03.12.2018

U19

Elgert will Schalke wieder zu Topteam formen

Foto: Stefan Bunse

Nach dem 4:2 (2:2) gegen den VfL Bochum steht die Schalker U19 auf dem zweiten Tabellenplatz.
Dennoch sei es noch ein langer Weg, bis der Verein wieder dort sei, wo er hingehöre. Das meint
Schalkes Trainer Norbert Elgert.

Nach dem Spiel herzte Norbert Elgert Oliver Ruhnert. Den früheren Direktor der Schalker Knappenschmiede und jetzigen Sportchef von Union Berlin habe er seit seinem Ausscheiden bei den Königblauen vor eineinhalb Jahren nicht mehr gesehen. Unter Ruhnert entwickelte sich die Knappenschmiede zu einer der besten Fußballschulen in Europa und brachte Talente wie Julian Draxler, Max Meyer oder Leroy Sané heraus. Auch der letzte Meistertitel für die königsblaue U19 im Jahr 2015 fiel noch unter seine Regie. Im Sommer 2017 trennten sich die Wege. Ruhnert bat aus „persönlichen und privaten Gründen“ um die Auflösung seines Vertrages und heuerte wenig später bei den „Eisernen“ an. 


Elgert möchte an alte Zeiten wieder anknüpfen. Doch es gäbe noch viel zu tun. „Wir stehen jetzt gut da. Wer hätte das erwartet, nach dem Start in die Saison“, meinte Elgert nach dem Erfolg gegen den VfL. „Aber wir lassen uns nicht blenden. Es ist unfassbar viel zu tun, um wieder top zu werden“. 

Elgert ärgert sich über Schalker Abschneiden in der Uefa Youth League

Vor allem das Abschneiden in der Youth League mit nur einem Punkt aus bisher fünf Spielen gegen Porto, Galatasaray Istanbul und Lokomotive Moskau ist dem Erfolgscoach auf den Magen geschlagen. “Nur weil wir Zweiter sind, sehe ich uns noch nicht als Spitzenmannschaft“, meinte Elgert. Und mahnte: „International sowieso nicht. Aber das muss Schalker Anspruch sein, auf Dauer wieder von uns allen gemeinsam. Meiner ist es sowieso. Das macht mich verrückt, wenn wir international keine Chance haben. Da müssen wir wieder hin." 

Doch zunächst müsse man kleine Schritte machen. „Erst einmal müssen wir national wieder top werden. Da befinden wir uns noch am Anfang.“ Es sei „ärgerlich und frustrierend“, dass man derzeit sogar dem VfL Bochum spielerisch unterlegen sei. Aber er sieht Licht am Ende des Tunnels: „Wir arbeiten daran wie verrückt. Die Entwicklung ist nach dem schwachen Start ist definitiv da. Sonst schaffst du es nicht, so viele Spiele hintereinander erfolgreich zu gestalten.“ Gegen Bochum habe man nicht brilliert, aber „in den Grundtugenden haben wir uns im Laufe der Partie gesteigert.“ 

Elgert selbst will dem Verein bei seinem Weg zurück in die internationale Spitze nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern auch mit Rat und Tat beiseite stehen. „Meine Philosophie, meine Gedanken, die stehen unserem Klub in dieser Hinsicht täglich zur Verfügung“, meinte Elgert. 

Autor: Stefan Bunse

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