03.12.2018

OL NR

ETB-Trainer schließt Aufholjagd nicht aus

Foto: Michael Gohl

Die Hinrunde ist bald vorbei. Und der ETB könnte auf einem Abstiegsplatz der Oberliga Niederrhein überwintern. Doch die Winterpause könnte auch zur Rettung werden - so wie im letzten Jahr.

Es ist nicht viel. Nur ein Punkt. Ein kleiner Schutzwall, der den ETB SW Essen vor einem Abstiegsplatz bewahrt. Die Mannschaft von Manfred Wölpper ist Dreizehnter, hat 19 Punkte nach 16 Spielen, aber immerhin noch ein Partie weniger als die Konkurrenz. Im besten Fall kann der ETB die Hinrunde mit 22 Punkten abschließen. Das ist nicht viel, aber auch nicht bedeutend weniger als im letzten Jahr. 


Da hatten die Essener nach der Hinrunde 27 Punkte, standen auf dem neunten Tabellenplatz und legten nach der Winterpause eine Aufholjagd hin, die sie zum Rückrunden-Meister machte und zum Saisonschluss auf den sechsten Platz führte. Die Erinnerungen daran machen Hoffnung. „Letzte Saison sind wir super aus der Winterpause gekommen. Da waren wir weit in den März hinein ungeschlagen und haben noch eine gute Platzierung geholt. Warum soll es dieses Jahr nicht auch so sein?“, sagt Manfred Wölpper, Trainer des ETB.

Über den Sommer hatte es Wölpper geschafft die größte Schwäche seines Teams abzustellen: die Defensive. Die Winterpause will er nun nutzen, um auf der anderen Seite die Baustellen zu beheben. „Bei uns muss auf jeden Fall die Chancenverwertung verbessert werden,“ sagt er. Die Qualität habe seine Mannschaft, da ist er sich sicher. Ob sie noch auf einen Abstiegsplatz rutschen könnten, will er nicht ausschließen. „Es sind noch zwei Spiele vor der Pause, da kann alles passieren,“ sagt er.

ETB-Kapitän Sebastian Michalsky: „…dann wäre man Dritter oder Vierter"

Die schwere Hypothek durch die Pleiten-Serie zum Saisonstart wiegt schwer. Doch der ETB hat sich etwas gefangen. „Wir haben in den letzten zehn Spielen um die 18 Punkte geholt. Fußball ist zwar keine Mathematik, aber wenn man das hochrechnet, dann wäre man Dritter oder Vierter“, sagt Kapitän Sebastian Michalsky. Wenn sie diesen Punkteschnitt schon zu Beginn gehabt hätten, wären die Essener tatsächlich im oberen Tabellendrittel vertreten.

In der Winterpause will Michalsky „fleißig sein“, wie in der „guten Sommervorbereitung.“ Und obwohl die letztjährige Winterpause eine Trendwende einläutete, freut sich Wölpper nicht unbedingt auf die Unterbrechung. „Grundsätzlich bin ich immer gerne auf dem Fußballplatz. Das macht mir Spaß - auch wenn mir manchmal die Haare zu Berge stehen,“ sagt er. Die Ausnahme: „Auf Weihnachten freut sich natürlich jeder.“

Autor: Jonas Hüster 

Kommentieren

05.12.2018 - 16:03 - Grosser.04

Keine Weiterentwicklung der Mannschaft festzustellen, es wird Zeit über den Trainer mit seinen altmodischen Methoden nachzudenken. Coach bedeutet Coaching, nicht ungefiltertes rumschreien .......

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken