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Emotional aufgeladen - bei Schonnebeck fällt jetzt der ganze Druck ab

Daniel Ferlings
27. Mai 2019, 09:10 Uhr

Foto: mabo Sport

Nach dem 4:0-Sieg in der Oberliga Niederrhein gegen den FSV Duisburg ist die Spielvereinigung Schonnebeck im Kampf um den Klassenerhalt gerettet und kann auch weiterhin für die Oberliga planen.

Das Ligaspiel war nach negativen Erlebnissen in den letzten Wochen die entscheidende Partie für die Mannschaft vom Schetters Busch, um auch in der nächsten Saison fünftklassig spielen zu können. Im Fernduell gegen die direkten Konkurrenten VfB 03 Hilden und SC Union Nettetal bewiesen die Essener Nervenstärke und haben jetzt einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies war nach dem Duisburg-Spiel sichtlich erleichtert: "Das haben sich die Jungs nach einer wirklich sehr kräftezehrenden und besonders schwierigen Saison einfach verdient."

Zum Saisonabschluss geht es für die Elf von Coach Dirk Tönnies gegen den Aufsteiger und direkten Tabellennachbarn 1. FC Kleve. Aufgrund des Hinspiels im Dezember vergangenen Jahres haben die Grün-Weißen keine guten Erinnerungen an das Spiel gegen die Klever. Damals verloren die Schwalben zuhause am Schetters Busch durch einen Doppelpack von Mittelfeldspieler Levon Kürkciyan mit 1:2.

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Trotzdem möchte Tönnies das letzte Spiel der Saison genießen: "In den letzten Wochen hatten wir eine ganze Menge Druck. Nach dem letzten Spiel kann der endlich mal abfallen, sodass wir entspannt nach Kleve fahren können." 


Sämtliche Vorbereitungen und die starke Fokussierung auf das richtungsweisende Spiel gegen den FSV Duisburg gab Tönnies noch keine Gelegenheit, sich auf das Spiel gegen Kleve vorzubereiten: "Ich bin jetzt noch so emotional aufgeladen von dem Spiel. Mit Kleve habe ich mich noch in keinster Weise beschäftigt." 

Ähnlich sieht das Kapitän Marc Enger, der an seinem 30. Geburtstag mit seinen beiden Toren nicht nur sich selbst das schönste Geschenk gemacht hatte, sondern auch maßgeblich am wichtigen Sieg gegen Duisburg beteiligt war und sich als Match-Winner feiern lassen konnte: "Ich bin seit fünf Wochen verletzt. Jetzt ist gerade Ende bei mir. An Kleve kann ich noch gar nicht denken. Wir sind durch, die sind durch. Ich glaube, das ist ein Spiel, in dem es um nicht mehr viel geht. Vielleicht noch um eine Kiste Bier."

Letztendlich wird das kommende Spiel gegen Kleve aber dennoch eine wichtige Bedeutung haben, da es Dirk Tönnies zeigen wird, wer auch noch am Schluss den Charakter hat, sich für die Mannschaft einzusetzen. Denn bekanntermaßen laufen bereits die Kaderplanungen für die nächste Saison, in deren Verlauf unter anderem schon namhafte Spieler wie Adrian Schneider (zuletzt RWO) und Kai Nakowitsch (zuletzt SG Wattenscheid) an den Schetters Busch geholt werden konnten.   

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