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ETB SW Essen gelingt Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Oberliga

RevierSport
22. April 2019, 18:51 Uhr

Foto: Michael Gohl

Der ETB Schwarz-Weiß Essen besiegte den TV Jahn Hiesfeld vor 310 Zuschauern in der Nachholpartie des 22. Spieltags der Oberliga Niederrhein mit 2:0 (0:0) und machte einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. 

Vor dem Abstiegskrimi gegen die Gäste aus Dinslaken haderte ETB-Coach Manfred Wölpper mit der Chancenverwertung und den individuellen Fehlern seines Teams in den letzten Partien: „Wir sind vor dem Tor oft nicht konsequent genug und bekommen zu einfache Gegentreffer. Insgesamt hoffe ich, dass wir uns endlich für unseren Aufwand belohnen.“ 


Das Spiel gegen den TV Jahn unterstrich die Aussagen des erfahrenen Trainers, denn auch gegen die Veilchen vergab Essen viele Torchancen. Trotz des 2:0-Sieges gab es demnach beim ETB nicht nur glückliche Gesichter. Viele Zuschauer und Fans des Traditionsvereins waren nicht zufrieden mit der Darbietung ihrer Elf im zweiten Durchgang. 

Die Essener zeigten in der Partie zwei völlig verschiedene Halbzeiten: Vor der Pause war die Wölpper-Elf die spielbestimmende Mannschaft und agierte sehr druckvoll. Einzig Gäste-Keeper Kenneth Hersey verhinderte eine ETB-Führung mit mehreren Glanzparaden. Die erneut nicht ausreichende Chancenverwertung brachte den 61-Jährigen Coach fast zur Verzweiflung: „Wir haben uns unglaublich viele Möglichkeiten herausgespielt, die wir teilweise kläglich vergeben haben. Uns fehlt leider weiterhin die letzte Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor“, betonte Wölpper. 

Nach dem Pausentee hingegen war das Auftreten der Hausherren geprägt von einfachen Fehlpässen und einer gewissen Nervosität im Spielaufbau. Dennoch schaffte es Schwarz-Weiß endlich die Torchancen effektiv zu nutzen: Alessandro Tomasello ebnete den Weg zum Sieg mit einem Traumtor aus knapp 20 Metern (57.). Die Führung gab dem abstiegsbedrohten Gastgeber jedoch keine Sicherheit und so mussten die Zuschauer bis zur Nachspielzeit warten, ehe Ömer Erdogan für die endgültige Entscheidung sorgte (90.+2). 

Für den ETB SW Essen zählen im Abstiegskampf nur die Punkte

Für Wölpper zählten im Endeffekt nur die drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt: „Wir haben das Duell über weite Strecken kontrolliert und verdient gewonnen. Die Mannschaft hat sich belohnt und einen direkten Konkurrenten besiegt.“ Die ersatzgeschwächten Gäste aus Dinslaken, die ohne den im Urlaub weilenden Torjäger und Kapitän Kevin Menke anreisten, sind hingegen kaum noch zu retten: Die Veilchen trennen elf Punkte vom rettenden Ufer bei noch sechs zu verbleibenden Partien. 

Trotz der Pleite im Sechs-Punkte-Spiel in Essen konnte TV Jahn-Teammanager Thomas Drotboom seiner Truppe keinen Vorwurf machen: „Wir haben alles in die Waagschale geworfen und dem Gegner Paroli geboten. Leider sind wir durch die Niederlage wohl abgestiegen und müssen den Gang in die Landesliga antreten“, so die realistische Einschätzung von Drotboom. 

In der kommenden Woche trifft Hiesfeld auf den VfB Speldorf (So, 15 Uhr), die ebenfalls kurz vor dem Abstieg stehen, während der ETB schon am Samstag (16 Uhr) beim 1. FC Monheim gastiert und erneut wichtige Zähler im Existenzkampf der Oberliga Niederrhein sammeln möchte.

Autor: Fabrice Nühlen

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23.04.2019 - 00:02 - bringer

Schon klar. Kaum gewinnt SWE mal ein Spiel, kommt der -Jubelperser- wieder aus der Mottenkiste. Sein Gefasel vom Durchmarsch in die RL und Ablösung von RWE als Nr. 1 glaubt er vergessen; denn nun reitet er ein neues Steckenpferd, der Märchenonkel aus Anatolien, der Sahin Hassan.

Aber alles prima beim SWE, nicht mal Kurzpassspiel beherrschen die Spieler, aber bald pumpt der Märchentürke ja Unsummen in den Verein, weil sein eigener Verein ist zwar wegen Zahlungsschwierigkeiten auf den Weg in Liga Vier, aber das ficht bei SWE niemanden an, da wird nicht gewzweifelt, da bekommt man gleich blanko einen Vorstandsposten, den dann hinterher(!) die handvoll Mitglieder bestätigen sollen.

Das ist gelebte Demokratie, da vermeldet die Hürriyet gleich mal den Kauf des Vereins durch den windigen Präsi Hasan, der seinen eigenen Vorstand mit bringt. Karl May lässt grüssen. Und das böse Erwachen gibt es gratis.

Aber keine Sorge, die klamme Stadt Essen will ja geschmeidige 10 Millionen € in und um die marode Uhlenkrugruine pumpen, da können sich dann die 120 Weisen gemütlich kuscheln. Nur ein Gerücht, dass das den Hasan aus der Türkei angelockt hat?

Aber alles paletti, wenn da nicht die Schwierigkeiten mit dem Ball wären; aber um Fußball geht es beim SWE in den letzten Jahrzehnten nur so kanapp am Rande. Slapstick vom Feinsten.

22.04.2019 - 20:19 - phil2610

Ja, glaube ich wenn nur RWE kennt !.

22.04.2019 - 19:32 - Bacardicola

Heute seit langem mal wieder am Uhlenkrug gewesen.
Hätte ich seit 20 Jahren kein Fußballspiel mehr gesehen, dann hätte ich geglaubt es wäre Bezirksliga.

22.04.2019 - 19:14 - phil2610

Ich habe nie gezweifelt an einem Sieg,wenn auch zu niedrig ausgefallen !.