1. Liga

SGE-Boss über Bayern: "Vollgefüllte Geldsäckel"

Dominik Hamers
02. Januar 2019, 10:35 Uhr

Foto: firo

Wolfgang Steubing, Aufsichtsrats-Boss von Eintracht Frankfurt, hat die Spieler des FC Bayern als „vollgefüllte Geldsäckel“ bezeichnet und erzählt, warum er sich über Paul Breitner aufgeregt hat.

Für Eintracht Frankfurt läuft es in dieser Saison hervorragend. Die Hessen sind Sechster, überwintern in der Europa League – lediglich im DFB-Pokal lief es nicht. Der Titelverteidiger schied in der ersten Runde aus. Maßgeblich verantwortlich für das andauernde Leistungs-Hoch der Eintracht ist Trainer Adi Hütter, der im Sommer auf den zum FC Bayern abgewanderten Niko Kovac folgte. Dort, so Frankfurts Aufsichtsrats-Boss Wolfgang Steubing, habe man die Philosophie des ehemaligen Eintracht-Trainers nicht sofort richtig aufgenommen.

Kovac sei ein „ehrlicher, harter Arbeiter“, so Steubing in einem Interview mit Bild. „Er hat seine Philosophie von Fußball, die ganz anders ankommt bei Bayern als bei Eintracht. Dort sind vollgefüllte Geldsäckel, wohlgemerkt nicht Geldsäcke.“ Der langjährige Gönner des Traditionsvereins lässt sich zudem zu der Vermutung hinreißen, Bayern habe „in der jüngsten Vergangenheit sehr viel weniger trainiert“ als die Eintracht-Spieler.

Obschon Trainer Hütter so nah wie niemand sonst im Verein bei der Mannschaft ist, bezeichnet er Sportdirektor Fredi Bobic als Eintracht-Mann des Jahres 2018. Das stimme ihn aus einem bestimmten Grund sehr glücklich: „Ich habe die Mitteilungen nicht vergessen, die man mir aufs Handy geschickt hat, als wir ihn 2016 verpflichtet haben wie: ‚Wir kriegen dich noch.’ Das und andere Drohungen waren hässliche Sätze.“ Der ehemalige Profi sei jedoch „super vernetzt, fleißig ohne Ende“ und habe „klare Vorstellungen“.

Seine hohe Meinung über Bayern München hat er nach eigener Aussage trotz des Wechels von Trainer Kovac an die Isar nicht abgelegt. Jedoch habe ihn eine Situation vor dem Pokalfinale im vergangenen Jahr geärgert. Im Berliner Olympiastadion habe er dem ehemaligen Bayern-Profi Paul Breitner die Hand geben wollen. „Er hat die Hand von meinem Aufsichtsratskollegen Holzer und mir mit der Begründung abgelehnt: ‚Ihr seid ja nur Gäste’. Das muss man nicht machen – und das hat uns alle aufgeregt.“ Im Gegensatz zu Präsident Uli Hoeneß und zum Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge sei Breitner ein „Haudrauf“.

Autor: Dominik Hamers

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