KL A1 Essen

ESC Preußen: Schröder-Team läuft für Jugendhilfe und spielt Playstation

01. Januar 2021, 09:00 Uhr
Manfred Schröder (links) spielt mit seiner ESC-Mannschaft eine starke Saison. Foto: Michael Gohl

Manfred Schröder (links) spielt mit seiner ESC-Mannschaft eine starke Saison. Foto: Michael Gohl

Fußball-Kreisligist ESC Preußen spielt eine starke Saison und rangiert aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz der Kreisliga A1 in Essen. Wir haben mit Erfolgstrainer Manfred Schröder gesprochen.

21 Punkte aus elf Spielen: Der Essener Traditionsklub ESC Preußen kämpft in dieser Saison um den Bezirksliga-Aufstieg. Seit vielen Jahren wartet der ESC wieder auf den Sprung in die siebthöchste Spielklasse. Nun stoppte die Corona-Pandemie den tollen Lauf der Mannschaft von der Seumannstraße.

RevierSport hat mit Trainer und Preußen-Urgestein Manfred Schröder gesprochen.

Manfred Schröder, die Saison wurde nun erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?
Es gab gar nicht den einen Moment. Es ist einfach toll zu sehen, wie sich die Mannschaft entwickelt hat. Auf und neben dem Platz. Man merkt, dass wir im Sommer nur einen Abgang hatten und eine zusammengeschweißte Truppe sind. So konnten wir bisher auch eine gute Saison spielen.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Ich wünsche mir einen geregelten Spielbetrieb. Und natürlich auch, dass generell wieder mehr Normalität in unser Leben einzieht. Rein auf den Fußball bezogen, möchten wir als Verein den "Preußen Cup" wieder durchführen und planen auch schon. Aber ob und wie das am Ende wirklich möglich sein wird, werden wir dann sehen. Jedenfalls haben wir richtig Bock, dieses Turnier wieder zu organisieren.

Auch die Amateurfußballer- und -trainer sind verrückt nach diesem Sport. Wie erleben Sie diese unfreiwillig lange Fußballpause?
Es ist ärgerlich, aber in gewisser Weise auch verständlich. Nur dieses Hin und Her ist belastend. Aber unsere Jungs sind fleißig und lassen sich auch immer wieder einiges einfallen, um die Gemeinschaft zu stärken. Unsere Mannschaft war für einen guten Zweck laufen und spendet jetzt 350 Euro an die Jugendhilfe Essen. Außerdem läuft noch ein internes FIFA-Turnier auf der Playstation. Dennoch fehlt der persönliche Kontakt mit den Jungs und für einen Verein ist die Situation generell schwer. Das gesamte Vereinsleben liegt brach und das ist ein elementarer Bestandteil des ESC Preußen und vieler anderer Amateurklubs.

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist? Oder schadet die Krise dem Fußball allgemein?

Ich glaube, dass wir uns alle richtig freuen werden, wenn es wieder auf den Platz geht. Ich bin gespannt, wie Kinder und Jugendliche damit umgehen. Aber ich glaube auch nicht, dass wir hier allzu große Einbrüche erleben werden. Denn die Eltern werden froh sein, wenn die Kids wieder raus kommen und sich sportlich betätigen und austoben können.

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01.01.2021 - 11:27 - Außenverteidiger

Wenn man mit dem Namen Preußen keinen Zusammenhalt erzeugt, dann mit keinem Namen. Der Vereinsname tritt in Vorleistung und macht jeden Spieler charakterlich besser. Wo Preußen drauf steht, angenommen und gelebt wird, entsteht eine Wohlstandsgemeinschaft.
Wie man sieht, stimmt der Zusammenhalt und jeder hat Spaß. Ein toller Beweis. Weiter so.