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Essener möchte als Trainer durchstarten – und hat hohe Ziele

Fabrice Nühlen
09. Januar 2021, 12:35 Uhr
Kevin Voss möchte als Trainer hoch hinaus.  Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Kevin Voss möchte als Trainer hoch hinaus. Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Kevin Voss ist seit Januar 2020 Co-Trainer beim SC Frintrop. In den nächsten Jahren möchte der 31-Jährige durchstarten und sich einen Namen machen.

Seit einem Jahr ist Kevin Voss Co-Trainer beim Essener Bezirksligisten SC Frintrop und unterstützt Spielertrainer Kai von der Gathen. Aufgrund der Corona-Krise und eigenen Corona-Fällen im Kader, bestritt Frintrop erst drei Meisterschaftsspiele. Dabei ging der Klub ziemlich ambitioniert in die Saison: Mit der Verpflichtung des 95-fachen Zweitliga-Profis Maurice Exslager hatte die Vereinsführung auf dem Transfermarkt für Furore gesorgt. Der ehemalige Fanliebling des MSV Duisburg schlug direkt ein und erzielte in den ersten drei Spielen sechs Treffer. Seit November ruht der Ball allerdings im Amateursport.

Voss hat mit Matthias Walter ein Kleingewerbe gegründet

Voss nutzt gerade diese Zeit, um sich als Trainer einen Namen zu machen. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Matthias Walter (aktuell DJK Sportfreunde Katernberg), der bei der U19 von Rot-Weiss Essen als Co- und Individualtrainer arbeitet, meldete er ein Kleingewerbe an: Unter dem Namen WV-Performance bieten die beiden Freunde Individual, Athletik – und Rehatraining an. „Die Idee kam uns bereits vor zwei Jahren. Durch die Corona-Pause hatten wir relativ viel Zeit dafür. Wir wollten es trotz der schwierigen Lage versuchen“, erklärte Voss. „Wir bieten Individualtraining mit Stabilisationsübungen an. Wenn wir auf den Platz dürften, dann hätten wir auch Passspiel, Finten oder Torschuss im Repertoire. Momentan steht mehr Kraft – und Ausdauertraining auf dem Programm, weil die Plätze zu sind. Dafür gehen wir in den Park oder haben auch schon am Bottroper Tetraeder trainiert.“

Bislang wurde das Angebot gut angenommen. „Bei den ersten Schnuppereinheiten hatten wir insgesamt 40 bis 50 Leute dabei. Aufgeteilt in maximal Zweier-Gruppen. Demnach ist alles Corona-konform abgelaufen. Uns ist klar, dass im Amateurbereich keiner 50 Euro für eine Stunde Individualtraining bezahlt. Deswegen machen wir das zunächst so, um bekannter zu werden. Dann wollen wir konkret an die Vereine herangehen. Erste Gespräche haben wir bereits geführt. Das Feedback war durchweg positiv.“

Gebürtiger Essener möchte als Trainer durchstarten

Der 31-jährige Voss spielte für den FC Kray und VfB Frohnhausen in der Landesliga, musste dann aber seine Laufbahn aufgrund diverser Knieverletzungen beenden. Neben dem neuen Kleingewerbe, hat der gebürtige Essener ein weiteres Ziel: Er will als Trainer durchstarten. Dafür benötigt er zunächst die nötigen Lizenzen. „Ich habe da richtig Bock drauf. Eigentlich wollte ich im März meine C-Lizenz machen. Das fällt aber aus. Frühestens für Juli sind wieder Lehrgänge geplant. Der Plan ist, dass ich nach der C-Lizenz so schnell wie möglich auch die B – und A-Lizenz mache.“

Sobald er die Lizenzen erworben hat, möchte Voss als Trainer seinen eigenen Weg gehen: „Erst einmal bin ich dankbar, dass ich bei Frintrop die Chance bekommen habe und möchte mich dort weiterentwickeln. Ich bin ambitioniert, habe große Ziele und möchte hoch hinaus. Meine Wunschvorstellung ist, dass ich irgendwann in der Oberliga Chef-Trainer werde. Auch die U19-Bundesliga reizt mich. Ich arbeite gerne mit jungen Leuten zusammen. Man kann nichts planen im Fußball, aber es gibt da verschiedene Möglichkeiten.“

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