Er kann als Nummer 2 ungemütlich sein

06.02.2019

Kahn über Lehmann

Er kann als Nummer 2 ungemütlich sein

Foto: dpa

Der Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn stichelt gegen Jens Lehmann, den früheren Rivalen und jetzigen Co-Trainer des Bundesligisten FC Augsburg.

Er ist auf jeden Fall der prominenteste Neuzugang in der Fußball-Bundesliga in der nun abgeschlossenen Winter-Tranferperiode - auch wenn er nicht mehr auf dem Rasen spielen, sondern am Spielfeldrand arbeiten wird. Dass Ex-Nationalspieler Jens Lehmann beim FC Augsburg angeheuert hat und Trainer Manuel Baum als Assistent unterstützt, war die dickste Nachricht für das Restprogramm der höchsten deutschen Spielklasse. Augsburg hat überrascht, Lehmann hat überrascht - aber auch wenn der erste FCA-Auftritt mit dem 49 Jahre alten Ex-Nationalspieler erfolgreich war (klarer 3:0-Sieg über den FSV Mainz 05), glauben nicht alle an eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Lehmann und Baum.


Klinsmann entschied sich 2006 pro Lehmann und contra Kahn

Einen kleinen Seitenhieb gibt es nun vom Torwart-Titanen: Oliver Kahn stichelt in der Sport-Bild gegen seinen früheren Rivalen. „Ich weiß aus Erfahrung, dass Jens Lehmann als Nummer 2 ungemütlich sein kann und sich damit nicht zufrieden gibt“, erklärte der gleichaltrige Kahn mit einem Schmunzeln. Hintergrund ist natürlich die letzte gemeinsame Phase in der Nationalmannschaft: Vor der Weltmeisterschaft 2006 hatte sich der damalige Teamchef Jürgen Klinsmann gegen Kahn und für Lehmann als Nummer eins für das Endrundenturnier im eigenen Land entschieden. In Erinnerung bleibt davon vor allem die Szene aus dem Viertelfinale gegen Argentinien, als Kahn vor dem Elfmeterschießen zu Lehmann ging und ihm viel Glück wünschte. Das Ganze wirkte mehr gespielt als wirklich gewollt. 

Erfahrungen beim FC Arsenal gesammelt

Mit dem Engagement in Augsburg bringt sich der 61-malige Nationalspieler Lehmann bei den Bundesligisten aufs Radar. „Den Plan, irgendwann ins Trainergeschäft einzu- steigen, hatte er schon länger. Und er ist ja so alt wie ich, also musste er sich langsam beeilen“, so Kahn. Lehmann, der in seiner Karriere als Spieler auch bei Borussia Dortmund und Schalke 04 unter Vertrag stand, arbeitete bereits beim FC Arsenal im Trainerstab von Arsene Wenger. Ob er nun auch Augsburg voranbringen kann? Kahn: „Er war immer jemand, der auch mal quer dachte und seine eigenen Ideen hatte. Das könnte jetzt hilfreich sein.“ (ab)

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06.02.2019 - 17:25 - Schalker1965

Schade, dass die Schalker nicht den Mut hatten, einen Typ wie JL als Co-Trainer zu verpflichten. Dann hätten sie im Sommer nicht lange nach einem neuen Cheftrainer suchen müssen.

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