird seinen Weg weiter gehen.“

Mit dem 1. FC Bocholt muss auf jeden Fall gerechnet werden. Denn nicht nur in der Liga läuft es rund für die Jara-Elf, auch im RevierSport-Niederrheinpokal kommt im Oktober mit dem Wuppertaler SV ein attraktiver Gegner an den Hünting. „Für uns ist das natürlich ein super Los. Wuppertal ist der Favorit, unsere Chance eher gering. Aber wenn wir weiter so arbeiten, dann ist auch da was drin“, blickte Jara auf das Bocholter Spiel des Jahres.


Autor: Fabian-Kleintges Topoll

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