30.11.2018

Regionalliga-Reform

Drittligisten planen Protest gegen DFB

Foto: Markus Endberg

Im Dauerstreit um die Aufstiegsreform in der Regionalliga werden die Fußball-Drittligisten am Wochenende auf dem Platz protestieren. Die Debatte wird immer mehr zur Farce.

Meister müssen aufsteigen. Nach diesem Motto protestieren viele Regionalligisten seit Jahren gegen die Aufstiegsrelegation in der vierten Liga. Der DFB arbeitet an einer Lösung, auf einen gemeinsamen Nenner sind Verein und Verband aber noch nicht gekommen. Es wird auch mit dem Gedanken einer zweigleisigen 3. Liga gespielt. Doch dabei machen die Vereine offenbar nicht mit. Die Drittligisten werden dagegen protestieren. 


Drittliga-Klubs fordern Rückkehr zu drei Absteigern

In der festgefahrenen Debatte um die Aufstiegsrelegation zur 3. Fußball-Liga haben die 18 Clubs der dritthöchsten Klasse für den aktuellen Spieltag zu einer gemeinsamen Protest-Aktion aufgerufen. Unter dem Motto "Stillstehen gegen den Stillstand" werden alle Teams in den zehn Partien von Freitag bis Sonntag nach dem Anpfiff für eine Minute die Füße stillhalten. "Ohne uns rollt kein Ball und ohne uns kann die Zukunft der 3. Liga nicht gestaltet werden. Wir sagen hiermit: Stopp! So geht es nicht weiter", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Drittliga-Clubs.

Die Vereine fordern nach den gescheiterten Reformplänen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern und einen Erhalt der Eingleisigkeit der 3. Liga. Derzeit läuft eine zweijährige Übergangsphase, in der vier Clubs aus den fünf Regionalligen aufsteigen. Das bedeutet auch, dass seit dieser Saison vier Clubs aus der 3. Liga absteigen. Das hatten die Vereine kritisiert.

In der Debatte um die Regionalliga-Reform hat der Bayerische Verbands-Präsident Rainer Koch das Vorgehen der Drittligisten kritisiert. Nach Ansicht des BFV sind die Fußball-Clubs, die künftig nur noch drei Absteiger aus ihrer Liga fordern, einen Reform-Vorschlag schuldig geblieben. (RS, dpa)

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30.11.2018 - 20:38 - Hafenstraße1907

Das Problem ist nicht die 3.Liga!
Die Vereine waren kulant und haben für eine Übergangslösung gesorgt, indem sie 2 Jahre einen weiteren Absteiger zur Verfügung gestellt haben.
Das Problem ist ein Verband, wie Bayern, der bei der Einteilung der Regionalligen knallhart und Kompromisslos verhandelt hat und jetzt so tut, als wäre die Einteilung in 5 Regionalligen (und eine davon in Bayern) gottgegeben.
Fakt: In Bayern spielt jeder 8. deutsche Fußball, im Norden jeder 9. und im Osten jeder 8. Deutsche Fußball..
In NRW ist es jeder 4,5.Deutsche.
Trotzdem erhalten alle 3 Regionen eine Liga und einen halben Aufsteiger...
Das die Norddeutschen, Bayern und Ossis da am Status Quo festhalten wollen ist doch klar.

30.11.2018 - 18:24 - TomTorkel

Warum nicht folgendermaßen?
Die 5 Regionalligen werden aufgestockt auf 20 Mannschaften. Jede wird dann geteilt in zwei 10er Gruppen. Hinrunde dann 18 Spieltage. Die 10 Meister aller Regionalligen spielen dann wieder in 18 Spieltagen die Aufsteiger aus. Die ersten 3 steigen auf.
Alle anderen Nicht-Meister der Hinrunde spielen in eigenen regional bezogenen Runden.
Die Meisterrunde kommt dann sehr nah an eine 4. Liga ran und verspricht attraktive Spiele. Die Entfernungen sind zwar größer, die Spiele aber reizvoll und 3 von 10 Mannschaften steigen auf.

30.11.2018 - 15:00 - Blendcamp

Endlich mal jemand, der das Problem verstanden hat. Die Drittligisten sind Schuld daran, dass man als Meister nicht aufsteigen kann. Unverschämtheit, dass die die Idee mit 5(!) Absteigern doof finden. Wie wäre es denn mit einer 5-gleisigen 3. Liga als Lösung? Oder einer Aufstockung der 3. Liga auf 30 Vereine (Sommerpause wird eh überbewertet). Dann kann man sogar 10 Vereine absteigen lassen und die Regionalliga, die schön mit ihren fünf Staffeln weitermacht, kann sogar aus jeder Staffel 2 Clubs hoch bringen. Oder aber, jetzt spreche ich mal etwas Ungeheuerliches aus: Die Landesverbände einigen sich auf eine zwei- oder dreigleisige Regionalliga und alle können aufsteigen. Aber nein, da hat ja der Nord-Ost oder Süd-West- oder wer auch immer Verband was dagegen. Na dann...

30.11.2018 - 13:13 - Sch'tis

Und am Ende kommt dann wieder die DFB Lösung, alle 5 Regionalliga Meister spielen in einer 5er Gruppe in der Sommerferienzeit in Hin und Rückspiel die 3 Aufsteiger aus. Nur um so den ganzen Ärger von den 3. Ligisten zu umgehen. Gott, was wollen die 3. Ligisten ?! Wenn die Oberste Fußballetage sagt, es steigen 5 ab und 5 Meister der jeweiligen Regionalligen, dann ist es so. In Zukunft entscheiden die 3. Ligisten auch noch, das in jedem Stadion die Bratwurst gegen halbe Hähnchen und Cola gegen Milch ausgetauscht wird ?!! Regelt Eure Regeln mal Regelgerecht, weil das Gerechte in den Regeln nur noch Ungerecht ist.

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