Markus Brzenska durchlief die Nachwuchsabteilung von Borussia Dortmund. Heute ist der Ex-Profi Co-Trainer bei Viktoria Köln. In einem Interview blickte er auf seine Karriere zurück - und verriet einen Traum.

Bundesliga

Dortmund: So erlebte Brzenska die Fast-Insolvenz und Klopp

Justus Heinisch
02. Juni 2020, 14:52 Uhr
Markus Brzenska wurde bei Borussia Dortmund ausgebildet und ist heute Co-Trainer in Köln. Foto: Thorsten Tillmann

Markus Brzenska wurde bei Borussia Dortmund ausgebildet und ist heute Co-Trainer in Köln. Foto: Thorsten Tillmann

Markus Brzenska durchlief die Nachwuchsabteilung von Borussia Dortmund. Heute ist der Ex-Profi Co-Trainer bei Viktoria Köln. In einem Interview blickte er auf seine Karriere zurück - und verriet einen Traum.

Nein, Brzenskas Bundesliga-Debüt lief nicht gerade wie geplant. Gegen Bayern München startete er auf der Sechs - und flog nach 43 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz. "Das war ein dummes Foul, ich habe es sofort realisiert", erinnerte sich Brzenska in einem Interview auf dem Portal "Spox". Anschließend kamen die Zweifel: "Zunächst dachte ich: Das war's mit Fußball. Ich fühlte mich natürlich als Sündenbock - erst recht, wenn man es anschließend überall so lesen kann. Letztlich konnte ich es aber schnell abhaken."

Dennoch setzte es für den Verteidiger in der Folge nur noch Kurzeinsätze. Nach und nach lief es allerdings immer besser für Brzenska, der unter Bert van Marwijk in die Startelf rückte. Als Spieler erlebte er so auch die Phase Mitte der 2000er Jahre, in der Borussia Dortmund große finanzielle Sorgen hatte, hautnah mit.

Brzenska erlebte Klopp mit

"Es war einfach eine schwere Zeit. Der BVB hatte keine andere Möglichkeit, als auf junge Spieler zu setzen - und wir waren froh, dass wir die Chance bekommen haben", sagte Brenzska. Der Klub setzte mehr auf Nachwuchskräfte. "Uns lag der Verein sehr am Herzen, daher hat jeder von uns immer alles gegeben. Es ging nicht um das Geld, es ging darum, aufzulaufen."

Wenig später kam Jürgen Klopp als Trainer und läutete den Umbruch ein. Brzenska fiel diesem Umbruch zum Opfer, wurde zum MSV Duisburg ausgeliehen. Doch er erinnert sich positiv an Klopp: "Er hat auch schwierige Seiten, aber die Ansprachen und sein Training waren etwas komplett Neues. Wir haben sofort gemerkt, dass er ein besonderer Trainer ist."

Nach der Duisburg-Leihe wechselte er zu Energie Cottbus, blieb vier Jahre lang in der Lausitz, ehe er zu Viktoria Köln ging. Dort beendete Brzenska 2017 seine Karriere und stieg als Co-Trainer ein.

Co-Trainer in der 3. Liga

"Ich hatte immer geplant, Trainer zu werden. Viktoria suchte einen neuen Co-Trainer und gab mir direkt diese Möglichkeit", erklärte der gebürtige Lüner diesen Schritt. Der Drittliga-Aufstieg glückte mit den Höhenbergern im vergangenen Sommer. Auch unter Pavel Dotchev, der seit dieser Spielzeit Übungsleiter ist, durfte er der Assistent bleiben. Irgendwann will er selbst Cheftrainer sein.

"In Dortmund hatten wir in der kurzen Zeit damals vier Trainer. Das war für mich letztlich nicht schlecht, denn so lernte ich verschiedene Herangehensweisen und Systeme kennen", sagte Brzenska. "Ich will irgendwann Bundesliga-Trainer werden - idealerweise beim BVB. Das ist der große Traum."

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