Seit März 2018 ist er ohne Trainerjob. Jedoch besitzt er noch bis zum 30. Juni 2020 einen Vertrag beim SV Straelen. Spätestens danach will er wieder einen Verein trainieren. Die Rede ist von Dietmar

"Etwas reizvolles"

Ex-MSV- und Schalke-Profi sucht neuen Trainerjob

20. Januar 2020, 20:39 Uhr

Didi Schacht will zurück an die Seitenlinie. Foto: Thorsten Tillmann

Seit März 2018 ist er ohne Trainerjob. Jedoch besitzt er noch bis zum 30. Juni 2020 einen Vertrag beim SV Straelen. Spätestens danach will er wieder einen Verein trainieren. Die Rede ist von Dietmar "Didi" Schacht.

Der Ex-Profi - 22 Bundesligaspiele für den MSV Duisburg (17) und Schalke 04 (5) sowie 228 Zweitliga-Begegnungen für MSV, Schalke, Aachen, Bielefeld und TeBe Berlin - will zurück an die Seitenlinie.

Im Oktober 2017 hatte er beim SV Straelen seinen letzten Arbeitsvertrag unterschrieben - über rund zweieinhalb Jahre bis zum Sommer 2020. Doch im März 2018 wurde er nach nur 13 Spielen und 1,77 Punkte pro Partie von Straelens Boss Hermann Tecklenburg vor die Tür gesetzt. Aktuell sitzt Schacht noch sein Arbeitspapier aus. 

Noch im vergangenen Sommer wurde er mit den Cheftrainer-Posten beim Oberligisten Schwarz-Weiß Essen und Regionalliga-Klub Wuppertaler SV in Verbindung gebracht. Es kam zu Gesprächen, zu einer Unterschrift jedoch nicht. Das Schacht sowohl Ober- als auch Regionalliga-Mannschaften trainieren kann, bewies er vor allem beim SV Bergisch Gladbach. Bei diesem Klub arbeitete er fast vier Jahre lang überaus erfolgreich und führte die 09er von der Mittelrhein- in die Regionalliga. 

RevierSport hat mit dem in Duisburg wohnhaften Fußballlehrer Schacht gesprochen.

Didi Schacht, was haben sie seit Ihrer Entlassung in Straelen gemacht?
Vieles (lacht). Ich war ja eigentlich bis zu meiner Entlassung in Straelen seit Jahren ununterbrochen Cheftrainer oder Assistent. Jetzt hatte ich mal Zeit für mich und auch meinen Currywurst-Wagen. Hier habe ich zuletzt viel gearbeitet. Aber natürlich verfolge ich das Tagesgeschäft im Fußball immer hoch interessiert. Ich habe mich jetzt nicht per Hospitation weiter gebildet oder dergleichen. Das ist auch nicht mein Ding. Aber ich habe viele Einheiten des MSV Duisburg oder auf Schalke verfolgt, um einfach auf dem neusten Stand zu sein. Ich bin auch in dieser Zeit zu einer wichtigen Erkenntnis gekommen.

Zur welcher?
Ich habe mich natürlich auch selbst reflektiert. Als Trainer war ich immer sehr autoritär. Ich weiß, dass das nicht mehr zeitgemäß ist. Heute funktioniert alles ein wenig anders. Der Trainer muss mehr Psychologe als Fußballexperte sein. Man muss die Spieler auch mal streicheln, mit ihnen über private Dinge sprechen, sie verstehen, ihnen Vertrauen schenken, nur dann werden sie es mit Leistung zurückzahlen. Ich weiß, dass ich da meinen bisherigen Trainerstil ändern muss.


Welcher Typ Verein würde Sie denn reizen?
Ein Klub, mit einer guten Mannschaft und Infrastruktur,  der weiß, was und wohin er will. Es soll einfach etwas Reizvolles sein. Auf eine Liga will ich mich da gar nicht festlegen. Mit mir kann man sprechen - auch über das Gehalt. Ich höre mir alles an.

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21.01.2020 - 14:02 - Außenverteidiger

Wenne einer bist, geht auch autoritär. Die meisten Spieler wollen geführt werden. Sie beschäftigen sich mit sich selbst. Ist Training? Ja oder nein, alles andere ist egal. Der Trainer gibt immer noch die Richtung vor. Mit einer gewissen Selbstbestimmung wächst die Verantwortung. Mit.einer höheren Verantwortung ist eine gewisse Qualifikation erforderlich...Gerade innerhalb geschlossener Gruppen. Fußball ist keine Demokratie und hierarchisch aufgebaut.

21.01.2020 - 08:18 - asaph

Didi würde mit seinem Bratwurstwagen auch gut zum Kentyucky Fried Chicken Verein nach Krefeld passen - eine optimale Ergänzung
zu Effe unter dem russischem Oligarchen...