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ETB: Wölppers Wahrscheinlichkeiten

04. April 2019, 15:39 Uhr

Foto: Mark Bohla

Der ETB Schwarz-Weiß Essen braucht im Abstiegskampf der Oberliga Niederrhein dringend Punkte - am besten schon am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Kleve.

"Ein Sieg ist Pflicht", gibt ETB Trainer Manfred Wölpper die Marschrichtung vor. Nach der 1:2-Niederlage gegen den FSV Duisburg am vergangenen Wochenende wäre dieser auch nur folgerichtig. Schließlich wechselten sich bei den Essenern in den vergangenen Wochen Siege und Niederlagen in schöner Regelmäßigkeit ab. Doch Wölpper wiegelt ab: "Fußball ist keine Mathematik, mit Wahrscheinlichkeiten kommen wir nicht weit."


Dann rechnet Wölpper allerdings doch: "Für den Klassenerhalt", so der erfahrene Trainer, "brauchen wir vier bis fünf Siege aus den letzten zehn Spielen." Hoffnung darauf macht ihm unter anderem die Tatsache, dass für den ETB im April gleich drei Heimspiele anstehen. "Wir sind eine heimstarke Mannschaft", sagt Wölpper.

Wölppers Video-Entdeckung

Unter der Woche hat sich der Trainer mit der Mannschaft noch einmal die "Blamage" (Wölpper) gegen Duisburg angesehen, um das Spiel zu analysieren. "Besser wurde es dadurch aber auch nicht", hadert der 61-Jährige. Im Gegenteil: Auf dem Video habe er entdeckt, dass der Lattentreffer von Emre Kilav in der Schlussphase anschließend deutlich hinter der Torlinie aufgekommen sei. Der Schiedsrichter gab den vermeintlichen Ausgleich jedoch nicht, es blieb beim Sieg für den FSV.

Dennoch gelte es nun, diese Partie abzuhaken und für den Rest der Saison "von Spiel zu Spiel" zu schauen. Als nächstes vor der Brust hat der ETB die Partie gegen den 1. FC Kleve. Eine "gute Saison" attestiert Wölpper dem Aufsteiger, der mit 33 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz liegt. "Sie sind sehr abgezockt und haben in ihren Reihen einige Routiniers wie Nedzad Dragovic oder Fabio Forster."

Personallage bei ETB entspannt sich

Die Personalsituation bei den Schwarz-Weißen könnte sich hingegen etwas entspannen. So ist Bünyamin Sahin wieder eine Option. Mit etwas Glück könnte es auch für Robin Riebling reichen, der sich zuletzt den Rücken verknackst hatte. Der Innenverteidiger soll nun von einem Osteopathen eingerenkt werden. "Bei ihm wird es ein Wettlauf gegen die Uhr", schätzt Wölpper. 

"Zu 90 Prozent" sei darüber hinaus sicher, dass Robin Fechner wieder zur Verfügung steht. Der Innenverteidiger könnte mit einer Manschette um seinen verletzten Arm auflaufen. Manchmal ist Fußball dann eben doch ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten. fn

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06.04.2019 - 20:48 - soso

Bei letzten Niederlage ist aber nicht de Schiri schuld oder ???