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ETB-Trainer Wölpper warnt vor Unruhe im Team

22. Oktober 2018, 14:12 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Der ETB SW Essen hat einen großen Oberliga-Kader. Fast schon zu groß, findet Trainer Manfred Wölpper. Dabei stechen zwei Neuzugänge hervor. 

Sie sind immer da. Robin Riebling und Sven Möllerke. Ihre Bilanz: je 990 Minuten, 22 Spiele und keine Auswechslung. Beide sind die Dauerbrenner des ETB SW Essen. Noch haben sie kein Spiel verpasst. Dabei sind sie erst seit dieser Saison im Verein und teils mit erschwerten Bedingungen gestartet. „Möllerke ist eine ganz schwere Hypothek angetreten. Er musste Johannes Focher ersetzen, was ja unmöglich schien. Aber er macht es gut - überhaupt keine Frage“, urteilt Manfred Wölpper, Trainer des Essener, über seinen Torwart.

Der nächste Kandidat, Robin Riebling, spielte einst bei Rot-Weiß Oberhausen. Über den TV Jahn Hiesfeld landete er beim ETB. „Ich weiß nicht, ob er in Hiesfeld so eine gute Zeit hatte wie bei uns“, mutmaßt Wölpper, aber unter ihm sei er gesetzt. Riebling selbst hat sich nach kurzer Zeit in Essen eingelebt. „Ich fühle mich gut aufgenommen. Vor der Saison habe ich ein Ziel bekommen, dass ich fit sein muss und dementsprechend habe ich mich gut vorbereitet“, sagt er. Die Jungs sind ein Musterbeispiel, wie es für einen Neuzugang laufen kann. Wölpper kennt jedoch auch die andere Seite: „Mir tut es ein bisschen Leid für den ein oder anderen Neuzugang, der noch nicht ganz so gezündet hat wie zum Beispiel Emre Kilav. Er war lange verletzt und so richtig lässt es der Spielstand noch nicht zu, dass ich ihn jetzt bringe. Aber er wird seine Chance bekommen.“

Wölpper über neue Transfers: "Wenn ich ehrlich bin, haben wir eigentlich einen zu großen Kader"

Doch die Winterpause rückt näher, was turnusgemäß die Frage nach möglichen Transfers aufwirft. Wölpper, der schon mit allen möglichen Kaderkonstellationen vertraut war, hat eine klare Präferenz. „Wenn ich ehrlich bin, haben wir eigentlich einen zu großen Kader. Ich bin ein Verfechter von kleinen Kadern, da hat man eine große Harmonie in der Mannschaft. Wir haben einen sehr großen Kader, das war eigentlich nicht so geplant“, gesteht er.

Die Jugendspieler hätten sich überraschend gut integriert, sodass mittlerweile ein Überangebot im Team herrscht. Darum warnt der Trainer: „Wir müssen aufpassen, dass wir keine Unruhe ins Team kriegen. Und wir müssen uns genau überlegen, was wir über Weihnachten machen. Ich werde niemals jemanden wegjagen - auf keinen Fall.“ Einen Neuzugang konnten die Essener jedoch schon verkünden. Paul Voß kehrt nach seiner Auszeit in Australien zurück. „Es ist gut zu wissen, dass wir ihn haben und er wird sicherlich noch wichtig für uns werden“, sagt Wölpper über den ehemaligen RWO-Abwehrspieler. Die Spielzeiten von Möllerke und Riebling wird er wohl nicht mehr erreichen. 


Autor: Jonas Hüster

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