Der ESC Rellinghausen verliert trotz der guten Platzierung in der Landesliga vor dem Abbruch nicht die Bodenhaftung. In der kommenden Saison soll möglichst früh der Klassenerhalt feststehen und dann geht der Blick nach oben. Trainer Sascha Behnke will zurück auf den Platz, um den Hausfrieden zu wahren.

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ESC Rellinghausen: Konstante Arbeit als Schlüssel zum Erfolg

04. Mai 2021, 18:17 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Der ESC Rellinghausen verliert trotz der guten Platzierung in der Landesliga vor dem Abbruch nicht die Bodenhaftung. In der kommenden Saison soll möglichst früh der Klassenerhalt feststehen und dann geht der Blick nach oben. Trainer Sascha Behnke will zurück auf den Platz, um den Hausfrieden zu wahren.

Das Transfer-Karussell drehte sich in den letzten Wochen beim ESC Rellinghausen. Torhüter Nicolai Gaulke wird sich dem Langenberger SV anschließen. Ioannis Ketsatis wechselt zum Ligarivalen nach Frohnhausen. Manace Mbonbo und Wolfgang Mbonbo wechseln zu Blau-Gelb Überruhr. Die Trennung mit Wolfgang sei nicht geräuschlos verlaufen, heißt es von Vereinsseite aus. 


Eine traurige Meldung gibt es auch bei Innenverteidiger Mark Flotho. Der 23-Jährige hat eine schwere Knieverletzung und muss seine Karriere beenden. „Das schmerzt sehr, weil er in der Mannschaft sehr gut ankam. Das ist ein herber Schlag, aber wir wünschen Mark erstmal alles Gute“, erklärte ESC-Coach Sascha Behnke. Lukas Waßmann wird den Verein in Richtung Gelsenkirchen verlassen.

Rellinghausen konnte allerdings auch einige Neuverpflichtungen präsentieren. Von der U19 des ETB stoßen mit Jakob Schneider und Robin Wicker zwei Offensivkräfte für die Außenbahnen zum Team. Außerdem gelang mit Rechtsverteidiger Erik May der Königstransfer. Trainer Behnke hatte sich schon in den Vorjahren mehrfach um die Dienste des Defensivspezialisten bemüht: „Wir haben unseren Kader damit zusammen und sind ganz gut aufgestellt. Wir hätten noch Luft für Verstärkungen aber sind nicht auf der Suche. Vielleicht läuft uns auch noch jemand über den Weg“, sagte der 42-Jährige gegenüber RevierSport. Neben den externen Neuzugängen wird mit Kerem Temur auch ein Eigengewächs zum Kader gehören.

Die Planungen für die neue Saison sind damit eigentlich abgeschlossen. Gerade ist es für die Mannschaft und den Trainer aber besonders schwierig den Kontakt zu halten: „Die Spieler, die mich sprechen wollen, können mich anrufen und die anderen haben Ruhe vor mir. Die Jungs haben bis Ende Februar sehr gut mitgezogen und dann wurde es etwas sporadischer. Dann haben wir aber auch gesagt, dass erstmal Feierabend ist. Ab Juni schieben wir das Ganze dann wieder an“, gibt Behnke einen Ausblick. 

Die derzeitigen Regelungen machen ein Training aktuell allerdings unmöglich: „Das können wir aktuell nicht machen. Ich müsste mich dann 18 Stunden in der Woche auf den Platz stellen, um die Jungs für zwei Stunden zu trainieren. Da fehlt mir auch ehrlich gesagt die Lust zu. Wenn wir aber wieder in der Gruppe trainieren dürfen, sind wir sofort wieder da.“

Behnkes Haussegen als Zusatzmotivation

In den letzten Wochen wurde also nur wenig gemeinsam trainiert. Der Erfolgscoach des ESC hat aber eine besondere Motivation bald zurückzukehren: „Die ersten paar Monate hat man gesehen, dass auch ein Leben ohne Fußball geht. Meine Frau sagt aber so langsam auch wieder, dass sie ihre Ruhe vor mir braucht. Ich merke auch, dass mir die Jungs fehlen. Das Spaß haben, Bier trinken und die soziale Komponente fehlt einfach“, beschreibt der 42-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Vor dem Abbruch stand Rellinghausen punktgleich mit dem FC Remscheid auf dem dritten Tabellenplatz. Für die kommende Spielzeit ist es aber auch durch die Wechsel im Kader schwierig ein genaues Ziel herauszugeben: „Eine Saison durchspielen wäre schön. Wir sind eine junge Mannschaft und können im Konzert der Großen noch nicht mitspielen. Erstmal wollen wir in der Landesliga bleiben und dann von Spiel zu Spiel gucken. Wenn wir im unteren Teil des oberen Drittels bleiben, sind wir zufrieden.“ Mit dieser konstanten Einstellung geht der ESC den Weg in der Landesliga schon seit 2007 - Vielleicht gelingt ja diesmal eine Überraschung.


Autor: Benedikt Kaninski

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