Der 1. FC Köln hat trotz des emotionalen Tor-Comebacks von Anthony Modeste wichtige Punkte im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga verschenkt.

Irres Paderborn-Finish

Ex-Essener Pröger mit Traumtor bei 3:2-Sieg gegen Köln

15. Februar 2019, 20:28 Uhr

Kai Pröger (l) bejubelt sein Tor zum 2:2 mit Paderborns Jamilu Collins Foto: Guido Kirchner/dpa

Der 1. FC Köln hat trotz des emotionalen Tor-Comebacks von Anthony Modeste wichtige Punkte im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga verschenkt.

Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang unterlag im Duell der besten Offensivreihen beim SC Paderborn trotz einer Zwei-Tore-Führung mit 2:3 (1:0). Modeste (73.) traf nur vier Minuten nach seiner Einwechslung zum zwischenzeitlichen 2:0, 90 Tage nach Bekanntgabe des Wechsels flossen beim Franzosen gleich nach dem Treffer die Tränen. Zuvor hatte bereits Sturmkollege Jhon Cordoba (38.) getroffen. 


Der ehemalige Schalker Bernard Tekpetey (80.), Ex-Essener Kai Pröger (86.) und Marlon Ritter (90.+2) drehten in einer denkwürdigen Endphase die Begegnung. In der hektischen Schlussphase sah Kölns Florian Kainz (88.) wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

Mit nun 39 Punkten liegt Köln als Tabellenzweiter weiter vier Zähler hinter Spitzenreiter Hamburger SV. Paderborn (37) bleibt zuhause weiter ungeschlagen und verbesserte sich zunächst auf Relegationsplatz drei.

Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion wurde das Spiel in Sachen Intensität zunächst den hohen Erwartungen gerecht. Beide Teams setzten den Gegner schon an dessen Strafraum unter Druck und schalteten nach Ballgewinn schnell um, Cordoba (6.) aufseiten der Kölner und Tekpetey (12.) für Paderborn kamen schnell zu guten Chancen.

Die Kölner wirkten durch die spektakuläre 3:5-Niederlage aus dem Hinspiel gewarnt und erarbeiteten sich im Laufe der ersten Hälfte ein Übergewicht. Eine der wenigen guten Chancen nutzte Cordoba per Direktabnahme aus kurzer Distanz. Auch Paderborn wirkte im Umschaltspiel zwar gefährlich, kam aber im Spielverlauf zunächst immer seltener durch. Das änderte sich aber in den letzten Minuten. SID

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16.02.2019 - 09:28 - neigefraiche

SCP ist in der Tat Top! Hat sich bis zum FC leider nicht herumgesprochen. Eine gewaltige 45 Mio.-Offensive erzielt gegen eine 4,5-Mio.-Defensive 2 Tore, das kann man mal so machen, zumal es ja auswärts ist. Dass aber eine 3,5-Mio.-Offensive gegen eine 16-Mio.-Defensive in den letzten 12 Minuten noch 3 Tore erzielt, da fragt man sich tatsächlich: Wer macht da seine Arbeit nicht gut genug? Und in zwei Spielen gar 8 Tore?
Gut, eine Defensive ist mehr als nur der TW samt Dreierkette und zwei DM, alles in allem hat hier ein Kader von rund 82 Mio. gegen einen mit Wert von schlappe 15 Mio. (in der Schlussphase) versagt und das existenzielle Ziel Aufstieg mit großem Risiko versehen. Zumindest der Teil, der sich für die erste Elf vor dem Spiel empfohlen hat.
Will jetzt nicht die übliche Trainerfrage stellen, sondern nur solche: Kann ein x-beliebiger das nicht besser?

15.02.2019 - 20:37 - asaph

RS schafft immer eine Verbindung zu RWE, egal wo...
Aber SCP ist einfach nur top!