Der Tus Erndtebrück war bereits tätig: Schon drei Testspiele hat das Team von Rückkehrer Stefan Trevisi absolviert. Mit den Resultaten ist der Trainer, der bereits drei Jahre als Assistent am Pulverwald gearbeitet hat, zufrieden.

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Erndtebrück: Neue Gesichter und Hoffnung auf ruhigere Zukunft

RevierSport
04. August 2020, 17:30 Uhr
Auch der TuS Erndtebrück ist wieder im Training. Foto: Frank Oppitz

Auch der TuS Erndtebrück ist wieder im Training. Foto: Frank Oppitz

Der Tus Erndtebrück war bereits tätig: Schon drei Testspiele hat das Team von Rückkehrer Stefan Trevisi absolviert. Mit den Resultaten ist der Trainer, der bereits drei Jahre als Assistent am Pulverwald gearbeitet hat, zufrieden.

Im ersten Test gegen Regionalligist TSV Steinbach setzte es zwar ein 0:7 für den TuS Erndtebrück, doch gegen den klassenhöheren Gegner sei dieses Ergebnis keine Schande. „Wir hätten uns auch hinten reinstellen und vielleicht nur 0:2 verlieren können, aber wir wollten von Anfang an so spielen, wie wir es in der Meisterschaft vorhaben.“

Eine Woche später folgte ein 3:3 gegen Hessenligist FSV Fernbach. „Die erste Halbzeit war sehr gut. Im zweiten Durchgang habe ich dann die jungen Wilden reingeworfen, da fehlte teilweise ein wenig die Abstimmung“, erklärt Trevisi. Das anschließende 12:0 über die Sportfreunde Edertal aus der Kreisliga A nimmt der Coach nicht in die Wertung.

Dass die Erndtebrücker so früh dran sind, hat einen guten Grund: Im Kader gibt es viele Veränderungen im Vergleich zur Vorsaison. 14 Spieler sind gegangen. Unter anderem verlässt Manfredas Ruzgis das Team. Der 23-jährige Torjäger läuft zukünftig für den FC UNA Strassen in der ersten luxemburgischen Liga auf. Dafür habe der TuS auch 14 Neuzugänge gewinnen können. „Wir mussten durch Corona sparen, daher haben wir vermehrt auf junge, entwicklungsfähige Spieler gesetzt.“ Unter anderem kommt Wunschspieler Benedikt Brusch von Ligakonkurrent Sportfreunde Siegen.

So viel Bewegung im Kader sieht Trevisi kritisch. „Ich hoffe sehr, dass wir im nächsten Jahr 90 Prozent unserer Spieler halten können. Wenn so viele kommen und gehen, dann kann sich im Team kameradschaftlich nichts entwickeln.“ Doch gerade die Teamchemie sei ihm besonders wichtig.

40 Spiele haben „mit Vernunft nichts zutun“

Die 40-Spiele-Saison in der Oberliga Westfalen hält der Trainer für falsch. „Das hat doch mit Vernunft nichts zu tun“, beschwert er sich. Eine Hinserie mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde hätte der 45-Jährige bevorzugt. „Dann haben wir auch 34 Partien. Ich weiß nicht, was diese zusätzlichen Spiele bringen sollen. Aber am Ende wurde es so abgestimmt und wir müssen damit leben.“

Nach einem vorletzten Platz im Vorjahr möchte der TuS in diesem Jahr nichts mit dem Abstieg zutun haben. „In den letzten Jahren gab es hier viel Chaos, das soll sich wieder beruhigen.“ Die Liga sieht Trevisi auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. „Wiedenbrück ist weg, dafür ist Haltern da und auch Wattenscheid hat trotz der Insolvenz einige gute Spieler verpflichtet. Ich denke, die Mannschaften sind vor allem in der Breite enger zusammengerückt.“

Besorgt blickt der Coach auf die mögliche Zahl der Absteiger. „Es ist ja möglich, dass am Ende acht Teams runter müssen. Dann wird es selbst mit 40 Punkten und einer guten Saison noch eng.“ Das nächste Testspiel bestreiten die Erndtebrücker am Mittwoch, 5. August, gegen den TSV Michelbach.

Autor: Dennis Zaremba

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