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Ex-KFC-Kapitän: Saarbrücken statt Essen oder Chicago

01. Mai 2019, 16:36 Uhr

Foto: MaBoSport

Der ehemalige Kapitän des KFC Uerdingen, der kurz nach der Winterpause aussortiert wurde, hat ab dem 1. Juli einen neue Herausforderung gefunden.

Die Rede ist von Christopher Schorch. Der 30-Jährige wird sich dem ambitionierten Südwest-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken anschließen. 


Schorch, der beim KFC in dieser Saison nach einer Verletzung von Mario Erb die Kabitänsbinde übernahm und in zwei Jahren 58 Spiele für die Krefelder bestritt, unterschrieb in Saarbrücken bis zum Sommer 2021. Tanju Öztürk und  Schorch wurden Ende Januar mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb des KFC Uerdingen freigestellt. Beiden wurde ein Vorfall im türkischen Trainingslager zum Verhängnis. RevierSport hatte im Januar exklusiv von der Freistellung des Duos berichtet.

Das Duo Öztürk/Schorch soll zu einer Gruppe von KFC-Spielern gehört haben, die abseits des Platzes über die Stränge schlugen. Die Verantwortlichen der Krefelder sollen dies erfahren haben, Trainer Stefan Krämer soll sich jedoch dagegen entschieden haben, Konsequenzen zu ziehen. Diese gab es deshalb erst nach seinem Rauswurf. Warum jedoch nur Kapitän Schorch und Öztürk sanktioniert wurden, ist unklar. "Zu Hintergründen und näheren Umständen dieser personellen Maßnahmen gibt der KFC Uerdingen derzeit keine weitere Stellungnahme ab", hieß es in der offiziellen Mitteilung zum Rauswurf der beiden Spieler. Die Spieler äußerten sich bis heute nicht zu dem Vorfall.

Absage an Chicago Fire

Während Öztürk sich noch in den letzten Stunden der Winter-Transferperiode Hansa Rostock anschließen konnte, blieb Schorch ohne Verein. In den vergangenen Wochen wurde der ehemalige Kölner und Duisburger, der auch einst bei Real Madrid unter Vertrag stand, mit Rot-Weiss Essen und Chicago Fire in Verbindung gebracht. Bei Chicago Fire hatte er sogar an einem Probetraining teilgenommen und auch überzeugt. "Wir haben im Familien-Rat darüber gesprochen und entschieden, dass ich das Angebot nicht annehme. Bis auf eine Person haben alle Familienmitglieder große Flugangst. Ich wäre weit weg und niemand würde mich besuchen kommen. Auf so eine Situation kann ich gerne verzichten", erklärte Schorch seine Absage an Chicago.

Schorch hatte große Lust auf RWE

Nach Essen wäre er gerne gewechselt, doch es kam nicht zu einem konkreten Angebot der Essener. Schorch im Februar dieses Jahres gegenüber RevierSport: "Es ist noch nichts Konkretes, aber ich bin da gesprächsbereit. RWE ist mit der großen Tradition immer interessant. Die Hafenstraße mit ihrer Westkurve im Rücken ist brutal. Als Gegner hatte ich in Essen meine schwersten, heftigsten Kämpfe auf den Rasen. Mit Karsten Neitzel hat Essen einen guten Trainer. Ich kenne ihn aus vielen Spielen",

Statt in Chicago oder Essen wird der Abwehrspieler, der auf 23 Erst-, 10 Zweit- und 93 Drittliga-Spielen zurückblicken kann, ab dem 1. Juli in Saarbrücken spielen.

Interessant: Schorch wird in Saarbrücken Marco Kehl-Gomez in der Abwehrzentrale ersetzen. Dieser steht nämlich kurz vor der Unterschrift bei - Rot-Weiss Essen.

Autor: Krystian Wozniak




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02.05.2019 - 08:31 - Uerdingen05

Legendär sein Auftritt während unserer Aufstiegsfeier ... das werde ich nie vergessen, wie er vor dem Rathaus das Mikro in die Hand nahm und die Meute mit Hassgesängen gegen rwe und den wsv anstimmte.

Saubere Entscheidung nach Saarbrücken zu gehen - doch, wäre nicht auch ein Drittligist für Schochi in Frage gekommen?

01.05.2019 - 21:28 - magic75

Sie reden (oder vielmehr schreiben) wieder wirr, FB51 - ich hoffe, Sie merken das noch selbst!

@ CS: Jedweder Art von Vorfall zum Trotz - vielen Dank für alles, und alles Gute in Saarbrücken!

01.05.2019 - 19:56 - Frankiboy51

FCS ist auch besser als RWEs; und vor allem weiter weg von speziellen Gesetzen aus dem Land des Trainingslagers.
Aber das hatte ich auch bei anderen Vereinen vor Weihnachten schon angeprangert.

01.05.2019 - 16:47 - Vok

Gute Wahl! Tradition und Perspektive! Alles gute Schorchi!