Die Horrorbilanz hat ein Ende. Nach 14 Spielen ohne Sieg gewann der KFC Uerdingen am Samstagnachmittag mit 2:1 (2:1) beim FSV Zwickau. Die Gäste waren früh ein Mann mehr und bogen einen Rückstand noch um. Die Analyse.

3. Liga

Erster Sieg! Der Knoten beim KFC Uerdingen ist geplatzt

Fabian Kleintges-Topoll
17. Oktober 2020, 16:05 Uhr
Lukas Königshofer gewann mit dem KFC Uerdingen gegen Zwickau. Foto: Thorsten Tillmann

Lukas Königshofer gewann mit dem KFC Uerdingen gegen Zwickau. Foto: Thorsten Tillmann

Die Horrorbilanz hat ein Ende. Nach 14 Spielen ohne Sieg gewann der KFC Uerdingen am Samstagnachmittag mit 2:1 (2:1) beim FSV Zwickau. Die Gäste waren früh ein Mann mehr und bogen einen Rückstand noch um. Die Analyse.

Ausgangslage: KFC-Trainer Stefan Krämer konnte mit dem Auftritt beim 1:1 gegen den FC Bayern II gut leben. Die noch sieglosen Krefelder wollten sich für den betriebenen Aufwand endlich mit etwas Ertragreichem, nämlich den ersten drei Punkten, belohnen. „Wir müssen aufpassen, nicht in eine Negativspirale zu geraten“, betonte Krämer im Vorfeld. Die zweikampfstarken Zwickauer waren mit sieben Punkten solide in die neue Saison gestartet. In der vergangenen Saison konnte Uerdingen beide Spiele gegen den FSV gewinnen. Gegen keinen anderen Gegner gelang den Uerdingern dieses Kunststück.

Aufreger: Die Partie war keine drei Minuten alt, als Zwickaus Abwehrmann Maurice Hehne mit glatt Rot vom Platz flog. Und das völlig zurecht. Im ersten Zweikampf des Spiels rutschte Hehne im vollen Tempo mit gestrecktem Bein und offener Sohle in Christian Dorda. Uerdingens Linksverteidiger konnte zunächst weiterspielen. Die Gastgeber wurden durch den Platzverweis früh geschwächt. Ohnehin ging es auf dem Feld hart zur Sache.

Rückkehrer: Nach fast zweimonatiger Pause hat KFC-Kapitän Assani Lukimya seine Außenbandverletzung auskuriert. Der 34-Jährige kehrte nach langer Leidenszeit in die Innenverteidigung zurück und sorgte direkt für mehr Stabilität. Der zweite Neue in der Startelf war Kolja Pusch. Der rotgesperrte Fridolin Wagner und Dave Gnaase fehlten.

Frühe Wechsel: 15 Minuten später musste Dorda dann doch vom Rasen. Hans Anapak wurde von Stefan Krämer ins kalte Wasser geworfen. Für den 19-Jährigen war es der erste Einsatz im blau-roten Trikot. Auch Zwickau-Trainer Joe Enochs reagierte auf die Unterzahl und brachte mit Julius Reinhardt einen Mittelfeldspieler für den ehemaligen RWO-Zweitligatürmer Ronny König, der mit 37 Jahren der älteste Spieler der 3. Liga ist. Die Matchpläne beider Trainer hatten sich schnell verändert. Zur Halbzeit musste Krämer mit Tim Albutat (Sprunggelenk) den nächsten wichtigen Spieler auswechseln.

Analyse: Den Gästen spielte die Überzahl zunächst überhaupt nicht in die Karten. Eine Viertelstunde war um, als KFC-Verteidiger Stefan Velkov einen schnittigen Eckball von Maximilian Wolfram zu klären versuchte und dabei ins eigene Netz köpfte. Die Uerdinger wurden danach aktiver. Nach einer halben Stunde packte Kolja Pusch den Hammer aus. Sein Gewaltschuss sorgte für den schnellen Ausgleich.

Wenig später drehte Muhammed Kiprit die Partie (41.), es war bereits das dritte Saisontor des Neuzugangs aus Berlin. Von diesem Zeitpunkt an hatte der KFC das Geschehen zunehmend unter Kontrolle. Keeper Lukas Königshofer blieb in einigen entscheidenden Aktion des zweiten Durchgangs wachsam und hielt den am Ende verdienten Sieg fest.

Ausblick: 14 Drittligaspiele in Folge warteten die Krefelder auf einen Sieg. Die schwarze Serie, die ganz nebenbei zum Vereinsnegativrekord wurde, konnten die Blau-Roten in Zwickau beenden. Dadurch befreite sich Traditionsklub aus dem Tabellenkeller und findet zunehmend Anschluss ans Mittelfeld. Schon am Dienstag ist der SV Wehen Wiesbaden zu Gast in der Düsseldorfer Merkur-Spiel-Arena. Dann kommt es zum Wiedersehen mit Stefan Aigner.

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17.10.2020 - 23:52 - Bacardicola

Achsooo gegen 10 Mann...hatte mich schon gewundert;)

17.10.2020 - 23:48 - Bacardicola

Oh gewonnen in Zwiggau...Hut ab;)

17.10.2020 - 23:41 - Überdingen

Schön...keiner hier...alles richtig gemacht;)