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ETB kann durchatmen - Trainer Wölpper erleichtert

07. April 2019, 18:59 Uhr

Foto: Michael Gohl

Der ETB SW Essen gewinnt das Heimspiel des 25. Spieltages der Oberliga Niederrhein gegen den 1. FC Kleve 63/03 nach Startschwierigkeiten mit 2:0 (0:0) und holt wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. 

Der Aufsteiger aus Kleve hingegen kassiert die dritte Niederlage in Folge und muss plötzlich wieder in der Tabelle nach unten gucken. ETB-Coach Manfred Wölpper merkte man die Erleichterung nach Abpfiff deutlich an. 

Schließlich steckt er mit seiner Mannschaft tief im Abstiegskampf und belegte vor dem Spiel den ersten Nichtabstiegsplatz mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den Tabellenfünfzehnten SC Düsseldorf-West. „Wir haben nicht brilliert, aber das Spiel kontrolliert“, gab er nach Abpfiff zu Protokoll. 

Schiedsrichter sorgt für Aufreger

Damit traf er den Nagel auf den Kopf, gerade in der ersten Hälfte gab es wenige spielerische Highlights. Das Spiel nahm nur selten Fahrt auf, auch weil Schiedsrichter Robin Schuffelen eine sehr kleinliche Linie an den Tag legte. Dieser sorgte dann auch gemeinsam mit seinem Schiedsrichterassistenten Patrick Fischer für den ersten Aufreger der Partie, als zweitgenannter nach einem zuerst von Heimkeeper Andre Bley parierten Schuss die Fahne hob, da ein weiterer Klever Angreifer vermeintlich im Abseits stand. Schuffelen überstimmte diesen jedoch und sah keine Abseitsstellung, dementsprechend blieb die Pfeife zum Unverständnis der Gastgeber stumm. 


Diese Szene sollte jedoch keine weiteren Konsequenzen nach sich ziehen. Ganz im Gegenteil dann der Elfmeterpfiff in der 32. Minute, als ETB Angreifer Tsourakis seinem Gegenspieler Fatih Duran aus kürzester Distanz an die Hand schoss. „Eine klare Fehlentscheidung“, wie Gästetrainer Akpinar feststellte. Den fälligen Elfmeter verschoss dann jedoch Emre Kilav, sehr zum Unmut von Trainer Wölpper. Dieser hätte lieber den nervenstarken Danny Falkenbach als Elfmeterschützen gesehen. 

ETB kann durchatmen

Sonderlich nervenstark zeigte sich Mittelstürmer Malek Fakhro kurz vor dem Halbzeitpfiff ebenfalls nicht. Nach einem Abspielfehler des Gästekeepers umkurvte er diesen erst clever, spielte dann jedoch den Ball am leeren Tor vorbei. Nach der Pause nahmen sich die Gastgeber dann mehr vor. „Wir haben 20 Meter weiter vorne verteidigt, waren aggressiver als zuvor“, beschrieb Wölpper die fruchtbaren Anpassungen.

 In der 58. Minute wurde man dann endlich belohnt, als Athanasios Tsourakis den Führungstreffer erzielte. Nur wenig später dann die Vorentscheidung, als Malek Fakhro mit einem tollen Dribbling in den Strafraum kam und dort zu Fall gebracht wurde. Der dieses Mal berechtigte Elfmeter wurde dann vom unmittelbar zuvor eingewechselten Marvin Ellmann eiskalt zum 2:0 Endstand verwandelt. „Der Sieg ist verdient“, gestand Gästetrainer Akpinar ein. „Nach der guten Anfangsphase verloren wir nach dem ersten Elfmeter den Faden und hatten keine Durchschlagskraft mehr nach vorne“, resümierte er. 

Während Kleve nun das dritte Spiel in Folge verloren hat, kann ETB durch den Sieg erstmal wieder im Abstiegskampf durchatmen.

Autor: Cedric Spielhoff 

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