Das wichtige Derby gegen Tottenham hat der FC Arsenal verloren. Mesut Özil stand dabei noch nicht einmal im Spieltagskader. Der gebürtige Gelsenkirchener hat auf der Insel zurzeit einen schweren Stand.

Ex-Schalker

"Einer der schlechtesten Spieler der Welt": Özil bei Arsenal außen vor

Justus Heinisch
13. Juli 2020, 10:09 Uhr
Unter Mikel Arteta hat Mesut Özil einen schweren Stand. Foto: dpa

Unter Mikel Arteta hat Mesut Özil einen schweren Stand. Foto: dpa

Das wichtige Derby gegen Tottenham hat der FC Arsenal verloren. Mesut Özil stand dabei noch nicht einmal im Spieltagskader. Der gebürtige Gelsenkirchener hat auf der Insel zurzeit einen schweren Stand.

Auch in England ruhte bekanntlich aufgrund der Corona-Pandemie monatelang der Ball. Mitte Juni startete der Spielbetrieb wieder. Für den FC Arsenal standen seitdem acht Partien an. Der deutsche Spielmacher Mesut Özil brachte es seitdem auf keine einzige Spielminute unter Trainer Mikel Arteta.

Am vergangenen Sonntag verloren die "Gunners" zudem das Derby gegen den Nordlondon-Nachbarn Tottenham Hotspur. Nicht nur aufgrund der Rivalität zwischen den Klubs ein wichtiges Spiel - für beide ging es um die Europa-League-Plätze. Trotz einer frühen 1:0-Führung verlor Arsenal mit 1:2 gegen die "Spurs". Damit ist das internationale Geschäft wieder fünf Punkte entfernt. Drei Spieltage vor dem Saisonende.

Özil stand nicht im Spieltagskader. Dabei war der 31-Jährige vor der coronabedingten Spielpause Stammspieler unter Arteta. Was ist passiert? Es ist wohl eine Einstellungssache. Arteta will Akteure, die zu 100 Prozent das bringen, was er fordert, sagte er gegenüber dem "Independent". Sprich "Spieler, die bereit sind, sich gegenseitig zu helfen, füreinander zu kämpfen und Spaß daran haben, miteinander zu spielen." Arteta greift nicht nur bei Özil durch. Teamkollege Matteo Guendouzi ist derzeit ebenfalls außen vor.

Özil hat noch bis 2021 einen Vertrag

In den englischen Medien jedenfalls kommt Özil, der bei Arsenal zu den Topverdienern gehört, nicht gut weg. Paul Merson, langjähriger Arsenal-Spieler und heutiger Sky-Experte, sagte beispielsweise vor kurzem: "Wir alle wissen, wie Özil spielt: Gib ihm den Ball und er wird dich finden." Das passe jedoch nicht zu Arsenals intensiver Spielweise. Und das macht es problematisch.

"Er ist nicht interessiert, wenn man selbst den Ball nicht hat. Wie kann man jemandem 350.000 Pfund die Woche zahlen, wenn jeder weiß, was seine Spielweise ist? Wenn er den Ball nicht hat, ist er einer der schlechtesten Spieler der Welt", spottete Merson weiter.

Ähnliches glaubt Alan Smith, ein weiterer Sky-Experte. Unter Arteta müsse jeder hart arbeiten, wenn der Gegner in Ballbesitz ist. Smith glaubt nicht, dass Özil seine Spielweise, die vor allem bei einer ballbesitzorientierten Taktik Ertrag bringen kann, ändern und das was Arteta von ihm erwarte, bringen könne. Bereits zwischen Artetas Vorgäner Unai Emery und Özil gab es Spannungen.

Im Sommer des nächsten Jahres läuft Özils Vertrag derweil aus. Was bis dahin passiert, ist noch offen. "Es könnte noch ein Jahr dauern, bevor Özil den Klub verlässt, aber ich kann nicht wirklich eine Zukunft für ihn sehen", schätzt zumindest Smith.

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14.07.2020 - 08:38 - RWE51

Der Özil ist inzwischen ein guter Geschäftsmann, aber ein nicht mehr so guter Fußballer. Die Zeit ist abgelaufen. Allerdings für 350000 Pfund die Woche ein bisschen trainieren und mich auf die Tribüne zurückziehen, wer verdient soviel Geld? Clever, das schont die Gelenke und dann mit 33 Jahren bei Erdogan noch in der Türkischen Liga auflaufen. So wird es wohl kommen. Ein gemachter Mann ist der Mesut sowieso, der braucht sich im Leben über keinerlei Geldsorgen den Kopf zerbrechen, aber die Engländer sich dummer, als die Polizei das erlaubt, denn der einzige Kluge in der Sache ist der Mesut. Die Presse interessiert ihn schon lange nicht mehr!

13.07.2020 - 22:22 - Kuk

Lt. transfermarkt.de konnte Özil zumindest in den letzten 5 Spieen verletzungsbedingt nicht mitwirken.

https://www.transfermarkt.de/mesut-ozil/leistungsdaten/spieler/35664/saison/2019#EL

Sky und seine "Experten" ...

13.07.2020 - 18:10 - westkurver

Sie hatten ja mal ´nen "big fucking german" auf der Insel Jetzt haben sie einen "lazy fucking german". Und er hält sich an Churchill: " No Sports!"<br/>Wenn man nicht selbst betroffen ist, dann macht er schon Spass, der Özil.

13.07.2020 - 14:31 - TS2207

Verkaufen, vielleicht bekommen wir noch was mit!! Da tut er noch ein gutes Werk :-)
Zu seinem Freund wäre nicht Schlecht!!

Nur der RWE

13.07.2020 - 14:08 - das ailton

özil in die türkei!! da wartet sicher sein bester freund schon.

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13.07.2020 - 13:07 - derdereuchversteht07

Justus Heinisch
Özil stand nicht im Spieltagskader. Dabei war der 31-Jährige vor der corona bedingten Spielpause Stammspieler unter Arteta. Was ist passiert? Es ist wohl eine Einstellungssache.

Herr Heinisch was soll diese Aussage bedeuten, es ist wohl eine Einstellungssache?
Wollen sie uns damit sagen das Herr Özil „jetzt“ die richtige Einstellung fehlt?
Also vor Corona war sie noch da und jetzt nicht?
Herr Özil hat immer seine Qualitäten in der Offensive gehabt und in der Rückwärtsbewegung „gefühlt“ keinen Zweikampf gewonnen.
Herr Arteta kennt Herrn Özil aus dem eff eff, da wird es keine neuen Erkenntnisse auf die Einstellung bezogen geben.
Dann hätte er vor Corona auch nicht spielen dürfen.

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13.07.2020 - 12:18 - Nathan

Das Özil seine Stärken in der Offensive hat ist jedem hinlänglich bekannt. Özil kann den tödlichen Pass in die Spitze mit einer ungeheuren Präzision spielen. Er sieht Laufwege, die sonst keiner sieht. Er ist ein klassischer Spielmacher und wurde auch bei Löw so eingesetzt die Maloche machten andere.

Und ein XXX 1965 muss hier keine anderen User belehren und ihnen jeglichen Sachverstand absprechen.
Dafür fehlt dir einiges ....

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13.07.2020 - 11:30 - Bacardicola

Sich zerreißen ist Grundvoraussetzung im Fußball. Egal welcher Spielertyp man ist.
Mangelndes Arrengement ist bei Özil schon seit einigen Jahren auszumachen.
Der Tribünenplatz ist längst überfällig.

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13.07.2020 - 11:22 - Schalker1965

13.07.2020 - 10:51 - easybyter

"Wenn Areta Arbeiter will, dann kan er keinen Künstler gebrauchen. Es scheint jedoch so, dass er mit den Leuten, die er einsetzt, auch keinen Erfolg hat. Wer aus Özil einen kämpfenden Dauerläufer machen will, der wird scheitern."

Offensichtlich hast du den Beitrag von Justus Heinisch überhaupt nicht gelesen oder nicht verstanden.
Dort heißt es: Es ist wohl eine Einstellungssache. Arteta will Akteure, die zu 100 Prozent das bringen, was er fordert, sagte er gegenüber dem "Independent". Sprich "Spieler, die bereit sind, sich gegenseitig zu helfen, füreinander zu kämpfen und Spaß daran haben, miteinander zu spielen." Also kein Wort davon, den "Künstler" Özil zum "Dauerläufer" umfunktionieren zu wollen. Özil hat offensichtlich kein Bock und wegen dieser mangelnden Berufsauffassung wird er von seinem Trainer zu Recht auf die Tribüne gesetzt.

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13.07.2020 - 10:51 - easybyter

Wenn Areta Arbeiter will, dann kan er keinen Künstler gebrauchen. Es scheint jedoch so, dass er mit den Leuten, die er einsetzt, auch keinen Erfolg hat. Wer aus Özil einen kämpfenden Dauerläufer machen will, der wird scheitern. Richtig eingesetzt jedoch, kann er dem Spiel Impulse geben und es lenken. Areta scheint mir von Menschenführung nicht viel zu verstehen. Er gibt sich als harter Hund, der vor großen Namen nicht Halt macht und er wird scheitern.