Für den Erler SV könnte die Spielzeit 2019/20 als „die perfekte Saison“ in Erinnerung bleiben. Die Gelsenkirchener stehen in der Bezirksliga Westfalen 9 mit 44 Punkten an der Tabellenspitze – und das ohne Niederlage. Wir haben mit Trainer Hartmut Scholz gesprochen.

Bezirksliga

Erler SV: Aufstieg ist die Krönung einer perfekten Saison

12. Mai 2020, 17:34 Uhr
Foto: Jörg Schimmel

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Für den Erler SV könnte die Spielzeit 2019/20 als „die perfekte Saison“ in Erinnerung bleiben. Die Gelsenkirchener stehen in der Bezirksliga Westfalen 9 mit 44 Punkten an der Tabellenspitze – und das ohne Niederlage. Wir haben mit Trainer Hartmut Scholz gesprochen.

16 Spiele, 14 Siege, zwei Unentschieden - die Bilanz des Erler Spielvereins nach 16 Partien kann sich mehr als sehen lassen. Mit 44 Punkten besitzt das Team von Trainer Hartmut Scholz die Tabellenführung der Bezirksliga Westfalen 9. Wenn der Abbruch der Saison offiziell ist, steigt das Team in die Landesliga auf. Es war ein jahrelanger Weg zu diesem Erfolg, wie Scholz verrät: „Als ich das Trainer-Amt übernommen habe, stand die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz der Bezirksliga. Wir konnten uns die letzten Jahre auf den richtigen Postionen verstärken und haben in diesem Jahr für Ligaverhältnisse sportlich und menschlich eine super Truppe zusammen.“

Dabei war Platz eins ursprünglich gar nicht anvisiert: „Der Aufstieg war eigentlich nicht unser Saisonziel, aber nach der Hinrunde wollten wir die Tabellenführung nicht mehr aus der Hand geben.“ Wegen Abbruch der Saison durch die Corona-Krise wird der Meistertitel für Erle höchstwahrscheinlich in den kommenden Tagen anerkannt werden. „Es würde wenig Sinn machen die Saison im Juni oder Juli noch zu beenden. Ich habe aus gesundheitlicher Sicht vollstes Verständnis für den Abbruch, dennoch ist nichts offiziell“, sagt der Trainer.

Finanziell keine Einbußen

Den Amateur-Vereinen im Ruhrgebiet fehlen die Zuschauereinnahmen der verbliebenden Spiele. Beim Erler SV sorgen die finanziellen Einbußen derweil für keine Probleme, da es kaum laufende Kosten gibt: „Die Aufwandsentschädigung, die die Mannschaft bekommt, ist leistungs- und trainingsbezogen und wir im Trainer- und Physioteam haben uns einheitlich dazu bereit erklärt, auf finanzielle Entschädigungen vorerst zu verzichten. Das war eine Selbstverständlichkeit. Außerdem sind die Verbandsabgaben im Moment eingestellt,“ so Scholz.

Auch auf die Transferplanungen haben die fehlenden Gelder keine Auswirkungen. Der Bezirksligist vertraut größtenteils der Aufstiegsmannschaft in der Landesliga: „Die Mannschaft soll die Früchte ihres Erfolges ernten. Stand jetzt haben wir keinen einzigen Abgang. Wir werden auch in der höheren Liga kein Geld aus dem Fenster werfen. Lediglich in der Breite haben wir uns mit drei Neuzugängen verstärkt, die das finanzielle Interesse nicht in den Vordergrund gestellt haben. Unsere Planungen sind damit weitestgehend abgeschlossen", erklärt Erfolgstrainer Scholz.


Autor: Dustin Arnold

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