Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt sich zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für Öffnungen im Amateur- und Breitensport ein.

Amateure

„Draußen muss drin sein“: Petition für Öffnungen im Sport

Leon Peters
12. Mai 2021, 13:35 Uhr
Foto: Markus Weissenfels

Foto: Markus Weissenfels

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt sich zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für Öffnungen im Amateur- und Breitensport ein.

Mit der Petition unter der Überschrift „Draußen muss drin sein“ fordern die beiden Verbände „die schnellstmögliche Wiederzulassung des organisierten Sportbetriebs unter freiem Himmel, zunächst im Training, anschließend im Wettkampfbetrieb“, wie es in einer gemeinsamen Stellungnahme heißt. Alle Mitglieder im DFB und DOSB, Vereine und andere Verbände werden aufgerufen, sich der Online-Petition anzuschließen.

„Die Amateurvereine und ihre Sportler*innen sind immer wieder in den Entscheidungen ignoriert und vergessen worden. Damit muss jetzt Schluss sein, speziell für unsere Kinder und Jugendlichen“, sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, zuständig für den Jugendfußball: „Sport ist wichtig, Sport hat einen hohen gesellschaftlichen Wert, Sport ist gesund für Körper und Seele – auch in der Pandemie. Es sind nun schnelle, konkrete Perspektiven gefragt, das gilt nicht erst seit den aktuellen Entwicklungen beim Impfen und den Inzidenzwerten, die in Deutschland Hoffnung machen.“

DOSB-Präsident Alfons Hörmann meinte: Wir kämpfen für den dringend benötigten Neuanfang für Sportdeutschland. Wir brauchen die Rückkehr zum geregelten Sportbetrieb für alle Mitglieder und alle Sportarten. Die Vereine und Verbände, aber auch Gesundheit und Sozialleben in großen Teilen unserer Bevölkerung sind darauf angewiesen, dass sich endlich wieder etwas bewegt.„

Seit mehr als einem halben Jahr stehe „der Amateursport in Deutschland nahezu still“ wegen Corona, hieß es: „Spiele und Wettkämpfe sind untersagt, der Trainingsbetrieb ist allenfalls unter sehr starken Einschränkungen, zum Teil gar nicht möglich. Allein im Fußball sind knapp 140.000 Mannschaften seit Oktober 2020 weitgehend zur Bewegungslosigkeit verurteilt – obwohl alle bisherigen Erkenntnisse in der Pandemie aufzeigen, dass auf dem Spielfeld nur ein äußerst geringes Ansteckungsrisiko besteht.“

Auch FVN und FLVW unterstützen Petition

Auch der Fußballverband Niederrhein und der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen haben sich auf ihrer jeweiligen Internetpräsenz für die Petition stark gemacht. Peter Frymuth, Präsident des Fußballverbandes Niederrhein, erklärt: “Für das Vereinsleben und insbesondere für die Kinder und Jugendlichen wäre es wichtig, dass in den Corona-Verordnungen endlich die Möglichkeiten für den Trainingsbetrieb ausgeweitet werden. Die bestehenden Regelungen mit der Begrenzung auf Anzahl und Alter bei den Kindern und Jugendlichen waren Ende Februar ein erster Schritt, jedoch müssen nun auch weitere Schritte folgen - und zwar für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene bis hin zu den Ü-Fußballer*innen. Die Vereine erwarten ein deutliches Signal, dass sie die von großem sozialem Engagement geprägte Arbeit wieder aufnehmen können.”


Gundolf Walaschewski, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) unterstreicht: „Wir haben unsere gesellschaftliche Verantwortung im Sport immer ernst genommen, haben auf Spiele und auch auf das Training verzichtet und uns konsequent an die Vorgaben der Politik abhängig von der Pandemieentwicklung gehalten. Jetzt aber sind wir an einem Punkt angekommen, wo wir abwägen müssen, was vor allem für unsere Kinder und Jugendliche zwingend notwendig ist. Und das ist unserer Meinung nach das Training an der frischen Luft, auf Abstand aber in Gemeinschaft, draußen auf dem Platz oder der Laufbahn. Kinder und Jugendliche müssen sich bewegen, müssen andere Kinder und Jugendlichen sehen, brauchen Perspektive. Deshalb bittet auch der FLVW seine Vereine, sich an der Aktion und vor allem der Petition zu beteiligen, hinter der wir geschlossen stehen.“ 

Aktuell hat am 6. Mai gestartete die Petition bereits 12.868 Unterstützer. lp mit sid

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12.05.2021 - 13:53 - Bierchen

Ist ja irre, nach einem halben Jahr fällt das den Herrschaften dann auch mal auf!
Aber im schön brav und angepasst im vorauseilenden Gehorsam auf Linie sein anstatt mal die Schnauze aufzumachen.

Denn, daß haben wir ja jetzt gelernt, man habe Angst vor "Applaus aus der falschen Ecke".
Tja, dann lasst doch die Plätze noch 3 Jahre dicht!