RL West

Drittliga-Lizenzfrage wird in Rödinghausen zeitnah beantwortet

10. September 2019, 10:56 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Der SV Rödinghausen liegt an der Spitze der Regionalliga West. Ob der Verein jedoch auch die Lizenz zur 3. Liga beantragen wird, ist noch nicht offiziell beantwortet worden.

"Wir diskutieren das alles intern. Ich denke, dass wir da durchaus auf einem guten Weg sind. Wie gesagt: Eine Entscheidung wird im Herbst fallen", sagte Alexander Müller, Geschäftsführer des SV Rödinghausen noch vor wenigen Wochen, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Rund einen Monat später rief RevierSport Müller nochmals an, um den aktuellen Stand der Dinge abzufragen. "In zwei, spätestens drei Wochen werden wir uns offiziell zu diesem Thema äußern und auch eine Antwort geben", verrät Müller.

Auch wenn die Rödinghausener sich noch mit einer offiziellen Stellungnahme in der Causa" Beantragung der Drittliga-Lizenz" zurückhalten, ist der Plan des SVR schon an unsere Redaktion durchgesickert. Wie wir aus Vereinskreisen des SV Rödinghausen erfuhren, wird der Verein die Drittliga-Lizenz beantragen. Intern soll entschieden worden sein, dass das Wiehenstadion im Fall eines Aufstiegs auf 10.000 Plätze ausgebaut wird. 

In der Saison 2018/2019 verzichtete Rödinghausen auf die Drittliga-Lizenz

Schon in der letzten Serie mischte die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen oben mit. Die Verantwortlichen entschieden sich jedoch frühzeitig gegen die Beantragung der Drittliga-Lizenz. Müller erklärte damals: "Auch wenn wir ein hochmodernes Stadion besitzen, reicht dieses bei weitem nicht für die 3. Liga aus. Wir haben lange Gespräche über einen Ausbau geführt und eine seriöse Kostenplanung durch ein extern beauftragtes Ingenieursbüro erstellen lassen. Die kalkulierten Kosten für den Ausbau des Häcker Wiehenstadions und der Infrastruktur stellen sehr hohe Investitionen dar, die für uns derzeit nicht zu stemmen sind."

Die Situation scheint sich nun geändert zu haben. Rödinghausen hat sportlich Blut geleckt und könnte aufgrund der Unterstützung des Küchen-Hauses "Häcker" die Lizenzvorgaben für die 3. Liga erfüllen. 

Geschäftsführer Müller wollte zwar am Dienstag gegenüber RevierSport die offizielle Entscheidung des Vereins noch nicht mitteilen, sagte aber: "Die Mannschaft soll ihren Job machen. Um den Rest kümmern wir uns." Eine klare Ansage.

Nach der ersten Saisonniederlage in Aachen wollen die Rödinghausener in den nächsten beiden Auswärtsspielen in Haltern und der U23 von Borussia Dortmund wieder zurück in die Erfolgsspur kommen.

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13.09.2019 - 14:39 - Anton Leopold

wb.
Was für ein ausgewogener, kenntnisreicher und in der Sache differenzierender Kommentar.
Alle Daumen hoch von mir.

13.09.2019 - 12:20 - wb.

@franzwirtz:
das essener stadion wurde als stadion essen benannt.hierdurch kommt zum ausdruck, dass
das objekt im öffentlichen (städtischen)interesse genutzt werden sollte.
tatsächlich wird es durch zwei fussballvereine ,durch öffentliche träger, für tagungen, messen und andere
"neudeutsch"events und konzerte genutzt (nicht abschliessend).
ich würde mir wünschen,dass der umfang der nutzung noch zunimmt,aber die konkurrenzsituation
im umkreis lässt anderes zur zeit nicht zu.
vorstehendes nur um zu verdeutlichen,dass die politische entscheidung zum bau auch anders als
"kriminell"gesehen werden kann.jedenfalls steht diese für mich im zusammenhang mit der
änderung der mehrheitsverhältnisse im rat.

der von Ihnen benannte "breitensport" wurde in der vorherigen geschichte der städtischen politik immer als
argument benutzt wenn es darum ging,investitionen abzulehnen.
im ergebnis hat die stadt meiner meinung nach über 40 jahre nur das notwendigste, wenn überhaupt für
die eigenen städtischen sportanlagen getan. noch heute wird der zustand in manchen anlagen kritisiert,
was insbesondere die umkleiden und dusch/waschräume betrifft.

an grösseren objekten wie das georg-melches stadion oder das grugastadion (fassungsvermögen 30tsd zuschauer)
wurde allerdings auch absolut nichts getan.
das grugastadion wurde schliesslich abgerissen ebenso wie die westkurve im g.m.stadion.zum
schluss war auch die haupttribüne völlig marode.
es verblieben zwei tribünen ,die der verein rot-weiss essen (als eigentümer)anfang/mitte der 70er selbst
gebaut hatte ,was eine erhebliche Verschuldung nach sich zog und das gelände an die stadt verkauft
werden musste.
die stadt hat sich infolge durch stattliche pachten das geld zurück geholt(über nahezu 40jahre).

vorstehendes wollte ich nur mal erwähnen um aufzuzeigen,was die argumente im sport/essen einmal
wert waren.(förderung des breitensports) und dass der stadionbau mangels anderer alternativen in
essen zu vertreten war.

natürlich sind die eigentlichen kulturellen belange (errichtung der philharmonie, aalto-theater, neubau
folkwang-museum pp.)nicht zu kurz gekommen.

Ihren einwand, dass sich profifussball selbst tragen soll,kann ich teilen.
die abgaben an die stadt sind gestaffelt je nach ligazugehörigkeit.
der verein trägt sich nach wie vor durch zuschauereinnahmen und einen breiten sponsorenpool.

der schlüssel zur vergabe der dfl/gelder ist unverhältnismässig bis reine willkür.

die dfb-lizenzanforderungen zur stadiongrösse sehe ich nicht anders. gute grüsse!

12.09.2019 - 19:35 - franzwirtz

@rotweissliebe - Fußball und Kultur ...

Zitat Auszug: „Fussball, besonders im Ruhrgebiet hat eine deutlich höhere Bedeutung, und darf man durchaus als schützenwertes Kulturgut ansehen. Kritik ist angebracht und berechtigt, doch angesichts der Besucherzahlen von Fußballspielen gegenüber Schauspielhäuser, auch das sich die einzelnen Städte auch gerne mit einem Fußballverein nach Aussen schmücken, finden hier die Gelder eine sinnvolle Verwendung. ...“

Echter Amateurfußball und jede Form von Breitensport gerne, Profifußball muss sich selber tragen. Über 4.000.000.000 € (über vier Milliarden Euro) nimmt die DFL alljährlich ein, das reicht dicke. - Das Geld sollte allerdings gerechter verteilt werden.

Besucherzahlen dienen als Maßstab wofür? Sollen hunderte von guten Restaurants in der Stadt schließen, weil ein zentral gelegenes McDrive ein Vielfaches an Besuchern vorweisen kann?

PS:
Auszug Wiki: Unter Daseinsvorsorge versteht man verwaltungsrechtlich alle Dienstleistungen der Kommune, an deren Erbringung ein allgemeines öffentliches Interesse besteht. Für das BVerfG ist die Daseinsvorsorge eine Leistung, „derer der Bürger zur Sicherung einer menschenwürdigen Existenz unumgänglich bedarf.“ ...
.

11.09.2019 - 22:58 - Anton Leopold

@TSG 1899
In Ordnung.
Im Fall Hoeness wurde gedealt, was normal ist. Klar hat sich jeder Fußball-Fan, der nicht fanatischer Bayern-Anhänger ist, gewünscht, dass hinter die Kulissen geblickt wird. Ich besonders, weil ich gerne meinen Verdacht bestätigt bekommen hätte. Aber niemand kann ernsthaft behaupten, die Sache sei anders gelaufen, als solche Sachen üblicherweise laufen. Wenn Sie Insider-Kenntnisse aus der bayerischen Justiz haben, die darauf hindeuten, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugegangen ist - ich höre sie gerne. Ich hege keinerlei Sympathien für Hoeness. Aber eine Bevorzugung ist nicht erkennbar.
Der Fall Beckenbauer liegt völlig anders und sollte anständigerweise nicht in diesem Kontext zitiert werden. Erstens aus den besagten rechtlichen Gründen, zweitens weil es auch menschlich fragwürdig ist.

11.09.2019 - 21:53 - TSG 1899

@Anton Leopold
Den Vergleich mit dem verurteilten Steuerhinterzieher Hoeness zu ziehen (bei dem leider gedealt wurde, weil natürlich keiner Bock hat, sich durch diese Akten durchzufressen wie die kleine Raupe Nimmersatt) ist deshalb ein starkes Stück von Ihnen und ist für mich ein Indiz, dass ihre Liebe zum Rechtsstaat vielleicht nicht für jeden Menschen gilt. So weit zum Juristischen.

Ich habe den Fall Hoeness nur erwähnt, um aufzuzeigen, das es juristisch hier nicht immer mit rechten Dingen zugeht und es noch lange nicht egal ist, gegen wen und wie gründlich ermittelt wird.

Der Beginn dieser Konversation war diese Aussage:

@ IchDankeSie1907
"Die strafbaren Handlungen in diesem Zusammenhang arbeiten die Gerichte auf und gut ist. Und ja, der Kaiser wird sich dem allem entziehen. Und auch das ist gut so."

... und für mich ist das halt nicht gut so.

11.09.2019 - 18:00 - Anton Leopold

TSG 1899
Ich finde es gut, dass Sie ein Plädoyer für den Rechtsstaat halten, auch wenn es in diesem Fall der Schweizer Rechtsstaat ist, der gegen Beckenbauer ermittelt. Aber: Rechtsstaat ist immer gut!
Auch in der Schweiz gilt übrigens die für Rechtsstaatlichkeit typische Unschuldsvermutung. Beckenbauer ist bislang nicht verurteilt worden, meines Wissens liegt nicht einmal eine Anklageschrift vor - und das nach jahrelangen Ermittlungen. Komisch, wenn man weiß, wie penibel Schweizer sind. Die Ermittlungen ziehen sich seit Jahren und aus Angst vor der Verjährung hat man kürzlich das Verfahren abgetrennt. Neue Erkenntnisse liegen nicht vor. Weil die Staatsanwaltschaft der Schweiz nicht weisungsgebunden ist, ist anders als in Deutschland eine politische Einflussnahme nicht zu befürchten.

Wonach sieht das also aus? Mhm. Das sieht nach einer Blamage aus. Das sieht danach aus, dass Franz Beckenbauer unschuldig ist. Entweder legen die mal langsam was vor oder sie stellen ein.

Den Vergleich mit dem verurteilten Steuerhinterzieher Hoeness zu ziehen (bei dem leider gedealt wurde, weil natürlich keiner Bock hat, sich durch diese Akten durchzufressen wie die kleine Raupe Nimmersatt) ist deshalb ein starkes Stück von Ihnen und ist für mich ein Indiz, dass ihre Liebe zum Rechtsstaat vielleicht nicht für jeden Menschen gilt. So weit zum Juristischen.

Literarisch betrachtet hatte Tom Wolfe vielleicht Recht mit seinem "großen weißen Angeklagten" im Fegefeuer der Eitelkeiten - der Speck, mit dem man Mäuse fängt. Das war jetzt literarisch und nicht despektierlich gemeint.

Ich wette ja aus Prinzip nicht, aber ich gebe mal die Prognose ab: Wenn die Schneeschmelze einsetzt, wird eingestellt. Hoffentlich lebt Franz Beckenbauer dann noch und kann zufrieden schmunzeln.

Ansonsten gebe ich dem User recht, der die Auffassung vertritt, dass man im System FIFA kaum sauber bleiben kann. Ich würde entweder die FIFA reformieren und die dreiste Bevorzugung Afrikas endlich aufgeben oder nie wieder eine Bewerbung einreichen.

Wenn das Verfahren eingestellt wird, hat Beckenbauer allen Grund, sich durch die deutsche Medienlandschaft ungerecht behandelt zu fühlen. Schaun mer mal.

11.09.2019 - 16:45 - TSG 1899

@ rotweissliebe

Die gebildeten Massen erwarten ( leider vergeblich! ), dass bei Ermittlungen und evtl. späteren Verfahren alle Bürger gleich behandelt werden. Und wenn gegen einen "Kaiser" wegen Unregelmäßigkeiten ermittelt wird, bedeutet das auch nicht, dass man ihn dem Volk "zum Fraß" vorwirft. Glaubst Du etwa, dass Du mit einer Steuerhinterziehung in der Größenordnung eines Uli Hoeness ( und die 28,5 Mios waren nur geschätzt, da wurde gar nicht mehr weiter ermittelt ) mit dieser lächerlichen Haftstrafe davongekommen wärst? Träum weiter! Du wärst heute noch, ohne Freigang, hinter schwedischen Gardinen.

11.09.2019 - 16:15 - Regio2019

„…gegen wen wir in der Relegation spielen…“; da ist sie ja schon wieder, die rot weisse Arroganz. Und das nach 5 Spieltagen…Unfassbar!

11.09.2019 - 13:32 - HaiderfromAssindia

Ob Zwiebelcity ne Lizenz beantragt is mir Wurscht! Mich interessiert es eigentlich mehr gegen wen wir in der Relegeation spielen,wann ich vom HBF los muss und ob ne Kiste Stauder tatsächlich reicht. Natürlich interessiert es mich auch,ob Franziskagirl2x31-11 mit Tamponcity tasächlich noch nächste Saison gegen FC Kray ran muss,oder die Lizenz für die Oberliga zu spät eingereicht wird und er nach Steele zum Langmannskamp hin muss.Lustig wäre dat ja.......

11.09.2019 - 11:33 - hadi

Ich weiß gar nicht, was die „gut gemeinten Ratschläge“ an den SVR bedeuten sollen. Will denn RWE den Aufstieg
„geschenkt“ bekommen, sprich nur weil ein Verein keine Lizenz beantragt? Wer am Ende oben steht, spielt die
Relegation, fertig, da spielt es keine Rolle wer alles aufsteigen will oder Lizenzen beantragt. Im Übrigen denke ich,
dass RWE erster wird, aber Verl ggf. die größere Konkurrenz ist.

11.09.2019 - 11:21 - Rattenfänger

Und die 5 Bauern auf dem Bild sollen auf ihren Feldern weiter "Kühe kippen" spielen!

11.09.2019 - 11:19 - Rattenfänger

Wenn der Küchenvogel seine Kohle unbedingt einem Fußballverein in seiner Region gönnen will, soll er doch Bielefeld unterstützen-
seine "Betriebsmannschaft" Rödinghausen gehört jedenfalls in die Freizeitliga!

11.09.2019 - 09:43 - Hallodriho

Meine Güte, laßt die doch die Lizenz beantragen. Aufsteigen werden die doch eh nicht. So stark, wie manche die sehen sind die absolut nicht. Wer gegen Aachen verliert, wird auch gegen Haltern und/ oder Dortmund Punkte liegen lassen.

11.09.2019 - 08:44 - rotweissliebe

Im Übrigen, bei uns sprechen Richter Recht und nicht die Bildzeitung!

11.09.2019 - 08:41 - rotweissliebe

Ich glaube mit "Ich danke Sie 1907" ist alles in Ordnung, er hat auch sehr gut dargelegt, das es im korrupten System der FIFA nirgendwo eine WM geben würde, wenn nicht hinter den Kulissen geschachert wird. In Bezug auf Franz Beckenbauer ist sicherlich nicht allein seine ehemals fussballerische Kompetenz gemeint, vielmehr, das bei ihm ein Lebenswerk zu verzeichnen ist, das es in Deutschland kein zweites Mal gibt. Wenn man jemanden an den Pranger stellt, sollte man vorher mal überlegen, was von den allgemeinen Anschuldigungen überhaupt zu beweisen ist, wir sind keine Bananenrepublik und jeder hat das Recht die ihm gegebenen Möglichkeiten zu nutzen um straffrei zu bleiben. Wir sind "Gott sei Dank" nicht im alten Rom, wo um den Zorn der ungebildeten Massen zu befriedigen die Beschuldigten den "Löwen zum Frass" vorgeworfen worden sind.

11.09.2019 - 08:20 - TSG 1899

@ IchDankeSie1907
"Die strafbaren Handlungen in diesem Zusammenhang arbeiten die Gerichte auf und gut ist. Und ja, der Kaiser wird sich dem allem entziehen. Und auch das ist gut so."

Was ist denn mir Dir nicht in Ordnung? Bewegt sich ein angeblicher "Kaiser" außerhalb der Rechtstaatlichkeit, weil er ein Bisschen besser Fußball spielen konnte, als Andere?
Der gehört bei Gesetzesverstößen genau so verurteilt, wie jeder andere "Durchschnittsbürger" auch. Ohne Wenn und Aber. Leider passiert dies in dieser Bananenrepublik nicht. Da sind wir leider nicht besser aufgestellt, als irgendwelche Staaten, ohne wirklich funktionierendes Justizsystem. Diese "Lichtgestalt" kann Interviews im Fernsehen geben, aber für eine Verhandlung ist er angeblich zu krank. Das Einzige, was hier krank ist, ist das System.

11.09.2019 - 08:02 - rotweissliebe

@Popelboy51 und franzwirtz
Das RWE-Fans Ihren "Senf" dazugeben, liegt halt auch im Eigeninteresse, schließlich handelt es sich um einen Mitbewerber um den Relegationsplatz. Das Popelboy51 seinen "Senf" dazu gibt, liegt vermutlich wie immer an seinen derzeit zu niedrig dosierten Medikamenten. Er muss überall wo RWE-Berichte sind, oder andere Berichte der RL wo RWE-Fans Kommentare abgeben, irgendwelche provokative Kommentare abgeben, da er anders als andere RWO-Fans nicht in der Lage ist vernünftig zu argumentieren.

Es ist natürlich richtig, das beim Stadion Essen Steuergelder verwendet wurden und teilweise auch noch Verwendung finden. Hier muss allerdings berücksichtigt werden, das es kaum noch Städte und Gemeinden gibt, welche nicht z.B. Theater, Opern, Schwimmbäder usw. mitfinanziert. Es gilt auch nicht verwerflich, das zur Refinanzierung von Theater und Opernhäuser unter dem Denkmantel der Kultur Millionen von Euro eingeschwemmt werden, da ansonsten kein Schauspielhaus mehr überleben würde. Fussball, besonders im Ruhrgebiet hat eine deutlich höhere Bedeutung, und darf man durchaus als schützenwertes Kulturgut ansehen. Kritik ist angebracht und berechtigt, doch angesichts der Besucherzahlen von Fußballspielen gegenüber Schauspielhäuser, auch das sich die einzelnen Städte auch gerne mit einem Fußballverein nach Aussen schmücken, finden hier die Gelder eine sinnvolle Verwendung. Selbst der von Pobelboy51 so geliebte RWO generiert deutlich bessere Zuschauerzahlen und damit auch Interessenten und Bürger der Stadt, als jedes andere kulturgeschützte Schauspielhaus.

11.09.2019 - 07:48 - Anton Leopold

Für RWE hätte das Beantragen der Lizenz durch Rödinghausen den Vorteil, dass eine Verringerung der Spannung und Motivation zu einem frühen Zeitpunkt ausscheiden würde. Wettbewerb ist gut. Titz kann durch den Rivalen seine Spieler ans Leistungsoptimum führen.
Wenn der Häcker-Küchenonkel meint, er müsse dort das Geld seiner Väter verbrennen - bitte sehr. Wir sind (noch) ein freies Land, in dem jeder mit seinem Geld machen kann, was er will, sofern er nicht gegen Gesetze verstößt.
Als Fußballfan, der nicht nur den Sport sondern die Fan-Kultur liebt, muss man das Entstehen solcher Monster ohne Fan-Basis kritisch sehen. Es verstärkt den Trend, dem der Fußball folgt, nämlich der Entwicklung zum Fernsehsport mit Fans als Folklore-Element, um der älter werdenden Gesellschaft bequeme Unterhaltung zu bieten. Bisher blieb man in den unteren Ligen von Vorberichterstattungen, Reporterinnen die beschreiben, was jeder sieht, Quasselshows mit alkoholkranken Ex-Profis und allerlei human interest storys verschont. Welchen Fußball-Fan interessiert, mit wem Spieler in der Freizeit rumknutschen? Unser Fußball als Event für Gelangweilte
Aber so ist es nun einmal. Herausforderungen werden geschaffen, um angenommen und bewältigt zu werden.
Nur der RWE

11.09.2019 - 01:21 - Frankiboy51

Das RWEsler immer meinen, sie haben schon wieder etwas damit zu tun?
Krankhaft !
Oder ist das hier doch eine Eßener Stadionzeitung, die zwecks Co - Finanzierung online gestellt wird ?

10.09.2019 - 23:46 - franzwirtz

@IchDankeSie1907
„Baut euer Stadion, beantragt eure Lizenz. Der Steuerzahler wird die Folgekosten zahlen. ...“ - „Ihr verlauft Euch.“

Du verfügst über hellseherische Fähigkeiten? Einem Mäzen sein privates Engagement mit der Begründung madig machen zu wollen, seine Firma ginge demnächst ohnehin pleite und der wehrlose Steuerzahler müsse einen zu vermutenden Folgeschaden ausbaden, ist schon verwegen.

Wie ist denn in Essen die Finanzierung des Stadions gelaufen? Während man bei so manchem Fußballtempel eine „fragwürdige“ bis „kriminelle“ Finanzierung noch in Gänsefüßchen setzen konnte, konnte man in Essen darauf verzichten. Hat nicht vor nicht allzu langer Zeit noch der Energieversorger (sprich der Steuerzahler) damit geglänzt die Kosten für die Rasenheizung zu übernehmen? Übernimmt die Stadt nicht alljährlich, dazu braucht man keine hellseherischen Fähigkeiten, 1,5 Millionen Euro als Betriebskostenzuschuss?

Ich weiß, es gibt viele solcher Beispiele, aber aus einer solchen Position anderen Ratschläge zu erteilen, sollte man sich besser schenken.

10.09.2019 - 21:56 - IchDankeSie1907

@JHase, viele der Unwissenden haben das Sommermärchen super geil gefunden. Und das die WM gekauft war macht nichts. Ich gehe mal davon aus, dass so jeder WM-Austragungsort verkauft worden ist. Allein schon die letzte und die nächste WM ist Beweis genug.
Nichts für ungut. Der DFB ist auch in meinen Augen genau so, wie du es kundtun wolltest. Nur die Ausdrucksweise finde ich unglücklich. Die WM 2006 war das beste, was der DFB auf die Beine gestellt hat. Die strafbaren Handlungen in diesem Zusammenhang arbeiten die Gerichte auf und gut ist. Und ja, der Kaiser wird sich dem allem entziehen. Und auch das ist gut so.

10.09.2019 - 20:54 - JHase

Wofür die in Rödinghausen das Stadion auf 10.000 Zuschauer ausbauen beim Aufstieg? Damit sie die Lizenz bekommen, ihr Unwissenden. Das ist eine der Bedingungen des Sommermärchenbestechungseinkaufsverbandes namens DFB. Und so richtig lustig ist übrigens, dass Zweitmannschaften nur ein Stadion mit 5.000 Zuschauern nachweisen müssen.

10.09.2019 - 14:24 - westkurver

Allein die auf dem Foto, das sind doch schon knapp 5000 Fans. Wenn die 3 mal ins Stadion gehen braucht man schon eine Kapazität von 15000 Plätzen. In Rödinghausen sollte man grösser denken. Man sieht doch an Lotte welche Massen in die "Provinzstadien" strömen. Also, ist es nicht wirklich ein Dilemma? Ausser der sportlichern Potenz fehlt dem SVR aber auch Alles zum Profifußball. Ob sie dafür ein 3.liga taugliches Stadion bekommen? Nun, sollen sie mal nach Essen rüberschielen, da weiss man sehr genau wie man sich verwaltungstechnisch ein Stadion hinwurstelt. Etwas Phantasie, Ihr Rödinghauser. Braucht Ihr nicht unbedingt eine all year Zwiebelfestarena?

10.09.2019 - 14:14 - Unholt

Nix gegen diese Dorfvereine an sich... Aber das ist doch total an der Realität vorbei. Wofür und für wen macht man so etwas? Die akquirieren in der RL 500-800 eigene Zuschauer und selbst in der 3. Liga würden nicht viel mehr kommen. Woher auch? Was passiert, wenn Vereinen wie Braunschweig, Lautern oder 1860 mit vielen Zuschauern kommen? Das kann doch da von der Infrastruktur oder der Polizei nur bedingt abgewickelt und kontrolliert werden. Über Vereine wie Rostock mit den sogenannten Problemfans reden wir noch nicht einmal. Auch wenn die Arena auf 10.000 ausgebaut werden sollte, ist das Drumherum nicht tauglich. Und über die Dorfgrenzen hinaus interessiert kein Mensch dieser Verein. Daher wird das finanzielle immer an dem Küchenbauer hängen. In meinen Augen sollte für diese Vereine in der Oberliga Schluss sein.

10.09.2019 - 14:04 - IchDankeSie1907

Für die Menschen dort oben wäre es sicherlich eine tolle Sache. Aber macht es wirklich Sinn, wenn jeder Dorfverein durch den Dorfmillionär hochgepowert wird? Es wird jetzt ein Stadion für 10.000 Zuschauer gebaut für einen Verein der einen Schnitt bisher von 1445 Zuschauer hat. Und da war schon das Spiel des Jahres zuschauermäßig gegen Rot-Weiss Essen dabei. Und wenn der Dorfmillionär dann weg ist, dann hat man eine teure Bauruine in der „Zwiebeleinöde“ stehen. Ein Stadion erzeugt ja auch Folgekosten. Und wenn der Verein dann nach unten durchgereicht, wenn der Dorfmillionär weg ist, was dann. Beispiele gibt es ja genug.
Baut euer Stadion, beantragt eure Lizenz. Der Steuerzahler wird die Folgekosten zahlen. Und wenn das Küchenhaus so viel Geld für den SV Rödinghausen aus dem Unternehmen gesogen hat, dass es nicht mehr konkurrenzfähig ist und die Pleite droht, dann kommt auch der Steuerzahler dafür auch auf. Vernunft sieh anders aus. Aber als Essener verstehe ich natürlich auch, wie schwierig es ist eine Situation bei meinem Fußballverein realistisch einzuschätzen. Es gibt allerdings einen kleinen Unterschied. Hier in Essen lastet der Druck im Umfeld eines EX-Bundesligisten in einer Großstadt auf die Vereinsverantwortlichen und bei euch sind es die Ausgüsse des Stammtisches nach der Sonntagmorgen-Messe. Ihr verlauft Euch.

10.09.2019 - 13:49 - Jünther, Jötz und Jürgen

Alles komisch.Da wird die Mannschaft aufgerüstet um um den Aufstieg zu spielen und sportlich sieht alles top aus. Nun will der Verein entscheiden ob man überhaupt Bock hat aufzusteigen. Wir dachten immer das ginge nur umgekehrt.

10.09.2019 - 13:40 - AuswärtsspielRWE

Ausbau auf 10.000 Plätze. Jeder der schon mal in diesem Stadion war wird das bezweifeln.
Auch schön das man alles auf den Küchen Mogul abwälzen will. Mal schauen wie die das finanzieren wollen.

10.09.2019 - 12:48 - Frankiboy51

Oder Tanzen die Amigos tatsächlich auf den Tischen ?

10.09.2019 - 12:47 - Frankiboy51

Viel Platz für die Westphälische Rundschau.