Noch ist die Tabellenspitze weit weg. Aber Schalkes Trainer Norbert Elgert sieht den S04 jetzt auf dem richtigen Weg.

Schalke U19

Elgert-Ansage: "Wir werden irgendwann richtig gut"

Stefan Bunse
29. September 2019, 09:30 Uhr

Foto: Mark Bohla

Noch ist die Tabellenspitze weit weg. Aber Schalkes Trainer Norbert Elgert sieht den S04 jetzt auf dem richtigen Weg.

Der 1. FC Köln ist acht Zähler enteilt, Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach fünf. Als Vierter lauert der BVB mit 16 Punkten, aber dahinter kommt bereits der FC Schalke 04. Durch die beiden Siege binnen sechs Tagen haben sich die Schalker bis auf den fünften Platz vorgeschoben. 

  
Bayer Leverkusen, die vor zwei Wochen noch mit an der Spitze standen, haben die Knappen bereits überholt. „Leverkusen fällt jetzt schon wieder zurück“ registrierte Elgert beim Studium der anderen Ergebnisse. Die Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf hat ihn nur bedingt überrascht. „Düsseldorf hat eine sehr starke Mannschaft.“

Elgert sieht eine engere Liga als in der Vergangenheit

Überhaupt sei das Leistungsniveau in der Bundesliga West enger zusammengerückt. Die Zeit der haushohen Klatschen für die Underdogs sei vorbei. „Es wird immer wieder Spiele geben, die hoch ausgehen. Aber dann musst du am Anfang treffen und das zweite schnell nachlegen“, meinte Elgert. Das könne jedoch künftig die Ausnahme werden: „Es scheint so. An den Ergebnissen in Oberhausen und Duisburg sieht man, wie eng die Liga ist. Da gewinnst du nicht im Vorbeigehen. Natürlich kann man von uns etwas erwarten, aber nicht, dass du alles so weghaust. Die anderen Klubs haben auch sehr gute Spieler und bilden sehr gut aus.“ 


Der Grund dafür sei, dass bei den ganz großen Klubs aussortierte Spieler dann eben bei Vereinen wie Viktoria Köln oder Preußen Münster ihr Glück versuchen: „Das sind ja auch alles Spieler aus Leistungszentren“, sagte Elgert. „Unser früherer Spieler Asmar Paenda hat als rechter Verteidiger für Münster ein klasse Spiel gemacht. Es ist oft so, dass man diese Jungs auch selbst noch gut gebrauchen könnte.“ Ein weiteres Beispiel sei Gino Humpert: „Der würde hier eine gute Rolle spielen im Kader. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er woanders mehr spielen kann – gerade im zweiten Jahr U19 – ist höher. Darum müssen wir so handeln. Das ist ja auch pro Fußball.“ 

Pokal-Achtelfinale in Ingolstadt

Viktoria Köln habe zum Beispiel fast nur ehemalige Spieler vom 1. FC Köln, Bayer Leverkusen oder Mönchengladbach. „Wenn die sich dann zusammentun, dann sind das richtige Teams. Das müssen wir erst mal wieder formen.“ 


Am kommenden Wochenende spielt der S04 erstmal im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Ingolstadt. Der Schalker hat gehörigen Respekt vor den Bayern: „Ingolstadt hat auf jeden Fall eine Topmannschaft. Die haben Freiburg aus dem Pokal geworfen und letzte Woche in Mainz unentschieden gespielt. Unsere Chancen stehen bei 50:50.“ 

Dennoch habe seine Mannschaft jetzt Erfolgserlebnisse sammeln können: „Der klare Sieg gegen Münster tut uns in Richtung Pokal natürlich gut, aber auch für die Tabelle in der Bundesliga West. Ich betone es immer wieder: Wir werden irgendwann richtig gut. Aber dafür brauchst du auch Erfolgserlebnisse. Insofern waren die beiden letzten Siege jetzt wichtig.“  

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