Kreisliga

Essener SG: 25 aus 27 Punkten - Darum stapelt Trainer Scholz trotzdem tief

Kai Fedrau
13. November 2020, 17:16 Uhr
Der Platz der ESG 99. Foto: Michael Gohl

Der Platz der ESG 99. Foto: Michael Gohl

Die Essener SG ist Spitzenreiter der Kreisliga A Staffel 1. Trainer Nico Scholz war zwar von einer guten Saison ausgegangen, der aktuelle Erfolg kam dennoch unerwartet.

Obwohl die Essener SG vor der Saison neun Spielerabgänge zu kompensieren hatte, scheint das Mannschaftsgefüge bereits zu stimmen: Die Essener sind Spitzenreiter der Kreisliga A Staffel 1. Mit 16 Neuzugängen stand für das Trainerteam um Nico Scholz und Björn Heise jedoch viel Arbeit in der Vorbereitung auf dem Programm. „Deshalb war es nicht zu erwarten, dass die Mannschaft so schnell zusammenwächst. Der Kader hat sich sehr schnell und sehr gut gefunden“, sagt Scholz.

Dass die ESG nach den ersten neun Spielen 25 von 27 möglichen Punkten erringen würde, hat Trainer Scholz nicht kommen sehen: „Das war im Sommer nicht zu erwarten, dass die Jungs so schnell so gute Leistungen bringen. Wir haben in vielen Spielen komplett dominiert und hätten oft sogar deutlich höher gewinnen können – obwohl wir schon viele Tore schießen.“ Im Schnitt erzielen die Essener mindestens 4 Tore pro Spiel, stellen aber mit erst zwölf Gegentoren auch die beste Defensive der Liga dar.


Der Blick auf die Tabelle sowie auf die bisherigen Spiele ist somit mehr als angenehm für die ESG. Scholz will jedoch vorerst den Ball flach halten. „Wir haben noch einen sehr weiten Weg vor uns“, sagt der Trainer. „Zwar konnten wir bislang in den Spielen überzeugen, trotzdem sehe ich uns noch nicht als absoluten Top-Favorit.“ 

Essener SG: Scholz will unter die ersten Fünf

Obgleich der Saisonstart sehr positiv verlief, sieht Scholz noch einige Dinge, die es für seine Truppe noch zu verbessern gilt: „Unser Ballbesitzspiel muss sich dringend verbessern. Zudem müssen wir uns noch weiter einspielen, um über 90 Minuten konstante Leistungen zu bringen. Da sind wir noch weit von dem entfernt, was ich mir als Trainer vorstelle.“ Durch den großen Umbruch im Sommer liege der Altersschnitt teilweise unter 21 Jahren, weshalb Scholz umso zufriedener ist, dass sein Team bereits auf dem aktuellen Niveau spielt.

Das letzte Spiel vor der Saisonpause musste gegen den Bader SV corona-bedingt ausfallen. „Die Jungs hatten dann ein paar Tage frei und die Zeit genutzt, etwas herunterzufahren“, sagt Scholz. Seine Truppe trifft sich während der Pause einmal die Woche per Videokonferenz zum gemeinsamen Training. Aufgrund des sehr jungen Kaders macht sich der ESG-Trainer bezüglich der Fitness seiner Spieler keine Sorgen: „Die Jungs halten sich selbst fit. Die gehen laufen und versuchen, sich jederzeit körperlich zu betätigen.“

Ob die Saison bereits im Dezember weitergeht, bezweifelt Scholz: „Ich halte es für sinnvoller, erst im nächsten Jahr zu starten. Wie soll man sich denn auf das erste Spiel vorbereiten? Bei so wenig Zeit wäre das Verletzungsrisiko zu hoch.“ Sobald die Saison jedoch fortgesetzt wird, lautet die Devise, weiterhin oben mitzuspielen: „Ich glaube, aus den ersten Fünf werden wir nicht mehr herausrutschen, aber da gehören wir auch definitiv hin.“

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren