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Ex-RB-Manager Krug: "Leipzig ist die Zukunft des deutschen Fußballs"

25. Mai 2019, 14:12 Uhr
Foto: RS

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"Ich kann verstehen, wenn die Fans vom BVB, Schalke oder RWE Leipzig nicht mögen", sagt Joachim Krug, erster Sportlicher Leiter, nach der Vereinsgründung, der "Roten Bullen" in der Saison 2009/2010.

"Wir haben auch bei Fortuna Düsseldorf und Real Mallorca angefragt. Da waren die Fans aber streng dagegen", verrät Krug.

Dass das Projekt "RB" in Leipzig gelandet ist,finden die Fans gut. Enrico (28), der aus der Stadtmitte der Ost-Metropole stammt, findet es hervorragend. "Wo wären wir denn ohne RB. Vielleicht da, wo Kaiserslautern und Braunschweig heute sind? Da scheiße ich doch auf Tradition. Mit RB habe ich Erfolg. Leipzig ist die Zukunft des deutschen Fußballs. Und: Als Fan des Ostens bin ich stolz darauf."

Krug (63), der in der Nähe von Dortmund lebt, weiß auch, was RB für den Osten der Republik bedeutet, und hofft, dass die Leipziger ihren Weg weitergehen werden. Natürlich, es ist der Weg, mit einem Boss, Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz, doch ohne geht es nicht. Dieser Mensch hat den Leipzigern wieder eine Würde gegeben", sagt Krug.

Marcel, der aus Leipzig-Baalsdorf kommt, kann diese Aussage nur unterstreichen. "Wir sind in Deutschland wieder wer. Mit welchen Mitteln, das ist mir egal. Hauptsache wir stehen wieder auf der Fußballkarte."

Und weiter geht es. Denn Krug stellt klar. "Welcher Ostklub ist heute oben?" Er hat Recht. Energie Cottbus ist eben aus der 3. Liga abgestiegen. Magdeburg aus der 2. Bundesliga. "Ich bin stolz auf die Stadt Leipzig, es ist mir egal, woher das Geld kommt. Wir sind alle Leipziger und stolz auf unsere Stadt." Sagt Marcel, ein 28-jähriger RB-Fan.

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27.05.2019 - 12:17 - Deschner

Ob sich die Anteile an einer KGaA auf mehr oder weniger anonyme Besitzer beschränken oder eine "GmbH" gleich ganz einem Investor gehört, wie von Kind geplant und teilweise ja auch schon umgesetzt, bleibt sich unterm Strich absolut gleich. In Leipzig passierte nichts anderes. Der Unterschied bestand und besteht lediglich aus der Bereitstellung finanzieller Mittel, mit denen der übliche sportliche Wettbewerb in der Tretmühle der Unterklassigkeit weitestgehend ausgeschlossen wurde. Die fragwürdige Gründungsgeschichte dieses Kunstgebildes sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rangnick strukturell perfekte Arbeit leistet und Leipzig rein qualitativ auf allerhöchstes Niveau geführt hat.
Ich bin kein Freund des RB-Imperiums und auch kein Freund des Projekts "RB Leipzig". Aber bevor wir den Stab über erbrachte Leistung brechen, sollten wir daran denken, dass man Magath auf Schalke gerade noch rechtzeitig einzubremsen verstand, um aus uns nicht einen ähnlichen Abklatsch profitorientierter Fußballunternehmen zu machen. Der Gedanke an Gersch und Co. bereitet mir heute noch Bauchschmerzen! Aber darüber hinaus sehe ich keinen Unterschied darin, ob man sich den Weg durch die Ligen gegebenenfalls unlauter erkauft, oder ob man sich an der Börse durch wiederholte Kapitalisierung frisches Geld verschafft oder Langzeit-Kooperationen mit "identitätsstiftenden" Automobilkonzernen eingeht.
Trotzdem ist es schier unglaublich, wenn jemand öffentlich bekennt, dass ein gewisser Mateschitz einem Verein und seinen Anhängern und der ganzen regionalen Bevölkerung "wieder eine Würde gegeben" habe. Das ist wirklich eine völlig durchgeknallte Nummer! Das stellt allen Beteiligten ein ganz besonders bitteres Armutszeugnis aus - sportlicher Erfolg hin oder her!

25.05.2019 - 23:00 - rwekopo

Wenn das die Zukunft des deutschen Fussballs ist,ohne mich!Lapofgods,darf ich eine Bezeichnung von Dir gebrauchen?Im voraus danke!Glitzerfussball,nein danke!

25.05.2019 - 22:10 - Kuk

Die Ausgabe von Akten ähnelt der Ausgabe von Finanzanleihen: Geld gibt es nur in begrenztem Maße.

25.05.2019 - 19:59 - Goli

Und ? Macht es Dortmund anders ? AG. Durch Kapitalerhöhung können die selber bestimmen wieviel Kohle kommt. Alles nur geheuchel.

25.05.2019 - 19:30 - Olli1904

Vielleicht sollte das traditionelle Fußballdeutschland einfach mal der DFL zeigen, was man von diesem Werbeprodukt aus Leipzig hält. Schaltet einfach den Fernseher heute Abend zum Pokalendspiel nicht ein, nutzt weder DAZN noch Eurosportplayer und überlasst die Choreografie bei Länderspielen doch einfach den Dosenfans.
Klatschpappe mit Apfelschorle für eventorientierte Unterhaltungsfans....nee danke, ohne mich.

25.05.2019 - 18:35 - Kuk

@Hr. Wozniak:
Von wem stammt die Aussage "Leipzig ist die Zukunft des deutschen Fußballs" ?
Gemäß Artikel von Leipzig-Fan Enrico (28) oder von Ex-RB-Manager Krug (wie in der Überschrift behauptet)
@RWE SG:
Habe mich gerade köstlich amüsiert mit dem Bild.

25.05.2019 - 16:45 - Stan56

Ich kann die "Dosen" ja auch nicht ab - aber man sollte auch so "fair" sein, zu sagen, dass "Pillen", "Radkappen" und "18,99 Hoppenheim" (und Hannover, wenn Kind mit seinen Vorstellungen durchkommt) genauso wenig in der Bundesliga etwas zu suchen haben!
Da wird offiziell groß über "financial fairplay" schwadroniert, aber solche Auswüchse werden nicht unterbunden....

25.05.2019 - 16:02 - RWE SG

Haben sie gemerkt. Neues Bild :-)) Statt Hellmut Krug jetzt ein Gabelstapler :-))

25.05.2019 - 16:00 - Bierchen

# RWE-ole
:-) :-) :-)

25.05.2019 - 15:38 - RWE-ole

@Bierchen:
Das ist der erste Kommentar von dir, den ich zu 1907% mit unterschreibe ! ;-)

25.05.2019 - 15:13 - Bierchen

Wenn das die Zukunft des deutschen Fußball ist gehe ich lieber zum Minigolf.

Auf das heutige Pokalfinale freue ich zum 1. Mal mich kein bisschen.
Und mir kommt kein Produkt des Unternehmens in Haus.

Das ist die Schande und nicht die Zukunft des deutschen Fußball!!

25.05.2019 - 14:46 - RWE SG

Krieg der RS nichts mehr auf die Kette, Herr Wozniak?????????????

Der auf dem Bild abgebildete "Ex-Sportliche-Leiter" der Ostdosen ist Schiri Hellmut Krug