Dass Christian Fuchs den FC Schalke 04 damals ablösefrei in Richtung Leicester City verließ, lag wohl vor allem an mangelnder Wertschätzung seitens des Klubs gegenüber Spielern.

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Ex-Spieler Christian Fuchs wirft Schalke mangelnde Wertschätzung vor

Tim Rother
29. September 2020, 12:25 Uhr
Von 2011 bis 2015 für Schalke am Ball: Christian Fuchs. Foto: dpa.

Von 2011 bis 2015 für Schalke am Ball: Christian Fuchs. Foto: dpa.

Dass Christian Fuchs den FC Schalke 04 damals ablösefrei in Richtung Leicester City verließ, lag wohl vor allem an mangelnder Wertschätzung seitens des Klubs gegenüber Spielern.

Leon Goretzka, Max Meyer, Alexander Nübel – die Liste von Spielern, die Schalke trotz hohen Potenzials keine Ablöse einbrachten, ist lang. Auch Christian Fuchs gehört zu dieser Liste. Insgesamt vier Jahre lang trug der Linksverteidiger das Trikot des FC Schalke 04. Der Österreicher wechselte im Sommer 2011 vom FSV Mainz 05 nach Gelsenkirchen und verbrachte dort eine durchaus erfolgreiche Zeit in seiner Karriere.

Im Juli 2015 zog er jedoch einen Schlussstrich unter das Kapitel S04 und verließ den Pott-Klub ablösefrei. Über die Gründe für diese Entscheidung sprach der 34-Jährige nun in einem Interview mit dem Portal „Spox“.

„Man muss als Verein eine Umgebung schaffen, in der sich die Spieler wohlfühlen“

Auf die Frage, was das Schalker Management falsch mache, antwortete Fuchs: „Vielleicht verpflichtet man nicht langfristig genug und gibt den Spielern so die Möglichkeit, den Vertrag auszusitzen und dann ablösefrei zu wechseln. Ich denke, man muss als Verein eine Umgebung schaffen, in der sich die Spieler wohlfühlen.“

Der Ex-Schalker weiter: „Ich kann nur von meinen Erfahrungen hier in Leicester sprechen: Ein Riyad Mahrez hat seinen Vertrag noch mal um drei Jahre verlängert, bevor er dann wirklich zu Manchester City gewechselt ist. Das ist hier Teil der Vereinskultur, die allerdings auch gepflegt werden muss. Der Spieler sollte nicht nur als Spieler, sondern auch als Privatperson mit persönlichen Bedürfnissen abseits des Platzes gesehen werden.“

„Dinge, die leider häufig nicht an oberster Stelle stehen“

Wenn diese Wertschätzung seitens des Vereins vorhanden sei, „dann fühlst du dich wohl. Das sind Dinge, die - nicht nur bei Schalke, sondern bei vielen Vereinen - leider häufig nicht an oberster Stelle stehen“, betont Fuchs und ergänzt: „Wenn es einem Verein allerdings gelingt, dass die Spieler sich wohlfühlen und mit dem Verein identifizieren, dann kann man davon langfristig auch finanziell profitieren.“


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29.09.2020 - 19:23 - vomFlankengott

Die Einschätzung von Christian Fuchs habe ich sinngemäß schon x-mal von diversen Schalkern Ex-Profis gelesen bzw. gehört. Zuletzt von Daniel Caligiuri.

Wie dem auch sei, jedenfalls haben wir keinen einzigen Verantwortlichen der auf sehr hohem Niveau langfristig als Profifußballer gearbeitert hat und daher der umgekehrte Sichtweise aus EIGENER Erfahrung kennt. Das hat vor ca. 3 Wochen der Ex-Schalker bei "focus.de" beanstandet. Dem schließe ich mich ausdrücklich an!!!

Stutzig machen sollte, dass sehr viele Profis bei anderen Vereinen deutlich bessere Leistungen abgeliefert haben und auch nach dem Weggang auch wieder abliefern. Zuletzt bei Uth und Rudy.

Der Schalker Frust richtet sich aber immer ausschliesslich auf die Profis. Es sollte uns auch mal stutzig machen das auffallend viele Profis andcheinend "keine Lust auf Schalke" haben. Selbst wenn es so ist, wirft es ein schlechtes Licht auf die Vereinsführung solche Profis (mit mangelnder Berufsauffasung) überhaupt verpflichtet zu haben.

GLÜCKAUF

29.09.2020 - 19:12 - reviersportfuzzi

Ich habe Christian Fuchs damals kritisiert, weil er zwar offensiv einige gute Szenen hatte, aber defensiv
nicht so gut stand.

Aber mit meinem Wissen von heute, nehme ich da alles zurück !! Gegen unsere jetztigen Aussenspieler
war er damals ein "Superstar" !!!

29.09.2020 - 18:29 - BallaBalla

@29.09.2020 - 17:14 - Bucklige Brotspinne

"MANUEL NEUER, Leon Goretzka, Max Meyer, Alexander Nübel – die Liste von Spielern, die Schalke trotz hohen Potenzials keine Ablöse einbrachten, ist lang."

Ich glaube das meinte Sebo zum Thema Fakten und recherchieren. Neuer ging ja definitiv nicht ablösefrei.

Zum Thema Fuchs: ja er hat recht, man sollte schon erwähnen dass er gut einwerfen konnte.....

29.09.2020 - 17:14 - Bucklige Brotspinne

@ sebo 76
Kläre uns bitte auf. Dein Beitrag enthält nämlich auch keine Substanz außer leere Behauptungen. Bist Du vielleicht das Herbstloch?

29.09.2020 - 16:40 - Sebo 76

Reviersport, habt ihr gerade das Herbstloch erfunden? Erst mal richtig recherchieren und bitte bei den Fakten bleiben. Was für ein sinnloser, falscher und deplatzierter Artikel.

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29.09.2020 - 16:11 - ali_hb

Man sollte die Dinge nicht durcheinanderbringen. Arbeitsklima, Wertschätzung.und Bezahlung. Das Arbeitsklima wird durch das Umfeld, die Führungskräfte und Kollegen gemacht. Die Wertschätzung drückt sich im persönlichen Umgang und in der Bezahlung aus. Es gibt Vereine die für ihre Profis eine familiäre Atmosphäre und ein gutes Arbeitsklima schaffen können, sodass die Spieler selbst bei sehr guten Angeboten anderer Vereine nicht weg wollen. Darüber hinaus kann man die Spieler durch ein leistungs- und erfolgsbezogenes Prämiensystem am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben lassen. Dann funktionieren auch bei entsprechend niedrigrem Grundgehalt langfristige Verträge. Natürlich geht das nur mit Spielern, die sich hierauf einlassen können und wollen, d.h. nicht jeder der spotlich passen würde, passt auch zum jeweiligen Club.

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29.09.2020 - 16:02 - Grave

@Gemare
Korrekt, die Gehälter waren übertrieben, ein Anzeichen dafür dass auf Schalke Dilettanten am Werk waren. Gut das ein Held z.B. nun in Köln ist.
Als ein Heidel als Manager verpflichtet wurde hatte man kurze Zeit die Hoffnung dass nun sparsam eingekauft werden sollte, aber Heidel wurde freie Hand gewährt und er hat postwendend zig Millionen für durchschnittliche, zum Teil schwierige Kicker ausgegeben.
Der Hinweis von Fuchs sollte beherzigt werden, die Spieler sollen sich wohl und wertgeschätzt fühlen, und nicht nur mit Geld zugeschissen und dann weiter verliehen werden.

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29.09.2020 - 14:21 - Daniel04

Manuel Neuer ging also ablösefrei und Christian Fuchs hat als junges Talent beim Wechsel Ablöse vermissen lassen - wirklich interessante Fakten dieses Artikels.

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29.09.2020 - 12:53 - Gemare

Meiner Meinung nach ist ein Teil der jetzigen Situation auch damit zu erklären das Schalke JAHRELANG mittelmässige Fussballer viel zu hoch bezahlt hat ,und die sich durchaus Wohlfühlen konnten !!!!! Die wirklichen Topleute (Neuer,Sane usw) haben bei anderen Vereinen noch mehr Geld bekommen ,und sind aus diesem Grund abgehauen.
Die Wertschätzung des Vereins durch die Spieler ist bei uns in den meisten Fällen viel zu kurz gekommen.Die haben nur das viele Geld gesehen und wenig Bis gar keine Leistung gebracht! Soll man die noch mehr in Watte packen ???

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