Der MSV Duisburg hat die dicke Chance verpasst. Nichts wurde es mit dem ersehnten Sprung auf Platz eins in der 3. Liga. Duisburg verlor gegen Meppen überraschend mit 1:3 (1:3). Die Analyse.

3. Liga

Erste Heimpleite! MSV Duisburg verpasst Sprung nach ganz oben

Fabian Kleintges-Topoll
02. Oktober 2019, 19:59 Uhr

Foto: firo

Der MSV Duisburg hat die dicke Chance verpasst. Nichts wurde es mit dem ersehnten Sprung auf Platz eins in der 3. Liga. Duisburg verlor gegen Meppen überraschend mit 1:3 (1:3). Die Analyse.

Eigentlich war alles angerichtet. Der MSV Duisburg wollte mit drei Punkten zurück an die Tabellenspitze. Doch die Gäste aus dem Emsland machten dem MSV einen Strich durch die Rechnung. Die Hintermannschaft machte dabei keinen sattelfesten Eindruck.


Die Schauinsland-Reisen-Arena war für einen Wochenspieltag mit 15.192 sehr gut besucht. Alle waren optimistisch. Der Langzeitverletzte Connor Krempicki legte sich vor Anpfiff auf einen 3:0-Tipp fest. Nach sechs Minuten lief alles nach Plan. Lukas Daschners Führungstreffer brachte das Stadion früh zum Kochen. Eine Genugtuung nach zuletzt zwei Rückständen gegen 1860 München und Schlusslicht Jena, die jedoch noch gedreht werden konnten. 

Was danach geschah, erschien vielen Fans unerklärlich. Der Gast aus Meppen spielte frech und mutig nach vorne, brachte die MSV-Defensive gehörig ins Stocken. Die Duisburger wirkten in der Zweikampfführung teilweise ängstlich und viel zu passiv. Lukas Boeder und Co. schauten oft nur zu. So lagen die Zebras bereits zur Halbzeitpause mit 1:3 hinten. Schockstarre machte sich breit. 

Während der harte Kern in der Nordkurve ihrer Mannschaft beim Gang in die Kabine noch Applaus spendete und sich allenfalls über die Leistung von Schiedsrichter Florian Exner aufregte, waren von den anderen Rängen doch einige Pfiffe zu hören. Verständlich.

MSV-Abwehr löchrig wie selten - Meppen spielt Schwächen eiskalt aus

Auch die Führungsetage um Präsident Ingo Wald und Sportdirektor Ivo Grlic, die vor Spielbeginn noch gemütlich mit einem Kaffee in der Hand auf der Haupttribüne Platz genommen hatte und das eine oder andere Gespräch führte, dürfte höchst unzufrieden gewesen sein.

Die Möglichkeiten waren auch nach dem Rückstand noch da, Leroy-Jacques Mickels und Vincent Vermeij trafen noch den Pfosten. Doch die am Mittwoch vogelwilde Abwehr erwischte einen rabenschwarzen Tag. Anfangs teilweise arrogant, in Durchgang zwei einfallslos. Der Plan, die Führung sicher runterzuspielen, missriet.

Ohnehin war im Nachholspiel des siebten Spieltags sehr viel Pfeffer drin. Dem zahlreich mitgereisten Anhängern aus Meppen wird es egal gewesen sein. Grund zur Sorge gibt es bei den Zebras nach der ersten Heimpleite wohl noch nicht. Trotz Tabellenplatz vier und nur zwei Zählern Rückstand auf Platz eins war der Auftritt gegen Meppen alles andere als eines Aufstiegskandidaten würdig.


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04.10.2019 - 08:58 - Alt Zebra

Wo ist Lapofgods um Telly zu Kritisieren weil er Compper schlecht redet.Telly endlich mal jemand der es auch so sieht wie ich .Lieberknecht wird nichts ändern weil er es garnicht sieht wieviele Fehler Compper macht,war ja letzte Saison genauso da hat er bis zuletzt an Wolze ,Bomheuer ,Wiegel festgehalten das Ergebnis hat man ja gesehen.Zum glück trifft der Sturm sonst würde es böse aussehen .

03.10.2019 - 06:45 - Telly

Einfach nur unglaublich,unverständlich.Irgendwann muß man als Trainer doch einsehen das es mit dieser Zusammenstellung der Hintermannschaft nix werden kann.Wie kann man an den Compper nur so festhalten?

Natürlich wollen wir nicht vergessen,das da eine neu zusammengewürfelte Mannschaft seit Beginn der Saison für die Zebras aufläuft.Und diese sich -wie ich finde- auch wirklich größtenteils prima präsentiert.Aber auch seit Beginn der Saison sieht man doch eindeutig wo die Schwächen sind.Nämlich in der Abwehr.

03.10.2019 - 05:41 - bossprada

Schuld an dieser verdienten Niederlage ist Lieberknecht , anstatt der Mannschaft nach dem Sieg mit 10 Mann in Jena zu gratulieren und alles in ein positives Licht zu stellen , geht dieser Depp hin und redet alles mies . Die Verunsicherung hat man in der ganzen Mannchaft gesehen und gespürt.
Lieberknecht hat von Psychlogie keine Ahnung und von vielen anderen Dingen im Fußball auch nicht , auch sein Selbstvertrauen geht gegen null und das braucht man als Trainer.