Oberliga Niederrhein

Ex-RWE-Torwart mit Speldorf vor dem Abstieg

Tizian Canizales
19. April 2019, 10:32 Uhr

Foto: Tillmann

Durch eine Sperre von Stammkeeper Martin Hauffe rutschte der 18-jährige Leon Nevian beim 2:6 (0:4)-Debakel des VfB Speldorf gegen den 1. FC Bocholt ins Tor. Genießen konnte er das Spiel nicht.

„Natürlich ist es für einen Torwart bitter, so viele Bälle aus dem Netz zu holen. Ich muss nach so einem Spiel eben nach vorne gucken, es geht weiter“, erklärte er. Sein Startelf-Debüt in der Oberliga Niederrhein hatte er in der Hinrunde gegen den VfB Homberg gefeiert (1:5), nun steht er dank einer Rotsperre von Stammkeeper Martin Hauffe vorläufig wieder zwischen den Pfosten.

Nevian kam im Sommer 2016 von Rot-Weiss Essen nach Speldorf. Zuvor hatte er auch Erfahrungen beim KFC Uerdingen und bei Rot-Weiß Oberhausen sammeln können. Im Team ist der junge Keeper, der im vergangenen Sommer den Sprung aus der A-Jugend zu den Profis schaffte, gut integriert. „Ich fühle mich in Speldorf total wohl und habe eine Bindung zum Verein, weil ich hier früher schon lange gespielt habe. Aus Essen bin ich gerne wieder zurückgekommen, um das Team zu unterstützen", erklärte er und stellte klar, dass er auch im Falle eines Landesliga-Abstiegs weiter in Mülheim bleiben will. „Momentan ist der VfB alles für mich und ich werde auch bei einem Abstieg bleiben. Meine Priorität liegt hier.“

Lehrreiche Zeit bei Rot-Weiss Essen

Aus seiner Zeit beim Regionalliga-Nachbarn Rot-Weiss Essen, für dessen U17 er ein Jahr lang spielte, ist ihm vor allem eine Sache stark in Erinnerung geblieben. „Ich habe dort eine super Ausbildung genossen. RWE hat mich wirklich weitergebracht und ich hoffe, dass ich das in Zukunft auch in Speldorf zeigen kann“, erzählte Nevian.

Dass er irgendwann noch einmal für die Bergeborbecker im Tor stehen wird, hält der 18-Jährige aber für unwahrscheinlich. „Wenn eine Rückkehr drin wäre, wäre das natürlich eine tolle Möglichkeit. Im Moment glaube ich aber nicht daran. Trotzdem halte ich mir natürlich alle Türen offen", sagte er schmunzelnd.

Zunächst geht es für ihn und seine Mannschaft ohnehin darum, den immer schwerer werdenden Klassenerhalt zu schaffen. Als nächstes müssen die Mülheimer zum Abstiegsknaller gegen den TV Jahn-Hiesfeld antreten (28.04., 15 Uhr). Vermutlich wieder mit Leon Nevian im Tor.

Autor: Tizian Canizales

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